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Tier wurde 38 Jahre alt

Salzburger Zoo trauert um Kifaru

Schwerer Verlust für Breitmaulnashorn-Familie

Der Salzburger Zoo trauert um seine "Grande Dame". Breitmaulnashorn Kifaru musste kurz vor dem Jahreswechsel altersbedingt und aus gesundheitlichen Gründen eingeschläfert werden.

Salzburg

"Das ohnehin schwierige Jahr 2020 endete für uns mit einem traurigen Paukenschlag", kommentiert Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner den Verlust der 38 Jahre alten Nashornkuh, die am 31. Dezember eingeschläfert werden musste.

Gemütlicher Koloss

Noch im letzten Sommer und Herbst konnten Besucher die seit etwas mehr als 20 Jahren im Zoo Salzburg lebende "Grande Dame" der grauen Kolosse gemütlich grasend auf der Afrikasavanne bewundern. Doch nach Angaben des Zoos war Kifarus Gesundheitszustand in ihren letzten Lebenswochen trotz intensiver medizinischer Betreuung bereits besorgniserregend. Kurz vor Jahresende erlitt sie einen gravierenden Einbruch, der ein schnelles Handeln erforderlich machte.

Breitmaulnashörner im Zoo

Nach dem Tod Kifarus leben mit Bulle Athos (18) sowie den Kühen Yeti (21) und Tamu (15) aktuell drei erwachsene Breitmaulnashörner im Zoo Salzburg. Komplettiert wird die kleine Familie durch Tamus Tochter Tamika, die am 3. Juni 2020 geboren wurde. "Mit Kifaru, die am 24. Oktober 1982 im Wild Animal Park in San Diego (USA), auf die Welt kam und von Pflegern mit der Flasche großgezogen wurde, da ihre Mutter sie nicht annahm, verliert der Zoo Salzburg zweifelsohne eine seiner herausragenden tierischen Persönlichkeiten", heißt es in einer Pressemitteilung am Dreikönigstag.

Kifaru sorgt für "unschätzbaren Beitrag"

Weil sich Kifaru zu ihren Lebzeiten nicht fortgepflanzt hat, gilt sie aus genetischer Sicht, als ein sehr wertvolles Tier. Deshalb wurden ihr nach ihrem Tod von Reproduktionsspezialisten des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo und Wildtierforschung (IZW) die Eierstöcke zur Eizellen-Gewinnung entfernt. Die künstliche Befruchtung bei Nashörnern sei laut Experten auf lange Sicht die einzige Möglichkeit die imposanten Landsäugetiere vor dem Aussterben zu bewahren.

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Kifaru lebte länger als 20 Jahre im Salzburger Zoo.

Südliche Breitmaulnashörner werden von der Weltnaturschutzunion mit einer Population von etwa 20.000 Exemplaren als potenziell gefährdet eingestuft, während von der Unterart der Nördlichen Breitmaulnashörner tragischerweise nur noch zwei weibliche Tiere am Leben sind.

(Quelle: SALZBURG24)

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