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Starkregen-Warnung

Muren und kleinräumige Überschwemmungen

20130520_PD3017.HR.jpg APA/FMT-Pictures
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch erreichen die Pegelstände ihr höchstes Niveau.

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) gibt eine Starkregenwarnung für Westösterreich aus: Von Montag bis Mittwoch regnet es besonders in Teilen von Vorarlberg, Nordtirol und Salzburg 70 bis 120 Millimeter, vereinzelt auch zwischen 150 und 200 Millimeter.

Muren und zumindest kleinräumige Überschwemmungen sind möglich. Auch im Süden Deutschlands sind große Regenmengen zu erwarten.

Muren und kleinräumige Überschwemmungen

Ein Tiefdruckgebiet über dem Alpenraum sorgt für Regen mit Schwerpunkt an der Nordseite der Alpen. „Vor allem im Gebiet von Vorarlberg über Nordtirol und Salzburg bis zum Salzkammergut kommen von Montag bis Mittwoch in vielen Regionen 70 bis 120 Millimeter Regen zusammen", so Simon Hölzl von ZAMG in einer Aussendung. „Vereinzelt sind sogar 150 bis 200 Millimeter Regen zu erwarten, besonders im Bereich des Bregenzerwalds inklusive der Pfänderregion sowie vom Außerfern über das Karwendel und die Region bis zum Tennengebirge. Bei derartigen Regenmengen in so kurzer Zeit sind Muren und zumindest kleinräumige Überschwemmungen möglich."

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Gepostet von ZAMG - Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik am Montag, 20. Mai 2019

Dauerregen in der Nacht auf Dienstag

Durch das Tiefdruckgebiet kommt es am Montag zu verbreiteten Regenschauern, welche über die Nacht auf Dienstag in Dauerregen übergehen. Den ganzen Dienstag über ist im gesamten Salzburger Land und vor allem im Saalach-Pinzgau mit teilweise ergiebigen Niederschlägen zu rechnen. Verbreitet liegen diese in einer Größenordnung von 60 bis 80 Liter pro Quadratmeter und können in den nächsten 36 Stunden regional (Saalachtal) auch Niederschlagssummen von bis zu 120 Millimeter erreicht werden.

Vereinzelt sind dabei Gewitterzellen eingelagert und können auch für kräftige Regengüsse sorgen. Ab Mittwoch ist nur noch mit schwachen Schauern und einem Abklingen der Niederschläge zu rechen. Die Schneefallgrenze liegt in diesem Zeitraum zwischen 1.800 und 2.000 Metern Höhe.

Stark ansteigende Pegel am Dienstag

Am Montag liegen die Durchflüsse aller großen Gewässer Salzburgs im Bereich erhöhter Mittelwasserführung. Durch die beschriebene Niederschlagssituation und Gebietsüberregnung ist davon auszugehen, dass im Laufe des Dienstages merkliche Anstiege der Pegelstände zu beobachten sein werden. Dies betrifft vor allem das gesamte Salzacheinzugsgebiet und insbesondere die Saalach. Ebenso ist an der Enns und Mur mit deutlichen Reaktionen der Gewässer auf die prognostizierten Niederschläge zu rechnen, berichtet der Hydrographische Dienst des Landes in einer Aussendung am Montag.

Die Prognostizierte Abflusssituation in Salzburg

Die aktuellen Abflussprognosen zeigen erhöhte Abflüsse der Saalach im Pinzgau bis zur Mündung und kommen hierbei die Pegelstände nach derzeitigem Wissensstand im Bereich unterhalb der Warngrenze (Siezenheim) zu liegen. Die höchsten Wasserstände werden dabei um Mitternacht von Dienstag auf Mittwoch erwartet. Die Schneefallgrenze bleibt weiterhin auf einer Höhenlage um 2.000 Meter und trägt nur wenig zur Entspannung der Abflusssituation bei.

Pegelhöchststände in der Nacht auf Mittwoch

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch erreichen die Pegelstände der Salzach im Bereich des Tennen- und Flachgaues ihr höchstes Niveau und werden hier die Wellenscheitel (Stadt Salzburg) gegen Ende der ersten Nachthälfte erwartet, wobei hier ein Überschreiten der Meldegrenze bis hin zur Warngrenze erwartet wird. Diese tendenziell hohen Wasserführungen halten mit rückläufiger Tendenz aller Voraussicht den ganzen Mittwoch über an.

(Quelle: SALZBURG24)

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