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Völliger Stillstand?

Streik könnte Öffi-Verkehr in Salzburg lahmlegen

Großes Stauchaos am Montag befürchtet

Durch den für Montag angekündigten Warnstreik bei den ÖBB droht in Salzburg ein Stillstand im Öffentlichen Verkehr – denn auch Lokalbahn und Obus könnten sich dem Protest anschließen.

Die Eisenbahner:innen wollen nach den abgebrochenen KV-Verhandlungen österreichweit am Montag von 0 Uhr bis Mitternacht streiken. Das hat die Gewerkschaft vida angekündigt.

 

Streik mit großen Auswirkungen in Salzburg

Im Streikfall steht österreichweit der komplette Zugverkehr still. Auch der grenzüberschreitende Bahnverkehr sowie Nachtreisezüge wären betroffen. "Hier kann es bereits ab Sonntagabend bzw. bis Dienstagfrüh zu Ausfällen bei den Nightjet- und EuroNight-Verbindungen kommen", informiert ÖBB-Pressesprecher Klaus Baumgartner gegenüber SALZBURG24. Bereits gekaufte Tickets würden verlängert werden bzw. erhielten die Fahrgäste eine Entschädigung, teilt er weiters mit.

In Salzburg könnten von dem Streik aber nicht nur der Zugverkehr, sondern auch Lokalbahn und Obus betroffen sein. So handelt es sich bei letzterem wegen der Oberleitung ebenfalls um ein schienengebundenes Fahrzeug. Wie der Betriebsratsvorsitzende der Sparte Verkehr in der Salzburg AG, Frank Conrads, gegenüber dem ORF erklärte, würde somit ein großer Teil des öffentlichen Nahverkehrs stillstehen. Näher wollte die Salzburg AG den angekündigten Streik mit Verweis auf die nächste Verhandlungsrunde am Freitag gegenüber S24 nicht kommentieren.

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Verkehrschaos trotz KV-Einigung erwartet

Inzwischen hat die Arbeitgeberseite der Gewerkschaft Gesprächstermine für Samstag und/oder Sonntag jeweils um 14 Uhr gemacht. "Nachdem die Streikvorbereitungen in allen Bundesländern laufen und die Unternehmen bereits von deren ersten Auswirkungen betroffen sind, möchten wir nachdrücklich betonen, bereits den Termin am Samstag wahrzunehmen", heißt es im Schreiben, das der APA vorliegt. "Die Gefahr, dass eine Verhandlungsrunde am Sonntag zu spät ist, um den Streik noch abzuwenden, ist aus unserer Sicht zu groß." Eine Antwort der Gewerkschaft stand vorerst noch aus.

Der Stillstand im öffentlichen Verkehr sowie das befürchtete Chaos auf den Straßen könnte so durch eine mögliche Einigung noch großteils abgewendet werden. Dass es bei einer Übereinkunft in letzter Minute zu gar keinen Verkehrsbehinderungen komme, sei aufgrund der Vorlaufzeiten eher unwahrscheinlich, erläuterte vida-Verhandler Gerhard Tauchner am Donnerstag im Gespräch mit der APA. Für die Arbeitnehmer:innen wird ein Entgeltplus von 400 Euro gefordert. Diese sei ursprünglich bei 500 Euro gelegen, man sei den Arbeitgebern also schon um 20 Prozent entgegengekommen, so Tauchner.

Der ÖGB hat inzwischen die Freigabe für den Streik der EisenbahnerInnen am 28. November erteilt! Damit ist fix: Die...

Gepostet von Gewerkschaft vida am Mittwoch, 23. November 2022

Darum geht es bei den KV-Verhandlungen

Die 400 Euro sind den Unternehmensvertretern aber viel zu viel. Sie bieten laut eigenen Angaben aber das beste Angebot in der bisherigen Herbstlohnrunde, das auch den Abschluss bei den Metallern überbiete. Konkret bedeute dies ein durchschnittliches Gehaltsplus über alle Gehaltsklassen von acht Prozent ab 1. Dezember und ebenso im Dezember einen Einmalbetrag von 1.000 Euro. "Das ergibt eine durchschnittliche Erhöhung der KV-Löhne und -Gehälter um mindestens neun Prozent", schreiben die Arbeitgebervertreter:innen der Wirtschaftskammer an die Arbeitnehmervertreter der Gewerkschaft.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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