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1.500 Haushalte betroffen

Sturm sorgt für Stromausfälle in Salzburg

Böen fegen mit 116 km/h übers Land

Eine Kaltfront hat am Dienstag heftige Sturmböen nach Salzburg gebracht. Vor allem im Flachgau wurden Bäumen entwurzelt oder geknickt, es kam zu Verzögerungen im Straßen- und Bahnverkehr. Als Spitzenwert wurden am Kolomansberg bei Thalgau (Flachgau) 116 km/h gemessen. Insgesamt waren 1.500 Haushalte im Flachgau, Tennengau und Lungau wegen des Sturms ohne Strom.

Um 6.30 Uhr haben die Sturmspitzen mit knapp über 100 km/h Dienstagfrüh den Flachgau und Tennengau erreicht, berichtet Meteorologe Bernhard Niedermoser von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) im Gespräch mit SALZBURG24. Eine Stunde später erreichten die Böen den Pinzgau und Pongau, ehe sie in Richtung Lungau weiterzogen. Auf den Bergen erreicht der Wind Spitzen bis zu 130 km/h.

Als Spitzenwert wurden 116 km/h am Kolomansberg gemessen, in Mattsee erreichte der Wind 91 km/h. Am Salzburger Flughafen waren es 85 Stundenkilometer. Im benachbarten Oberösterreich fegte eine Orkanböe mit 138 km/ über den Feuerkogel.

Sturm: Feuerwehren in Salzburg gefordert

Rund 390 Mann von 27 Feuerwehren waren bei insgesamt 60 Einsätzen gefordert. Hauptsächlich halfen sie, umgestürzte Bäume zu entfernen. In Wals-Siezenheim (Flachgau) fiel ein Baum auf ein Auto, verletzt wurde dabei nach ersten Angaben niemand. Die meisten Schäden verzeichnete die Feuerwehr im Flachgau, und hier vor allem im Bereich Lamprechtshausen und Seekirchen, so der Feuerwehrsprecher.

// EINSATZ // Baum umgestürzt B161, Dienstag 04.02.2020, 07:40 Uhr.

Gepostet von Freiwillige Feuerwehr der Stadt Mittersill am Montag, 3. Februar 2020

Umgestürzte Bäume kappten auch Stromleitungen, es kam zu Stromausfällen. Insgesamt 1.500 Haushalte waren zwischenzeitlich ohne Strom, berichtet die Salzburg AG. Betroffen waren die Gemeinden Hallwang, Hof, Faistenau und St. Gilgen (alle Flachgau) sowie die Gemeinde St. Jakob am Thurn und Wiestal (Tennengau). Um 16 Uhr waren noch 50 Haushalte im Tennengau und Lungau ohne Strom.

Grafik Sturm über Salzburg APA

Noch heftiger hat der Sturm Oberösterreich erwischt. Dort waren am Vormittag 10.000 Haushalte ohne Strom.

Bahnverbindung im Pinzgau unterbrochen

Die Sturmböen sorgten am Dienstag auch für Einschränkungen im Bahnverkehr. Die Strecke zwischen Saalfelden und Zell am See war unterbrochen, da Dachteile auf die Schienen geweht wurden. Außerdem kam es im Frühverkehr an der Weststrecke nach einer Oberleitungsstörung zu Einschränkungen, Verzögerungen von bis zu 20 Minuten waren die Folge.

Auf Salzburgs Straßen kam es ebenso im Frühverkehr zu Verzögerungen. Im Flachgau und in der Stadt Salzburg mussten Autofahrer bis zu 20 Minuten länger einplanen. In einigen Salzburger Skigebieten war aufgrund des Unwetters nur ein eingeschränkter Liftbetrieb möglich. In Saalbach-Hinterglemm (Pinzgau) war am Dienstagvormittag nicht ganz ein Drittel der Lifte in Betrieb, berichtet ORF Salzburg. Im Gasteiner Tal (Pongau), auf der Schmittenhöhe in Zell am See (Pinzgau) oder auch in Obertauern (Lungau/Pongau) fuhren nur wenige Lifte.

Auf Wind folgt Schnee

Mit der Kaltfront ist die Schneefallgrenze abrupt auf 500 Meter gesunken: "Das Wetter wird daher winterlich. In den Gebirgsgauen gehen am Dienstag die Schauer rasch in Schneefall über", prognostiziert ZAMG-Meteorologe Niedermoser.

????BAUM ÜBER STRAßE???? 04.02.2020 Der erste Einsatz aufgrund der Sturmlage ließ nicht lange auf sich warten. Gegen 07:19...

Gepostet von Freiwillige Feuerwehr Thalgau am Montag, 3. Februar 2020

Inneralpin sei bis am Abend auch in Tallagen mit zehn bis 20 Zentimeter Neuschnee zu rechnen, in der Nacht dürfte es auch in der Stadt Salzburg weiß werden, wobei hier der Schnee aber kaum liegen bleiben werde.

Sturm in Salzburg: LIVETICKER zum Nachlesen

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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