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Bis zu 120 km/h

Sturm "Bianca" sorgt für zahlreiche Einsätze

Schäden an Lokalbahn bei Bürmoos

Rund 500 Feuerwehrleute standen in der Nacht auf Freitag in Salzburg im Sturm-Einsatz. "Bianca" fegte mit rund 120 km/h über Salzburg. Besonders betroffen waren der nördliche Flachgau und die Landeshauptstadt. Mehr als 100 Mal rückten die Floriani aus. Zahlreiche Straßen im gesamten Land sind von Neuschnee bedeckt. Wegen eines Unfalls war die Loferer Straße im Deutschen Eck komplett gesperrt.

Die erste Feuerwehr wurde am Donnerstagabend kurz vor 23 Uhr alarmiert. Hauptproblem waren dabei sehr starke Windböen mit über 100 km/h, die zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen führten. Bis in die frühen Morgenstunden folgten weitere Alarmierungen. Zuvor hat das Land Salzburg entsprechende Warnungen ausgesprochen. Außerdem musste das Europa-League-Duell zwischen Salzburg und Frankfurt um einen Tag verschoben werden (wir haben berichtet).

Sturm Stadt Salzburg SALZBURG24 / WURZER
Sturmtief "Bianca" wütete in Salzburg.

Sturmtief: Schwerpunkt im Flachgau

Schwerpunkt der massiven Sturmfront über Salzburg war laut Feuerwehr der Flachgau. Betroffene Gemeinden waren etwa Seekirchen, Eugendorf, Thalgau, Bürmoos und Koppl. Wegen eines Unfalls war die Loferer Straße im Deutschen Eck gesperrt. Außerdem bleiben mehrere Lkw auf den schneebedeckten Straßen liegen.

Dach in Parsch erneut weggefegt

Die Feuerwehr war erneut zu einem Mehrparteienhaus in Parsch gerufen worden, dessen Dach in den vergangenen Wochen bereits zweimal von Stürmen in Mitleidenschaft gezogen worden war. Nun hatte "Bianca" das Provisorium aus Planen und Holzlatten weggefegt. In der Stadt Salzburg wurden auch parkende Autos von umgestürzten Bäumen getroffen.

Lokalbahn: Schienenersatzverkehr eingerichtet

Sturmtief „Bianca“ verursachte in der Nacht auf Freitag im Gemeindegebiet von Bürmoos (Flachgau) Schäden an der Fahrleitung der Salzburger Lokalbahn. Noch vor Betriebsbeginn konnte die Strecke zwischen Salzburg Hauptbahnhof und Lamprechtshausen wieder freigegeben werden. Der Bereich zwischen Bürmoos und Eching ist aber weiterhin durch umgestürzte Bäume blockiert. Ein Schienenersatzverkehr zwischen Bürmoos und St. Pantaleon-Reith ist eingerichtet.

Die Mitarbeiter der Salzburg AG arbeiten seit den frühen Morgenstunden an der Behebung des Schadens. Die Reparaturen werden voraussichtlich bis Mittag dauern.

>>>Mehrere Sturmschäden<<< Derzeit ist die Feuerwehr Seekirchen damit beschäftig einige abgewipfelte Bäume von der...

Gepostet von Feuerwehr Seekirchen am Donnerstag, 27. Februar 2020

Aktuelle Verkehrsinfos findet ihr HIER.

Probleme auch in Bayern

Auch im angrenzenden Bayern kam es zu Verkehrsbehinderungen. Die Bahnstrecke Rosenheim - Salzburg musste auf Höhe Prien gegen 21.50 Uhr wegen eines auf die Oberleitung gestürzten Baumes gesperrt werden, berichtete das Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Ein Zug einer Regionalbahn mit rund 60 Fahrgästen wurde evakuiert.

L102: Baum stürzt auf Lärmschutzwand

Die Feuerwehr Eugendorf musste um 2.15 Uhr zu einem Einsatz ausrücken. Ein Baum war umgeknickt und landete in Eugendorf (Flachgau) im Bereich der L102 auf der Lärmschutzwand. Zudem drohte er, weiter auf die Fahrbahn zu krachen. Die Floriani sicherten die Einsatzstelle und entfernten den Baum von der Straße. Nach den Reinigungsarbeiten konnte die L102 wieder freigegeben werden.

Lkw-Bergungen in Thalgau

In Thalgau (Flachgau) sorgten nicht Sturmböen für Einsätze, sondern das in den Morgenstunden einsetzende Schneetreiben. Mehrere Fahrzeuge blieben auf den schneebedeckten Straßen hängen. Die Feuerwehr Thalgau wurde um 7.11 Uhr zu einer Lkw-Bergung alarmiert. Das Fahrzeug wurde geborgen und die Floriani wurden direkt im Anschluss zur nächsten Bergung beordert.

28.02.2020 - 05:16 Uhr: "Bianca" wütet auf der L237 Richtung Fürstenbrunn. www.ff-Grossgmain.at

Gepostet von Freiwillige Feuerwehr Grossgmain am Donnerstag, 27. Februar 2020

Direkt im Anschluss machte sich die Feuerwehr Thalgau auf zum nächsten Einsatz. Ein weiterer Lkw soll auf der Henndorfer Landesstraße liegen geblieben sein, die Floriani fanden allerdings kein Fahrzeug vor. Der Lenker konnte sein Fahrzeug wohl selbst wieder auf die Straße bringen. Am Rückweg kam den Einsatzkräften ein weiterer Klein-Lkw unter, der von der Straße abgekommen war. Mithilfe der Seilwinde und eines Traktors konnte der das Fahrzeug geborgen werden.

Schneefahrbahn: B178 für Einsätze gesperrt

Auch in Lofer (Pinzgau) sorgten hängengebliebene Fahrzeuge für Einsätze. Gleich drei Lkw musste die Feuerwehr Lofer auf der B178 im Bereich der Abfahrt Au bergen. Die Loferer Straße musste während der Arbeiten komplett gesperrt werden. Seit etwa 8 Uhr ist die B178 wieder frei befahrbar.

Sturmtief "Bianca": 163 km/h gemessen

Die stärksten Sturmgeschwindigkeiten wurden naturgemäß auf den Bergen registriert: Auf dem Feuerkogel bei Ebensee in Oberösterreich erreichte "Bianca" bis zu 163 km/h, auf dem Patscherkofel bei Innsbruck knapp 149 Stundenkilometer, teilte die ZAMG mit. Aber auch in den Niederungen wurden Böen über 110 km/h gemessen, etwa in Tannheim in Tirol mit knapp 116 oder im oberösterreichischen Vöcklabruck mit 112 Stundenkilometer. Am Flughafen Salzburg erreichten die Spitzen 104 km/h. Auch in Vorarlberg und Niederösterreich wurden an einzelnen Messstationen in den Niederungen Sturmgeschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometer gemessen, in der Wiener Innenstadt knapp 82 km/h.

 
(Quelle: SALZBURG24/APA)

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