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Mythos rund um Erdtrabant

Supermond zieht uns heute in seinen Bann

Astronomin erklärt Himmelsphänomen

Kurz nachdem die Sonne heute untergeht, werden wir Zeuge eines Supermondes. Der Himmelskörper ist der Erde heute so nah wie sonst nie. Welchen Einfluss das auf uns und unsere Umwelt hat, erklärt Julia Weratschnig, Astronomin vom Haus der Natur.

Der Vollmond wird heute Nacht über Salzburg besonders gut zu sehen sein. Einerseits, weil das Wetter mitspielt und andererseits, weil er besonders groß und hell erscheinen wird. Tatsächlich ist unser Trabant der Erde aufgrund seiner elliptischen Umlaufbahn so nah wie sonst nie. Bei Mondaufgang gegen 22 Uhr ist der Himmelskörper „nur“ 357.517 Kilometer von der Erde entfernt. Darum spricht man gerne vom Supermond.

 

Supermond heute Nacht gut sichtbar

Bereits vor einem Monat gab es ein ähnliches Schauspiel zu beobachten. „Es ist eigentlich eine optische Täuschung, weil der Mond für uns im Sommer größer wirkt, da er am Horizont erscheint“, erklärt die Astronomin Julia Weratschnig vom Haus der Natur. Generell sei der wahrnehmbare Größenunterschied ohnehin nur schwer zu unterscheiden. „Einfach eine Euro- und eine zwei Euro-Münze in Armlänge in der Hand halten. So kann man zum Beispiel den Unterschied zwischen Neu- und Vollmond gut nachvollziehen“, gibt die Astronomin einen Tipp im Gespräch mit SALZBURG24.

Wenn ihr euch das Schauspiel bewusst ansehen möchtet, solltet ihr euch einen Platz suchen, an dem ihr freien Blick zum Horizont habt. Bei Sonnenuntergang kurz nach 21 Uhr werden dann im Osten die ersten Strahlen des Mondes zu sehen sein.

Mond hat kaum Auswirkungen auf Umwelt

Auch wenn der Himmelskörper heute Nacht besonders nah und hell sein wird, habe er auf unser allgemeines Leben keine Auswirkungen. Geschichten um schneller wachsendes Haar, Schlafstörungen oder hohe Geburtenraten seien eher Mythen. „Ich habe nur gehört, dass Schildkröten bei Vollmond besser schlüpfen sollen und so den Weg ins Meer leichter finden“, erzählt Weratschnig. Es könnte maximal sein, dass das extra Licht manchen Pflanzen schaden könnte. Aber diesen Stress würden Straßenlaternen auch auslösen. "Ein Kollege hat sich mal die Arbeit angetan, Unfallzahlen mit Mondphasen in Verbindung zu bringen. Das hat allerdings keine Ergebnisse gebacht."

 

Menschen orientieren sich an Mondphasen

Hinter all den Geschichten stecke viel Psychologie und falsche Wahrnehmung. „Ein Vollmond fällt einfach auf. Wenn an so einem Tag irgendwas passiert, bleibt das besser in Erinnerung“, versucht die Expertin von der Flachgauer Sternwarte am Haunsberg zu erklären. Früher waren die Mondphasen für Menschen wichtig für die Zeitnehmung. In diesem Zusammenhang blieben besondere Ereignisse wohl noch besser in Erinnerung, weil man sich ja daran orientiert hat.

Heute Nacht müsst ihr euch also nicht vor Werwölfen und Co fürchten, sondern könnt den Supermond in all seiner Pracht genießen.

(Quelle: SALZBURG24)

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