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Mögliche Risiken

Worauf ihr im Tattoo-Studio achten solltet

Tipps für frische Tätowierungen

Tattoo, Tätowierung, tätowiert, SB APA/AFP/Erika Santelices
Wie professionell ein Tattoo-Studio arbeitet, könnt ihr an konkreten Punkten erkennen. (SYMBOLBILD)

Wer Lust auf eine Tätowierung hat, der kann sich die Tinte unter die Haut in einem der 56 Tattoo-Studios im Land Salzburg stechen lassen. Wer sich verzieren lässt, muss vorher entsprechend über die Risiken aufgeklärt werden. Worauf ihr besonders achten solltet, zeigen wir hier auf.

"Es ist immer von Vorteil, wenn Ausbildungsnachweise und Zertifikate gut sichtbar im Tattoo-Studio zu sehen sind", erklärt Nina Rossin von der Wirtschaftskammer Salzburg gegenüber S24. Auch sollte man sich über den individuellen Stil des Tätowierers erkundigen und sich die Frage stellen, ob man das denn auch wirklich so möchte. "Gespräche mit anderen Kunden oder eine Internet-Recherche können hier hilfreich sein", rät Rossin.

 

Wie professionell ein Tattoo-Studio arbeitet, könnt ihr an folgenden Punkten erkennen:

  • Entsprechende kosmetische und medizinische Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • gut ersichtliche Zertifikate zu Hygiene- und weiteren absolvierten Fortbildungen
  • Berechtigung zum Ausführen des Gewerbes
  • Bei Minderjährigen muss eine Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten zwingend eingefordert werden

Aufklärung über Risiken im Tattoo-Studio

Laut einem Urteil des Obersten Gerichtshofs (OGH) aus dem Jahr 2018 muss das Personal eines Tattoo-Studios Kundinnen und Kunden ausreichend über allfällige Risiken aufklären, insbesondere über allergische und entzündliche Hautreaktionen.

Der OGH verwies darauf, dass bereits die Verordnung über Ausübungsregeln für das Piercen und Tätowieren durch Kosmetik-(Schönheitspflege)-Gewerbetreibende (BGBl II Nr 141/2003) den Tätowierer verpflichtet, den Kunden vor Erteilung dessen Einwilligung über die Risiken einer Tätowierung aufzuklären, heißt es auf der OGH-Homepage und weiter: "Nach § 2 Abs 3 dieser Verordnung hat eine Aufklärung insbesondere über die erforderliche Nachbehandlung der tätowierten Körperregion, mögliche unerwünschte Reaktionen nach Vornahme der Tätowierung wie allergische und entzündliche Reaktionen zu erfolgen." Mögliche Risiken einer allergischen und entzündlichen Hautreaktion müssen also zwingend abgeklärt werden. Nach gesicherter Rechtsprechung sei eine Einwilligung nur dann ausreichend, wenn der Kunde in der Lage ist, "die Risiken und die Tragweite des Eingriffs ausreichend zu überblicken", so der OGH. "Diese Grundsätze gelten allgemein und nicht nur für ärztliche Eingriffe."

Tipps für frische Tattoos

Nach einem frisch gestochenen Tattoo gibt es einiges zu beachten. Sonne, Solarium und Vollbäder sollten mindestens vierzehn Tage lang vermieden werden. Zudem sollten Tätowierungen anfangs nicht mit Seife in Berührung kommen und an der Wunde sollte nicht gekratzt werden. Die Haut über der frischen Tinte sollte mehrmals täglich eingecremt und desinfiziert werden.

(Quelle: SALZBURG24)

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