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Telefonbetrüger in Salzburg

Männer namens Erich im Fokus

Telefonbetrug APA/dpa/Julian Stratenschulte
In Salzburg wurden am Dienstag mehrere Fällen von versuchtem Telefonbetrug gemeldet.

Als falsche Polizisten versuchen derzeit wieder Telefonbetrüger in Salzburg ihr „Glück“. Im Visier der Kriminellen stünden in Salzburg aktuell Männer mit dem Namen Erich, informiert die Landespolizeidirektion. Sie geben vor, dass Angehörige in einen Unfall verwickelt oder verhaftet worden seien.

"Aktuell gibt es in der Stadt Salzburg wieder vermehrt Anrufe bei älteren Personen oder Paaren. Bislang blieb es beim Versuch, da die Betroffenen umgehend das Telefonat beendet und sich bei der Polizei gemeldet haben", teilt die Polizei Salzburg am Dienstag mit, "auffallend war bei den heutigen Anrufen, dass es sich bei vier angerufenen Personen um Männer mit dem Namen Erich gehandelt hat."

"Neffentrick"-Variante: So läuft der Betrug ab

Die unbekannten Täter würden sich als Polizisten ausgeben und vortäuschen, dass Familienmitglieder in einen Unfall verwickelt oder festgenommen worden seien. Um eine Haftstrafe zu vermeiden, müsse eine hohe Kaution in bar an einen Polizisten übergeben werden. Es handle es sich um eine Facette des bereits lange bekannten "Neffentricks". In Salzburg ist die Masche aber nicht neu. Im November des Vorjahres fiel eine 81-Jährige in der Stadt Salzburg auf den Trick herein und wurde mehrere Tausend Euro gebracht. Auch in Bayern wird aktuell vor der "Neffentrick"-Variante gewarnt.

Die Polizei ersucht die Bevölkerung, Angehörige oder bekannte ältere Personen über diese Art des Betruges zu informieren. Die Polizei rufe niemals bei Angehörigen an und fordere Geld, geschweige denn komme sie zu Privatpersonen nach Hause, um Geld oder Wertgegenstände abzuholen.

Tipps der Kriminalprävention:

• Brecht Telefonate, bei denen von Geldleistungen gefordert werden, sofort ab. Lasst euch auf keine Diskussionen ein und macht eurem Gegenüber entschieden klar, dass ihr auf keine der Forderungen/Angebote eingehen werden.
• Lasst euch, auch von Polizisten, im Zweifelsfall immer Dienstausweise zeigen.
• Falls Verwandte ins Spiel gebracht werden, kontaktiert diese, um die Echtheit eines vermeintlichen Vorfalls nachzuprüfen.
• Lasst niemanden in euer Haus oder eure Wohnung, den ihr nicht kennt. Verwendet zur Kontaktaufnahme die Gegensprechanlage oder verwendet die Türsicherungskette oder den Sicherungsbügel.
• Falls es zu einem Betrug gekommen ist, sind alle Informationen zum Täter besonders wichtig: Notiert Aussehen, Kleidung, Sprache, Autokennzeichen, Autofarbe etc.
Erstattet umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle.

(Quelle: SALZBURG24)

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