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300 Flüchtlinge werden aus Salzburger Internaten umquartiert

Derzeit befinden sich 3.200 Asylwerber im Bundesland Salzburg in der Grundversorgung. APA/Themenbild
Derzeit befinden sich 3.200 Asylwerber im Bundesland Salzburg in der Grundversorgung.

Rechtzeitig vor Schulbeginn (14. September) müssen all jene Flüchtlinge in Salzburg umquartiert werden, die über die Sommerferien in Schulinternaten untergebracht wurden. Von den 460 betroffenen Asylwerbern sind schon 160 umgezogen, die übrigen erhalten bis Anfang September eine neue Bleibe in der Landeshauptstadt, im Flachgau, Lungau, Pongau und Tennengau.

"Es werden ausreichend Plätze geschaffen", hieß es am Mittwoch aus dem Büro von Asyl-Landesrätin Martina Berthold (Grüne). Die Logistik und die Abwicklung der Überstellung der verbliebenen rund 300 Flüchtlinge übernehme das Rote Kreuz, erklärte ein Sprecher von Berthold auf Anfrage der APA.

Caritas, Rotes Kreuz & Diakonie kümmern sich um Flüchtlinge

Betreiber der neuen Quartiere seien die Caritas, das Rote Kreuz und die Diakonie. Damit alle über den Sommer interimistisch untergebrachten Flüchtlinge einen Platz bekommen, werden auch bestehende Quartiere aufgestockt. Eine neue Unterkunft befindet sich in einem Firmengebäude in der Münchner Bundesstraße in der Stadt Salzburg, sie bietet Platz für rund 60 Personen.

Bis zu 80 Flüchtlinge nach Eugendorf

Jeweils 15 Personen werden in den Gemeinden Oberalm, Elixhausen und Tenneck untergebracht. Im Gebäude der Wildbach- und Lawinenverbauung in Eugendorf sollen zunächst 60 und dann bis zu 80 Personen aufgenommen werden.

Kirche stellt befristete Unterkunft in Obertauern

In Obertauern stellt die Erzdiözese Salzburg ein Übergangsquartier für 80 Asylsuchende im Jugendgästehaus Bergheim mit Anfang September zur Verfügung. Die Unterkunft ist allerdings bis 10. November befristet, weil das Heim wieder für die Unterbringung von Schulklassen benötigt wird, die einen Skikurs absolvieren. Die Flüchtlinge sollen dann nach Tamsweg umziehen, wo eine Unterkunft auf einer Containerfläche in einem Gewerbegebiet geplant ist.

Land Salzburg sucht größere Quartiere

Die Umsiedelung der Asylwerber erfolge in den kommenden Tagen, lautete es aus dem Büro der Landesrätin. Parallel dazu bemühe sich das Land weiterhin, neue und größere Quartiere zu finden. In Seekirchen beispielsweise sollen bis zum Spätherbst Holzhäuser für insgesamt 76 Flüchtlinge errichtet werden. Derzeit befinden sich 3.200 Asylwerber im Bundesland Salzburg in der Grundversorgung. Seit Anfang Juni sind laut Büro Berthold 1.200 Plätze geschaffen worden. Die Landes-Quote betrage derzeit 105,4 Prozent.

 

(APA)

(Quelle: S24)

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