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Abschiebung einer Türkin mit Baby in Salzburg derzeit "kein Thema"

Der Türkin, die mit einem Österreicher verheiratet ist, droht derzeit keine Abschiebung. Bilderbox/Symbolbild
Der Türkin, die mit einem Österreicher verheiratet ist, droht derzeit keine Abschiebung.

Der Protest der Salzburger Plattform für Menschenrechte ist offenbar doch auf offene Ohren gestoßen: Die Ausweisung einer türkischen Mutter eines zwei Monate alten Babys aus dem Bezirk Hallein ist vorerst auf Eis gelegt worden.

"Die Abschiebung ist derzeit kein Thema", sagte Landesrätin Tina Widmann (V) am Dienstag zur APA.

Abschiebung auf "Eis gelegt"

Sie habe Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (V) heute den Fall telefonisch dargelegt, und diese habe die Causa zur Kurzprüfung an ihr Ministerium weitergeleitet. In einem Rückruf sei ihr dann ausgerichtet worden, dass Möglichkeiten nach dem Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz gesehen werden und die Betroffene vielleicht doch hierbleiben könne, sagte die Integrations-Landesrätin. "Es wäre ein Wahnsinn, wenn das nicht positiv ausgeht."

Tochter ist Österreicherin

Die Frau hatte am vergangenen Freitag die "Information über die Verpflichtung zur Ausreise" erhalten. Sie ist mit einem Österreicher verheiratet. Ihre zwei Monate alte Tochter besitzt ebenfalls die österreichische Staatsbürgerschaft. Die Plattform für Menschenrechte forderte einen sofortigen Abschiebestopp. Die Aktivisten orteten in dem Abschiebe-Bescheid, der sich gegen die Mutter richtet, einen Verstoß gegen das Menschenrecht des betroffenen Kindes auf Wohlergehen und Familienleben.

(APA)

(Quelle: S24)

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