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AK: Bildung ist Turbo für Einkommen und Zufriedenheit

Bildung wirkt sich entscheidend auf das gesamte Leben aus. APA/HANS KLAUS TECHT
Bildung wirkt sich entscheidend auf das gesamte Leben aus.

Beim aktuellen Arbeitsklima-Index der Arbeiterkammer (AK) wird deutlich: Bildung beeinflusst Einkommen, Zufriedenheit und gesellschaftliche Stellung mehr als jeder andere Faktor. Besonders dramatisch seien die Unterschiede zwischen Menschen, die eine Pflichtschule absolviert haben und Hochschulabsolventen.

Der Schulbeginn steht für viele junge Salzburgerinnen und Salzburger vor der Tür –am BFI und anderen Institutionen beginnt im September der Herbst mit vielen Angeboten. Nach dem Sommer geht es also wieder stärker um Wissen und die Weiterentwicklung der eigenen Fertigkeiten. Grund genug für die Experten der AK, eine Sonderauswertung des Arbeitsklima Index mit dem Schwerpunkt Bildung vorzunehmen.

Dabei zeigt sich für 2014 wie auch in den Jahren davor: Bildung und die Zufriedenheit bei der Arbeit sind eng verbunden. Je höher der eigene Bildungsabschluss, desto wohler fühlt man sich in der Regel bei der Arbeit.

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Kaum Aufstiegschancen für Pflichtschulabsolventen

Besonders die dramatischen Unterschiede zwischen Menschen mit der Pflichtschule als höchstem Abschluss und Hochschulabsolventinnen geben zu denken: Neunzehn Punkte liegen auf der Arbeitszufriedenheits-Skala dazwischen. Das kommt vor allem durch die eklatant schlechtere Einschätzung der eigenen Karriere, also der Aufstiegs-,  Entwicklungs-, und Weiterbildungsmöglichkeiten durch Beschäftigte mit Pflichtschule.  Auch deutliche Unterschiede beim Bereich „Optimismus für die Gesellschaft“ und dem eigenen Status in dieser spielen eine große Rolle.

Mehrwert bei Pflichtschule mit Lehre

„Im Gegensatz zu früheren Erhebungen zeigt sich im aktuellen Arbeitsklima-Index besonders der Mehrwert einer Pflichtschule mit Lehre gegenüber reinen Pflichtschul-Absolventen. Er macht acht Punkte aus“, sagt Tobias Hinterseer, der den Arbeitsklima Index für die Arbeiterkammer Salzburg auswertet. Diese bildungsbezogene Zufriedenheitskluft schlägt sich auch auf die berufliche Position nieder: Hilfsarbeiter haben den höchsten Pflichtschul-Anteil und sind am unzufriedensten. Beschäftigte in Bereichen mit einem hohen Matura- und Hochschulanteil – ein Beispiel ist der öffentliche Dienst - sind weitaus zufriedener.

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Bildung ist wesentlichster Faktor für Lebenszufriedenheit

Es wundert also nicht, dass die Bildung einen starken Einfluss speziell auf die Arbeitszufriedenheit hat. Rund 40 Prozent der Beschäftigten mit Matura oder Hochschulabschluss vergeben die Noten Eins und Zwei auf der fünfstufigen Skala von „sehr“ bis „gar nicht zufrieden.“ Aber nicht mal zehn Prozent der Pflichtschul-Absolventen. Nur neun Prozent davon würden wieder diese Stelle wählen. Bei Pflichtschul-Absolventen mit Lehre sind es schon 20 Prozent – mit Matura oder Hochschule sogar 30 Prozent. „Je niedriger der Bildungsabschluss desto schlechter die Einschätzung der eigenen Entwicklungs- und Karrierechancen. Das wirkt sich auch auf die Lebenszufriedenheit aus: Nur 27 Prozent mit maximal Pflichtschule sind mit ihrem Leben sehr zufrieden oder zufrieden. Mit Matura oder Hochschule sind es 70 Prozent“, sagt Tobias Hinterseer.

„Im Gegensatz zu früheren Erhebungen zeigt sich im aktuellen Arbeitsklima Index besonders der Mehrwert einer Pflichtschule mit Lehre gegenüber reinen Pflichtschul-Absolventen. Er macht acht Punkte aus“, sagt Tobias Hinterseer, der den Arbeitsklima Index für die Arbeiterkammer Salzburg auswertet. Diese bildungsbezogene Zufriedenheitskluft schlägt sich auch auf die berufliche Position nieder: Hilfsarbeiter haben den höchsten Pflichtschul-Anteil und sind am unzufriedensten. Beschäftigte in Bereichen mit einem hohen Matura- und Hochschulanteil – ein Beispiel ist der öffentliche Dienst - sind weitaus zufriedener.

Wenig schulische Kenntnisse bedeuten Gefahr von Armut

Im Endeffekt stellen Bildung, Zufriedenheit und Einkommen ein Dreieck dar: Denn auch das Gehalt wird durch die Bildung geprägt: 70 Prozent mit Hochschulabschluss oder Matura sind damit zufrieden. Aber nur 17 Prozent jener mit maximal Pflichtschul-Abschluss. Je geringer die Schulbildung, desto größer auch die Angst, dass das Einkommen die Bedürfnisse nicht decken kann. Wenig Bildung bedeutet oft Armutsgefährdung, so der Umkehrschluss.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 16.04.2021 um 11:51 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/tennengau/ak-bildung-ist-turbo-fuer-einkommen-und-zufriedenheit-48145078

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