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Arbeitslosigkeit in Salzburg leicht angestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Salzburg im Vergleich zum Vorjahr um 114 Personen oder plus 1,2 Prozent auf 9.559 Arbeitsuchende gestiegen.

Der leichte Zuwachs liegt damit unter dem bundesweiten Wert von plus 1,9 Prozent. Gleich geblieben ist dagegen die Arbeitslosenquote. Bei einsetzender Saisonarbeitslosigkeit liegt Salzburg nun mit 3,8 Prozent (nach nationaler Berechnungsmethode) knapp hinter Oberösterreich auf dem zweiten Platz im Ranking der österreichischen Bundesländer. Die Anzahl der Schulungsteilnahmen ist mit plus zwanzig Personen auf 2.787 nahezu gleich geblieben. Mit plus 1,4 Prozent bei arbeitslosen Frauen und plus einem Prozent bei arbeitslosen Männern verläuft die Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach dem Geschlecht einigermaßen ausgeglichen. Unterschiedlich entwickelt sich dagegen die Arbeitslosigkeit bei den Altersgruppen. Während die Zahl der arbeitsuchenden Personen bis einschließlich 24 Jahre mit einem Minus von 3,1 Prozent überdurchschnittlich gesunken ist, musste bei Personen ab 50 Jahre ein Zuwachs von 7,9 Prozent verzeichnet werden. Das Arbeitsmarktservice Salzburg wird laut seinem Landesgeschäftsführer Siegfried Steinlechner „weiterhin den Fokus auf die Ausbildung Jugendlicher richten, daneben aber auch verstärkt einen Schwerpunkt der Arbeitsmarktförderung der Beschäftigung Älterer widmen“. Die gegenwärtige Situation auf dem Salzburger Arbeitsmarkt könne man, so Steinlechner, als Stagnation charakterisieren, die lang anhaltende Phase des Abbaus der Arbeitslosigkeit dürfte aber gestoppt sein. Bei den Wirtschaftszweigen ist die Arbeitslosigkeit bei der Warenherstellung mit einem Minus von 4,6 Prozent weiterhin rückläufig. Auch der Handel verzeichnet einen Rückgang um 3,2 Prozent. Um 15 Prozent gestiegen ist dagegen die Arbeitslosigkeit im Sozialwesen. Der Zuwachs im Bereich des Beherbergungs- und Gastronomiewesens um 2,8 Prozent ist laut AMS auch eine Folge des hohen Beschäftigungsstandes, der sich nun im Saisonauslauf als gesteigerte Arbeitslosigkeit bemerkbar macht.   Sehr günstig präsentiert sich die Situation auf dem Lehrstellenmarkt: Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist um 17,1 Prozent auf 319 Personen gesunken, die der sofort verfügbaren offenen Lehrstellen um 19,9 Prozent auf 933 gestiegen. Selbst wenn man den überproportional hohen Anteil der Fremdenverkehrslehrstellen herausrechnet, steht den lehrstellensuchenden Jugendlichen ein Überhang an Lehrstellenangebot zu Verfügung. Kein einheitlicher Trend ist aus der Bezirksstatistik erkennbar: bei relativ niedrigen absoluten Veränderungszahlen ergeben sich im Pongau (-5,2%) und im Tennengau (-2,5%) sinkende Arbeitslosenzahlen, während der Lungau (+4,6%), der Flachgau mit der Landeshauptstadt (+3,2%) und der Pinzgau (+2,1%) Zuwächse verzeichnen. Die Zahl der dem AMS zur Besetzung gemeldeten offenen Stellen bewegt sich mit 2.956 auf hohem Niveau, ist allerdings im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent gesunken.
(Quelle: S24)

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