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Quarantäne im KH Hallein

Drei Pfleger positiv auf Covid-19 getestet

Bereits 336 Infizierte in Salzburg, darunter Arzt im Pongau

Nachdem drei Pfleger im Krankenhaus Hallein positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, ist das Spital am Sonntagnachmittag unter Quarantäne gestellt worden. "Es sind 26 Patienten und rund 30 Mitarbeiter direkt betroffen, deshalb haben wir die Maßnahmen getroffen", sagte der Salzburger Gesundheitslandesrat Christian Stöckl (ÖVP) am Sonntagnachmittag bei einem Videopressegespräch. Indes meldet das Land Sonntagabend 336 Infizierte in Salzburg. Im Großarltal ist ein Arzt erkrankt.

Hallein

Es gebe den Verdacht, dass sich auch weitere Mitarbeiter und Patienten angesteckt haben könnten. Deshalb wurde das Krankenhaus unter Quarantäne gestellt. Die insgesamt 60 Patienten, die derzeit im Krankenhaus Hallein liegen, können vor Ort weiter betreut werden, versicherte der Gesundheitslandesrat.

Keine neuen Patienten in Hallein aufgenommen

Es werden keine neuen Patienten mehr aufgenommen, auch die Ambulanz ist geschlossen. Ausgenommen von der Quarantäne sei nur die Geburtshilfe. "Die offene Abteilung wird abgeschirmt und geschützt", betonte Stöckl.

30 Mitarbeiter als Kontaktpersonen betroffen

Von den insgesamt 337 Spitalmitarbeitern sind laut ersten Informationen rund 30 Mitarbeiter der internistischen Abteilung als Kontaktpersonen direkt betroffen. Sie werden nun zuhause unter Quarantäne gestellt. Die restlichen Mitarbeiter dürfen normal nach ihrem Dienst nach Hause gehen. "Je mehr Mitarbeiter in Quarantäne geschickt werden, desto größer ruht die Last auf den Personen, die noch im Einsatz sind", sagte Landeshauptmannstellvertreter Stöckl.

Zusammenarbeit der Spitäler "vorbildlich"

Die Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich sei aber im gesamten Bundesland vorbildlich. Die medizinischen Einrichtungen würden sich gegenseitig aushelfen. So würden etwa in den Kur- und Rehazentren Betten für Corona-Patienten bereit stehen. Am Montag werde zudem mit den Arbeiten im Messezentrum begonnen, wo in zwei Wochen bis zu 700 Betten zur Verfügung stehen sollen.

Mehr Corona-Test in Salzburg möglich

Am Wochenende konnten zudem die Testkapazitäten für Coronavirus-Infektionen in Salzburg erhöht werden. Am Sonntag wurde eine vierte Drive-in-Station für Tests in Salzburg Süd in Betrieb genommen. Seit Freitag wertet auch ein privates Labor in der Stadt Salzburg Proben aus. "Wir haben gesehen, dass es notwendig ist, die Anzahl der Tests zu erhöhen. Da gab es einen Flaschenhals im Labor", sagte Stöckl. Deshalb wurde das private Labor zugezogen. So können seit dem Wochenende insgesamt 500 Tests pro Tag ausgewertet werden, zuvor gab es in Salzburg rund 300 Tests täglich.

Coronavirus: Viele Ärzte melden sich freiwillig

Viele Ärztinnen und Ärzte hätten sich gemeldet, um als Epidemieärzte in den Gesundheitsämter tätig zu werden und medizinische Gutachten zu erstellen, sagte der Gesundheitslandesrat. "So soll die Wartezeit auf die Testergebnisse verkürzt werden." Flächendeckende Tests eines gesamten Bezirks hält Stöckl nicht für sinnvoll, denn es verbreite eine falsche Sicherheit. Die Tests würden nur gemacht werden, wenn es Symptome gebe und es entweder Kontakt mit einem positiv Getesteten gab oder jemand in einem Risikogebiet war.

Seit Sonntag gibt es in Salzburg auch ein mobiles Ärzteteam für positiv getestete Menschen, die zuhause unter Quarantäne sind und die Krankheit auskurieren. Über den Kontakt zum Hausarzt kann dieses Team angefordert werden. Ein Sanitäter und ein Arzt, ausgestattet mit medizinischen Schutzmaterial, kommen dann zu den Patienten nach Hause.

Schneller Anstieg: Über 330 Infizierte in Salzburg

Bis Sonntagabend (Stand, 18.30 Uhr) wurden im Land Salzburg 336 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. 327 davon halten sich im Bundesland auf. Grund für die stark angestiegenen Zahlen (204 Infizierte wurden bis Samstagabend gezählt) seien unter anderem die größere Laborkapazitäten sowie mehr Abstriche durch die vierte Drive-in-Station in Salzburg-Süd, heißt es von Seiten des Landes.

Unter den positiv getesteten sei außerdem ein Arzt im Großarltal. Die medizinische Versorgung der Bevölkerung, die seit Mittwoch dieser unter Quarantäne steht, sei aber laut Bezirkshauptmann Harald Wimmer gesichert. Es befindet sich ein zweiter Arzt im Großarltal und es wird versucht, einen weiteren Arzt zur Unterstützung zu bekommen.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 10.05.2021 um 03:50 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/tennengau/covid-19-quarantaene-im-krankenhaus-hallein-336-infizierte-in-salzburg-85235857

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