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Katzenbaby auf Autobahn-Raststation Golling ausgesetzt

Kater "Tornado" hat mittlerweile eine neue Familie gefunden. Pfotenhilfe/Sonja Müllner
Kater "Tornado" hat mittlerweile eine neue Familie gefunden.

Auf der Autobahn ausgesetzt zu werden gehört wohl zu den grausigsten Taten, die man Tieren antun kann. Aber genauso erging es dem nur wenige Wochen alten Kater Tornado, der auf der Raststation Golling (Tennengau) an der Tauernautobahn (A10) ausgesetzt wurde.

Neben einem Müllcontainer irrte der junge Kater herum und wurde gerade noch rechtzeitig gefunden und auf den Tierschutzhof Pfotenhilfe ins oö. Lochen (Bezirk Braunau) gebracht, bevor er womöglich von einem Auto oder Lkw überfahren worden wäre.

"Gefühlskälte der Menschen kennt keine Grenzen"

In diesen Sommerferien wurden nach Angaben der Pfotenhilfe so viele Tiere zurückgelassen, vergessen, ausgesetzt und verstoßen, wie schon viele Jahre nicht mehr. "Die Gefühlskälte der Menschen kennt keine Grenzen, wenn es darum geht ein lästig gewordenes Tier loszuwerden", klagt Geschäftsführerin Johanna Stadler. "Dieses Jahr wurden Tiere auch an den unmöglichsten Plätzen ausgesetzt: in Kartons, auf Raststationen, mitten im Wald, in Plastiksackerln, in und neben Mülltonnen. Besonders erschüttern mich aber auch Fälle wie der, als zu Ferienbeginn ein Hund bei uns abgegeben wurde, weil er ‘nicht funktioniert‘ habe, und die Familie kurz danach von einem Züchter einen neuen Welpen gekauft hat."

Pfotenhilfe appelliert an Tierbesitzer

Hunderte Nachrichten, dass Menschen "schweren Herzens" ihre Vierbeiner möglichst ohne Kosten irgendwohin abschieben wollen, einfach weil sie sie nicht mehr haben möchten, erreichten die Pfotenhilfe.  "Für Tornado gibt es nun aber ein Happy End: eine liebevolle Familie mit Katzengesellschaft hat den roten Babykater zu sich genommen."

Die Pfotenhilfe erinnert in dem Zusammenhang auch wieder an die gesetzliche Kastrationspflicht, gemäß der es Tornado und alle anderen ungewollten Katzenbabys gar nicht geben dürfte. Tiere auszusetzen ist kein Kavalierdelikt. Laut Strafgesetzbuch §222 ist es mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe bedroht.

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