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Martin Matthias Kaindl mit Großem Ehrenzeichen des Landes Salzburg ausgezeichnet

Martin Matthias Kaindl wurde am Dienstag in der Alten Residenz in Salzburg geehrt. Land Salzburg/Sabine Bauer
Martin Matthias Kaindl wurde am Dienstag in der Alten Residenz in Salzburg geehrt.

Martin Matthias Kaindl ist eine der herausragenden Unternehmerpersönlichkeiten Salzburgs, welche die Geschicke des heimischen und angestammten Familienunternehmens seit mehr als 70 Jahren maßgeblich mitbestimmt. Für seine verdienstvollen Leistungen zum Wohl des Landes zeichnete ihn Landeshauptmann Wilfried Haslauer am Dienstag mit dem Großen Ehrenzeichen des Landes Salzburg aus.

"Sie haben sich stets zum Wirtschaftsstandort Salzburg bekannt und sich auch in Zeiten, in denen Ihr Unternehmen teil heftiger und auch unfairer Kritik ausgesetzt war, immer zu Salzburg bekannt. Ich darf Ihnen das wirklich hoch anrechnen und herzlich Dank dafür sagen", so Haslauer in seiner Laudatio bei der Verleihung in der Alten Residenz.

Anfänge im Jahr 1897 in Lungötz

Das Unternehmen Kaindl begann 1897 in Lungötz (Tennengau) als Sägewerk und Holzfachbetrieb. Die Kronospan Unternehmensgruppe Kaindl hat sich inzwischen zu einem der weltweit größten Produzenten von Spanplatten und Fußböden entwickelt. Verarbeitet wird ausschließlich Holz aus der Region. Allein in den Stammwerken Lungötz und Wals-Siezenheim (Flachgau) erwirtschaftet Kaindl mit mehr als 800 Mitarbeitern einen Umsatz von 467 Millionen Euro. "Neben den imponierenden Wirtschaftsdaten der Kronospan-Unternehmensgruppe Kaindl, die heute in Österreich und zahlreichen europäischen Niederlassungen vertreten ist, sind unter anderem auch die Umweltschutzinitiativen des Unternehmens von großer Bedeutung und beispielgebend", so der Landeshauptmann. Seit 2003 wurde der Cargo-Shuttle Service in Betrieb genommen – als eine Zugverbindung zwischen den Werken in Wals-Siezenheim und Lungötz - und damit der Großteil des Werkverkehrs auf die Schiene verlagert.

Martin Matthias Kaindl wurde am 31. Mai 1927 in Hüttau (Pongau) in den elterlichen Betrieb Kaindl förmlich hineingeboren und übernahm bereits nach der Ablegung der Reifeprüfung in jungen Jahren verantwortungsvolle Aufgaben. Sein Lebenswerk wird heute generationenübergreifend durch seinen Sohn Peter Kaindl und die drei Enkelkinder Matthias, Tina und Peter weitergeführt und ausgebaut.

Zahlreiche Ehrungen für Martin Matthias Kaindl

Kaindl war von 1983 bis 2016 Honorarkonsul des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland in Salzburg. Durch seinen Funktion als britischer Konsul hat er die wirtschaftlichen und kulturellen Kontakte weiter gefördert und vertieft, zahlreiche informelle Besuche der britischen Premierministerin Maggie Thatcher auf Gut Imlau waren Höhepunkt der diplomatischen Beziehungen. 1987 wurde Kaindl der Berufstitel Kommerzialrat verliehen, 1995 das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich sowie der Umweltpreis des Landes Salzburg, 1997 das Goldene Ehrenzeichen des Landes Salzburg und 2004 die englische Auszeichnung "Order of the British Empire".

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