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Nach Vergiftungssymptome: Dänische Schüler in Salzburg wieder wohlauf

Die acht dänischen Schüler im Alter von zwölf bis 14 Jahren, die am Donnerstag nach einer Wanderung im Salzburger Tennengau mit Vergiftungssymptomen in zwei Krankenhäuser gebracht worden waren, haben sich am Freitag auf dem Weg der Besserung befunden.

Die erste Vermutung von Einsatzkräften, wonach es sich um eine Kohlenmonoxidvergiftung handeln könnte, bestätigte sich nicht. "Die Kinder hatten einen Sonnenstich, sie hatten zu wenig Wasser getrunken. Ihnen geht es jetzt wieder gut", sagte die Sprecherin der Salzburger Landeskliniken, Mick Weinberger, zur APA.

Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen

Insgesamt 28 Schüler und drei Betreuer einer Reisegruppe aus Dänemark machten in St. Koloman Urlaub. Bei der Heimfahrt von einer Wanderung am Trattberg traten bei einigen Kindern im Bus Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen auf, einige litten an Erbrechen, eine Schülerin wurde sogar bewusstlos. Da die Symptome auf eine Kohlenmonoxidvergiftung hinwiesen, seien im Bus und auch im Gasthof Alpenrose, wo die Reisegruppe untergebracht war, diesbezüglich Messungen durchgeführt worden, erklärte Gerhard Schönleitner von der Bezirkshauptmannschaft Hallein. Das Ergebnis war allerdings negativ. Im Laufe des Abends wurde dann ein Sonnenstich als Krankheitsursache vermutet.

Großaufgebot an Rettungskräften kümmert sich um Schüler

Ein Großaufgebot an Rettungskräften kümmerte sich beim Gasthof Alpenrose um die erkrankten Schüler. Es wurde auch das Kriseninterventionsteam eingeschaltet. Sieben Dänen wurden ins Kinderspital der Landeskliniken in die Stadt Salzburg gebracht. Die bewusstlose Schülerin wurde über Nacht im Krankenhaus Schwarzach im Pongau betreut. Bei den restlichen 20 Schülern wurde vorsorglich das Blut im Kinderspital untersucht, sie durften noch am Abend in ihr Quartier zurück - ebenso eines der sieben erkrankten Kinder, die schon zuvor ins Kinderspital gebracht worden waren.

Verdacht auf Vergiftung nicht bestätigt

Am Freitag werden laut Spitalsprecherin Weinberger auch die anderen sechs Patienten das Kinderspital verlassen. "Sie sind wohlauf und quietschlebendig." Es liege kein toxikologischer Befund vor, der Verdacht auf eine Vergiftung habe sich daher nicht bestätigt. Bei der Schülerin, die im Krankenhaus Schwarzach medizinisch versorgt wurde, stellten die Ärzte "eine Kombination aus Sonnenstich und Überanstrengung" fest, erläuterte am Freitagvormittag Kliniksprecher Karl Söllhammer. "Sie ist jetzt in einem guten Allgemeinzustand." Beim Wandern sollte man viel Wasser trinken und auch eine Kopfbedeckung tragen, lautete der Rat der Ärzte im Salzburger Kinderspital. (APA)
(Quelle: S24)

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