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Pass Lueg

Neue Mega-Brücke eingehoben

Nach monatelanger Vorarbeit konnte Freitagnachmittag am Pass Lueg (Tennengau) das zweite der beiden neuen ÖBB-Brückentragwerke über die Salzach eingehoben werden. Ein 670 Tonnen schwerer Spezialkran setzte das neue Bauwerk millimetergenau ab.

Mit einem spektakulären Höhepunkt ging trotz schwieriger Windverhältnisse die Brückenerneuerung der ÖBB am Pass Lueg in die finale Phase. Nachdem die alte Eisenbahnbrücke am Mittwoch ausgehoben und abtransportiert wurde, konnte die neue und moderne Stahlkonstruktion nun über die Salzach mittels Spezialkran in Millimeterarbeit an ihren endgültigen Einsatzort gehoben werden.

Schwierige Arbeiten am Pass Lueg

Das Tragwerk der Salzachbrücke ist 70 Meter lang, zehn Meter hoch und wiegt 350 Tonnen. Im Vorfeld wurden bereits die Widerlager, auf denen die Brücke aufliegt, komplett erneuert. Bereits im Vorjahr wurde das Tragwerk für das erste der beiden Streckengleise in diesem Bereich der Tauernstrecke ausgetauscht.

"Der Bau war allein aufgrund der Platzverhältnisse in der Schlucht eine Herausforderung und wurde durch ein starkes Team und verlässliche Partner perfekt umgesetzt", erklärt Projektleiter Christian Höss. Für die Erneuerung der beiden Brücken und der angrenzenden Lawinengalerie investieren die ÖBB rund 11,5 Millionen Euro.

Millimeter- und minutengenaue Arbeiten

Das neue Brückentragwerk wurde wegen der Platzverhältnisse in der Schlucht rund 300 Meter vom endgültigen Brückenstandort entfernt zusammengebaut. Vor den Arbeiten mit dem 670 Tonnen schweren Kran musste die Fachwerkskonstruktion aus Stahl mit einem Spezialtransporter über die B159 zur Brückenbaustelle gefahren werden. Auch der Platz für den beeindruckenden Raupenkran musste bereits im Vorjahr vorbereitet werden – das Fundament musste bei den Hubarbeiten einem Gesamtgewicht von über 1.000 Tonnen standhalten.

Bereits im Vorjahr wurde das erste der beiden Brückentragwerke über die Salzach erfolgreich ausgetauscht. Auch damals wurden die Arbeiten auf den Millimeter, und um den laufenden Bahnbetrieb am Nebengleis nicht zu beeinträchtigen, minutengenau fertiggestellt. Wegen schwieriger Windverhältnisse konnte erst das dritte Zeitfenster für die Arbeiten genutzt werden.

Erste Test-Züge fahren Ende November

Der erste Zug wird Ende November nach einem Belastungstest über die neue Brücke fahren können. Davor werden darauf die neuen Gleisanlagen verlegt. Eine weitere, aber mittlerweile gewohnte Herausforderung für die Experten der ÖBB: Das Gleis verläuft aufgrund der Gegebenheiten der Strecke auf der Brücke in einem leichten Bogen. Alle Schwellen müssen deshalb extra angepasst werden und die Schienen mit viel Aufwand und teilweise in Handarbeit verlegt werden. Die Bauarbeiten in diesem Abschnitt werden von den ÖBB gleich für ein weiteres Projekt genutzt. Während der Brückenbauarbeiten finden bis Ende November auch gleich im angrenzenden Ofenauer Tunnel Sanierungsarbeiten statt.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 09.12.2019 um 06:37 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/tennengau/pass-lueg-neue-350-tonnen-bruecke-in-position-78571936

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