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Ratter-Ratter-Bing-Bahn

Kuchler bauen Holzspielzeug für die Ewigkeit

Romanswerk setzt auf Kreativität und Nachhaltigkeit

Roman Ulrich erschafft in Kuchl (Tennengau) Holzspielzeuge in Handarbeit. Seine Frau Nicole trägt ihren Beitrag zu "Romanswerk" bei und so entstehen kreative und nachhaltige Spielideen. Die Inspiration für "Filzi" und Co liefert meist Tochter Greta. Wir haben das "Familienunternehmen" getroffen, um über den langen Weg vom Rohstoff Holz bis zum fertigen Spiel zu sprechen.

Kuchl

„Es schlummert was in mir“, dachte sich Roman Ulrich als er im Jahr 2015 auf die Idee kam, in seiner Werkstatt in Kuchl (Tennengau) Holzmöbel zu bauen. Eigentlich überraschend, da der Kärntner gelernter Maschinenschlosser ist und danach 20 Jahre als Sozialarbeiter gearbeitet hat. „Aber ich dachte, dass ich nochmal etwas in meinem Leben machen muss“, erzählt der 46-Jährige im Gespräch mit SALZBURG24. Und sein Weg sollte sich nochmals geringfügig ändern. Denn mit seiner Idee, eine Schleuder herzustellen, öffneten sich die Türen in viele Kinderzimmer. Seitdem baut das „Romanswerk“ Holzspielzeug.

Alles begann mit einer Schleuder

„Ich habe als Kind immer schon gerne mit Schleudern gespielt, konnte aber nichts Ordentliches finden“, erinnert sich Ulrich. Also baute er sich selbst eine. Der Rest ist Geschichte. „Filzi“ ist seitdem der Bestseller von „Romanswerk“. Bestückt wird die Schleuder mit Filzkugeln, statt Steinen. „Es geht darum, Ziele zu treffen und nicht zu schießen“, erklärt der Handwerker. Spezielle, kindergerechte Ziele dafür hat er ebenfalls entwickelt. „Filzi wird zum Beispiel in der Therapie eingesetzt, aber auch viele Väter, Großväter und Leute aus Großraumbüros kaufen es“, schmunzelt der Kärntner. Immerhin zirka 1.000 Stück würden pro Jahr gekauft.

 

Das Eine führt zum Anderen

„Unsere Tochter Greta hat immer die Filzkugeln überall reingestopft“, erinnert sich Romans Frau Nicole. So kam die Psychologin auf eine neue Spielidee, das Farbenspiel. Dabei handelt es sich um ein Brett mit Mulden für bunte Filzkugeln. Eine Vorgabe oder Anleitung wie damit gespielt werden soll gibt es nicht. Es sei frei, kreativ und ohne Regeln. Das ist auch der rote Faden, der sich bei den Spielzeugen des Ehepaars durchzieht. Belohnt wurde die Idee durch das renommierte „spiel gut“-Siegel. Auch der deutsche Waldorfshop hat die Spielzeuge von „Romanswerk“ bereits im Sortiment.

Sonst verkaufen Nicole und Roman ihre Arbeit „ab Hof“, in lokalen Geschäften oder auch an ihrem Stand am Hellbrunner Adventzauber.

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Nachhaltigkeit wird Großgeschrieben

Besonderen Wert legen die beiden auf die Auswahl der Roh- und Werkstoffe. „Es ist uns ganz wichtig, dass alles plastikfrei ist und weder Strom noch Batterien braucht. Wir verwenden zum Beispiel auch recycelte Kartons für den Versand und keine Lacke, nur Öle“, stellt Ulrich klar. Das Holz wird direkt in Kuchl zugekauft.

 

„Romanswerk“ baut für die Ewigkeit

Besondere Freude haben beide am Werkstoff Holz. „Holz ist naturverbunden, qualitätsvoll und ehrlich. Die Menschen können nachvollziehen, woher es kommt“, schwärmt der Wahl-Kuchler. Den wachsenden Trend bzw. die Nachfrage nach Holzprodukten haben die beiden schon mitbekommen. „Unser Spielzeug passt zufällig zum Trend“, so die Psychologin.

Gerade die besondere Haptik von Holz gebe den Spielzeugen den wichtigen letzten Schliff. „Es ist wichtig, dass Dinge etwas wert sind. Nicht, dass sie viel kosten, sondern Wert besitzen“, erklärt Roman Ulrich seinen Ansatz. „Mein Spielzeug ist gebaut für die Ewigkeit“. Wenn etwas kaputtgeht oder Kunden unzufrieden sind, würde es sofort umgetauscht.

„Spielzeugbau ist der Weg des Scheiterns“

Weitere Ideen für Spiele haben Nicole und Roman bereits in der Schublade. Das muss aber nicht heißen, dass sie sofort umgesetzt werden. „Spielzeugbau ist der Weg des Scheiterns. Manchmal scheitert man besser, aber auf jeden Fall so lange, bis man am Ende zufrieden ist“, erklärt der 46-Jährige den Prozess. Die Ideen bringe meist seine Frau ein, er versuche sie umzusetzen. Und als Inspiration fungiert in den meisten Fällen die gemeinsame Tochter Greta.

Bestellungen, die bis Dienstag Vormittag (21. Dezember 21) bei uns ankommen, werden euch sicher noch bis Weihnachten erreichen. www.romanswerk.at

Gepostet von Romanswerk am Mittwoch, 15. Dezember 2021

„Es passiert einfach. Wir beobachten die Kinder beim Spielen, so entstehen die Ideen“, erklärt die 39-Jährige. Den Anstoß für die „Ratter-Ratter-Bing-Bahn“ gab etwa die Mutter einer blinden Kindergartenfreundin von Greta. „Es gibt so wenig Spielzeug für sehbehinderte Kinder, daher haben wir uns was einfallen lassen“, erinnert sich die Mutter. Darum wurde die Kugelbahn mit haptischen und akustischen Elementen versehen. Die besten Ideen gibt eben oft das Leben.

(Quelle: SALZBURG24)

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