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Salzburger Fernsehsender FS1 zieht in eigenes Studio

Seit Mitte Februar 2012 läuft bereits das Programm, ein eigenes Studio hatte der nichtkommerzielle Salzburger Community TV-Sender FS1 bis Freitag aber nicht.

In den Räumen der ehemaligen Salzburger Druckerei wurde binnen weniger Wochen auf rund 230 Quadratmetern die nötige Infrastruktur für den Sendebetrieb geschaffen.

FS1: Von Kochsendung bis zur Talkshow

Ein "Late Night"-Talk, das Magazin "Mittendrin", die Sendung "Waste Cooking", wo junge Salzburger aus noch genießbaren Lebensmitteln aus der Mülltonne vor laufender Kamera leckere Gerichte zubereiten. "Wir haben bereits 120 Sendungsmacher. Wir sind optimistisch, diese Zahl mit dem Studio in Kürze auf mehrere Hundert zu erhöhen", berichtete FS1-Geschäftsführer Alf Altendorf anlässlich eines Pressegesprächs zur Studioeröffnung. "Derzeit läuft ein vier- bis sechsstündiges Wochenprogramm, schon Anfang Juli kommen ein, zwei neue Eigenproduktionen dazu." Das neue Studio ist mit Plätzen für Live-Regie, umfassender Beleuchtungstechnik, drei Studiokameras, Schnittplätzen und einem Schulungsraum ausgestattet. "Studio und Technik haben 120.000 Euro verschlungen", betonte Altendorf.

Ab Herbst über DVB-T empfangbar

FS1 ist derzeit über das Kabelnetz des Landesenergieversorgers Salzburg AG in der Stadt Salzburg, im Flachgau und im Tennengau zu sehen und soll ab Herbst terrestrisch (DVB-T) empfangbar sein. Im nächsten Jahr soll auch über Live-Stream im Internet gesendet werden. "Wir verhandeln hier derzeit noch wegen der Abgeltung der Urheberrechte, etwa von in Beiträgen verwendeter Musik", erklärte Altendorf. Für heuer sei das Budget bereits erschöpft. Für 2012 stehen dem Sender rund 245.000 Euro zur Verfügung. Das Geld stammt zum größten Teil aus dem gut dotierten Topf des Nichtkommerziellen Rundfunkfonds, der in Österreich nicht nur die 14 Freien Radios, sondern auch die beiden bestehenden Freien Fernsehsender Okto (Wien) und Dorf TV (Oberösterreich) speist. Daneben wird FS1 von Stadt und Land Salzburg unterstützt. Das Projekt soll die Medienvielfalt in Salzburg fördern und gehört zu je 24 Prozent dem Dachverband der Salzburger Kulturstätten, dem Institut für Medienbildung, der Radiofabrik und dem sogenannten Verein der Sendungsmacher, in dem alle Sendungsproduzenten vertreten sind. Die restlichen Anteile tragen derzeit drei Privatpersonen. Community-TV ist werbefreies, unabhängiges Fernsehen mit Lokalbezug und stellt neben dem öffentlich-rechtlichen und dem privat-kommerziellen Rundfunk eine dritte Säule in der Fernsehlandschaft dar. (APA)
(Quelle: S24)

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