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Unwetter über Salzburg: Straßensperren nach Vermurungen

Über Salzburg sind am Sonntagnachmittag und in der Nacht auf Montag zum Teil heftige Unwetter gezogen. Die B159 ist bei Werfen noch total gesperrt, die B99 ist mittlerweile wieder befahrbar.

Durch die Unwetter wurden Straßen vermurt und Keller überflutet, in Saalfelden (Pinzgau) stand auch eine Tiefgarage unter Wasser. Die meisten Feuerwehreinsätze gab es im Pongau, aber auch der Pinzgau und der Tennengau waren betroffen, berichtete die Landesleitzentrale der Polizei. Insgesamt standen laut Landesfeuerwehrverband bei 57 Einsätzen zwölf Feuerwehren mit 304 Mann im Einsatz. Von den 81 Einsätzen wurden 72 im Pongau absolviert. In Werfen sind mehrere Muren abgegangen. 14 Häuser am Reitsamberg waren kurzfristig von der Außenwelt abgeschnitten.

Straßensperren nach Unwettern im Pongau

Wegen Verklausungen mussten die A10 bei Bischofshofen, die B99 bei Niedernfritz, die B166 bei Sonnberg und die B159 im Bereich Kreuzbergmaut vorübergehend gesperrt werden. Die B159, die Salzachtalstraße zwischen Pfarrwerfen und Bischofshofen ist weiterhin wegen Vermurungen gesperrt.

B99 bei Pöham ist wieder offen

Halbseitig befahrbar ist seit Montagmittag wieder die B99 Katschberg Straße bei Pöham, Gemeinde Bischofshofen (Pongau). Die komplette Freigabe wird voraussichtlich am Montagnachmittag nach Abschluss der Räumungsarbeiten erfolgen. Auch die B159 Salzachtalstraße bei Werfen kann voraussichtlich am Montagnachmittag wieder geöffnet werden, informierte heute Maximilian Maurer von der Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau.

Absturz eines Fallschirmspringers

Das kurze, aber heftige Unwetter mit kräftigem Wind am Sonntagnachmittag in Salzburg hatte auch Folgen für einen Fallschirmspringer aus Deutschland. Der 28-Jährige war laut einer Aussendung der Polizei mit zwei bis drei Kollegen aus einem Flugzeug gesprungen und kam durch den aufziehenden Sturm im Bereich Fürstenbrunn am Fuße des Untersbergs in Schwierigkeiten. Der Mann wurde vom Wind mehrere Kilometer weit über die Salzach Richtung Gaisberg getragen, wo er in der Nähe eines Gasthauses zu landen versuchte. Der Flugsportler überflog laut Augenzeugen noch das Gasthaus, dann klappte sein Fallschirm plötzlich zusammen. Der Pilot stürzte auf eine Wiese. Der Fallschirmspringer war ansprechbar und wurde nach Abschluss der Erstversorgung mit dem ÖAMTC-Rettungshubschrauber C6 in das Unfallkrankenhaus Salzburg geflogen. Der Deutsche erlitt bei dem Absturz Verletzungen unbestimmten Grades.

Königssee: Notlandung im Baum

Ein 49-jähriger Großgmainer musste am Ostufer des Königssees mit seinem Gleitschirm auf einem Baum notlanden. Er wurde im Luftrettungssack gesichert, zusammen mit Notarzt und Bergwacht-Luftretter von „Alpin Heli 6“ am 30 Meter langen Tau nach St. Bartholomä ausgeflogen und danach mit Verletzungen per Hubschrauber zum Unfallkrankenhaus Salzburg gebracht. (Red./APA)
(Quelle: S24)

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