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Vorausschauende Integrationsarbeit in Hallein

Landesrätin Berthold mit dem Team des IKU Hallein. LMZ/Schrammel
Landesrätin Berthold mit dem Team des IKU Hallein.

Integrationslandesrätin Martina Berthold (Grüne) besuchte am Mittwoch das Büro für interkulturelles Zusammenleben (IKU) in Hallein und verschaffte sich einen Überblick über die dortigen Integrationsmaßnahmen.

"Seit acht Jahren leistet das Team von IKU Hallein vorbildliche Integrationsarbeit. Workshops an Schulen zur Förderung von Demokratiebewusstsein belegen, wie sehr hier vorausschauende Integrationsarbeit mit großer Professionalität geleistet wird", betonte Berthold.

Positiver Ansatz von Integration

Das IKU setzt auf einen positiven Ansatz von Integration auf der Basis von Teilhabe. Dieser kommt in der Sprache, der Kultur und den Lebensgewohnheiten im täglichen Zusammenleben immer wieder zum Tragen. Das IKU versteht Vielfalt als Chance für neue Entwicklungen im Zusammenleben der verschiedenen Kulturen.

"Ich habe selber Migrationshintergrund, und ich weiß, wie es ist, ohne Netzwerk in einer fremden Kultur zurechtzukommen, etwas nicht bewältigen zu können und dann auch noch den Vorwurf zu bekommen, es nicht bewältigt zu haben", so Neda Kuric, interkulturelle Beraterin vom IKU.

Workshops zu Demokratiebewusstsein

IKU Hallein bietet Migranten beispielsweise Deutschkurse oder veranstaltet Workshops an Schulen zur Förderung von Demokratiebewusstsein und gegen Gewalt. Im IKU-Tausch-Café gibt es die Möglichkeit für Menschen unterschiedlicher Herkunft, sich auszutauschen, Ideen einzubringen oder einfach neue Leute kennenzulernen.

Um mögliche Berührungsängste abzubauen und die Schwellenangst zu den Behörden zu verringern, bietet IKU nach telefonischer Vereinbarung auch Beratungsgespräche zu Hause an und leisten Hilfestellung bei Themen wie etwa Fremdenrecht, Familie, Gesundheit, Bildung, Sprachförderung, Wohnen, Finanzen oder zu allgemeinen Themen des interkulturellen Zusammenlebens.

Mehr als 700 Beratungsstunden

IKU wird aus dem Integrationsreferats des Landes Salzburg, Abteilung Kultur, Gesellschaft, Generationen, sowie der Stadt Hallein gefördert. Im vergangenen Jahr wurden im IKU insgesamt 1.819 Klienten in insgesamt 709 Stunden persönlich beraten. Der Anteil an männlichen Klienten betrug im Jahr 2016 mit 769 mehr als 40 Prozent.

In Hallein leben Menschen aus zirka 80 verschiedenen Ländern. 17,5 Prozent der Wohnbevölkerung sind Menschen mit nicht-österreichischer Staatsbürgerschaft. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund liegt aktuell bei zirka 20 Prozent.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 08.05.2021 um 12:06 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/tennengau/vorausschauende-integrationsarbeit-in-hallein-55406770

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