Jetzt Live
Startseite Tennengau
Tennengau

Wie im Film: Drogen-Dealer aus Kuchl droht säumigen Kunden mit Gewalt

Der Kuchler verkaufte auch Anabolika. LPD Salzburg
Der Kuchler verkaufte auch Anabolika.

Ein 26-jähriger Drogen-Dealer aus Kuchl drohte einem Abnehmer aus dem Pongau, weil dieser eine Rechnung über mehrere tausend Euro offen hatte. Der 19-jährige Kunde bekam es schließlich mit der Angst zu tun und ließ seine Drogenquelle auffliegen. Der Verkäufer sieht bei sich aber keine Schuld.

Marihuana, Anabolika und andere leistungssteigernde Mittel: Die Polizei nahm einen 26-jährigen Kuchler fest, der reichlich Drogen verkauft und auch jede Menge selbst konsumiert hat. Aufgeflogen ist der Dealer, weil er – ganz wie in einem Mafiafilm – einem Kunden, der seine Rechnung nicht bezahlen konnte, massiv unter Druck setzte. Er drohte einem 19-jährigen Pongauer mit massiver körperlicher Gewalt und sogar mit dem Umbringen. Als es dieser mit der Angst zu tun bekam und zur Polizei ging, klickten die Handschellen.

Drogenrechung nicht beglichen: Massive Drohungen

Die Geschichte begann mit mehreren Übergaben von insgesamt 550 Gramm Marihuana, die der 26-jährige Kuchler dem 19-jährigen Pongauer verkaufte. Letzterer konnte von der 4.800-Euro-Rechnung aber vorerst nur 2.600 Euro bezahlen. Dem arbeitslosen Drogenverkäufer dauerte die Restzahlung zu lange.

Als Mitte August das Geld noch nicht bei ihm angelangt war, fing er an, den Pongauer massiv unter Druck zu setzen, ihm mit schwerer Gewalt und sogar dem Umbringen zu drohen. Schließlich forderte der 26-Jährige als Pfand den Pkw des 19-Jährigen, den er dann samt Papieren übergab. Als die Drohungen nicht aufhörten, ging der junge Pongauer zur Polizei und erstattete aus Angst vor seinem Nötiger eine Selbstanzeige.

Marihuana und Anabolika: Dealer fliegt auf

Noch während der Einvernahme des 19-Jährigen nahm der Kuchler Dealer erneut Kontakt auf und forderte die Geldübergabe. Die Polizei nahm den 26-Jährigen noch am selben Tag fest.

Bei den nachfolgenden Ermittlungen konnten Beamte in der Wohnung des Kuchlers eine Marihuana-Plantage aufdecken sowie zahlreiche Anabolika und leistungssteigernde Präparate sicherstellen. Auch ein bei ihm selbst durchgeführter Drogentest förderte regen Konsum zutage. Speed, Kokain und Amphetamine wurden dem Drogenverkäufer im Blut nachgewiesen. Auch Anabolika soll er sich zur Leistungssteigerung selbst gespritzt haben.

Kuchl: Dealer bessert sich Einnahmen auf

Der Mann lebte laut eigener Aussage über seine Verhältnisse. Mit dem Verkauf des Marihuanas und auch kleiner Mengen Speed wollte er sich seinen ausschweifenden Lebensstil finanzieren und sein Arbeitslosengeld aufbessern. Gegen den 26-Jährigen war bereits ein Verfahren anhängig, weil er seinen bereits gepfändeten Pkw vor der Zwangsversteigerung an einen unbekannten Ort brachte. Nun kann er sich in der Justizanstalt Puch-Urstein darauf gefasst machen, für Handel mit Suchtmitteln, schwerer Nötigung, sowie Verstoßes gegen Anti-Doping-Gesetze zur Verantwortung gezogen zu werden.

 

 

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 23.04.2021 um 05:24 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/tennengau/wie-im-film-drogen-dealer-aus-kuchl-droht-saeumigen-kunden-mit-gewalt-48241885

Kommentare

Mehr zum Thema