Jetzt Live
Startseite Salzburg
Anmeldeschluss beachten!

Termine für Salzburger Sonder-Impfaktion fixiert

Mitte März in Bad Hofgastein, Radstadt und Unken

symb_Impfung Pixabay
In Salzburgs Seniorenwohnheimen wird ab Montag mit der zweiten Teilimpfung begonnen. (SYMBOLBILD)

Die Bevölkerung der Über-65-Jährigen in den Gemeinden Radstadt, Bad Hofgastein (Pongau) und Unken (Pinzgau) wird in einer Sonderaktion gegen das Coronavirus durchgeimpft. Die Termine wurden am Sonntag vom Land Salzburg bestätigt.

Die Sonder-Impfaktion gegen das Coronavirus nach Schwazer Vorbild (Tirol) wurden fixiert: Bad Hofgastein und Radstadt sind vom 12. bis 14. März dran und in Unken findet die Aktion vom 15. März bis 17.März statt.

Anmeldeschluss am 10. März

Anmeldeschluss für diese Impfungen ist am Mittwoch (10. März) um 12 Uhr. Personen über 65 Jahre, die noch nicht für eine Impfung vorgemerkt sind, sollen sich online über www.salzburg-impft.at oder über die Gesundheitsberatung 1450 vormerken.

Impfung, Corona, SB AFP/ROBIN VAN LONKHUIJSEN
Über 80-Jährige und Risikopatienten können sich ab 1. März zur Impfung vormerken lassen. (SYMBOLBILD)

Salzburg setzt auf Impfstraßen und Hausärzte

Nach dem schleppenden Start soll die Corona-Impfung in den kommenden Wochen an Tempo gewinnen. Eine zentrale Strategie zur "Verimpfung" der im März von Pfizer und AstraZeneca erwarteten Million …

Personen, die ihren Hausarzt nicht im Ortsgebiet von Radstadt, Bad Hofgastein oder Unken haben, melden sich bei 1450. Dann sollen sie auf Wunsch in die im Ortsgebiet ansässige Impfordination eingetragen oder umgetragen werden, heißt es in einer Mitteilung vom Land.

Corona-Impfung für Über-65-Jährige

Bereits vorgemerkte Personen werden in den nächsten Tagen zur Terminvereinbarung verständigt. Dies erfolgt über SMS, E-Mail oder telefonisch von der Impfstelle, das ist entweder eine Impfordination oder eine Impfstraße.

Land erwartet rund 1.600 Personen

In Bad Hofgastein steht für 12. bis 14. März eine Impfstraße des Roten Kreuzes in der BORG-Turnhalle zur Verfügung. In Radstadt und Unken werden die Impfungen in den Impfordinationen durchgeführt. "Bei einer Beteiligung von 70 Prozent werden in etwa 1.600 bis 1.700 Personen immunisiert", rechnet Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP).

Coronavirus Pixabay
(SYMBOLBILD)

2.199 Corona-Neuinfektionen am Sonntag

Zum zweiten Mal in diesem Jahr haben Innen- und Gesundheitsministerium an einem Sonntag mehr als 2.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet: 2.199 waren es heute, nach 2.123 neue Fällen am vergangenen …

(Quelle: SALZBURG24)

Salzburg setzt auf Impfstraßen und Hausärzte

Nach dem schleppenden Start soll die Corona-Impfung in den kommenden Wochen an Tempo gewinnen. Eine zentrale Strategie zur "Verimpfung" der im März von Pfizer und AstraZeneca erwarteten Million Dosen gibt es aber nicht. Die Länder setzen auf teils völlig unterschiedliche Ansätze, von großen Impfstraßen in Wien bis zum dezentralen Konzept Niederösterreichs.

Mit einer Million Dosen soll allein im März mehr Impfstoff zur Verfügung stehen als im Jänner und Februar zusammen. Für April bis Juni rechnet das Gesundheitsministerium mit durchschnittlich 1,8 Millionen Dosen pro Monat. Wobei der vor der Zulassung stehende Impfstoff von Johnson & Johnson hier noch gar nicht mitgerechnet ist. Damit könnten im März 34.000 Impfungen pro Tag durchgeführt werden, im April 58.000 - vier Mal mehr als noch im Februar.

Kanzler kritisiert Länder

Ob das gelingt, hängt aber nicht nur von den Lieferungen der Hersteller ab, sondern auch von der Logistik der Länder. Offene Kritik an deren Vorgehen hatte zuletzt Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) geübt und ihnen vorgeworfen, Impfstoff zu horten.

NEOS vermissen "Gesamtkonzept"

NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker fordert eine zentrale Strategie ein. Denn die Vorreiter wie Israel oder Dänemark hätten das Impfen "generalstabsmäßig organisiert". In Österreich drohe dagegen Chaos: "Ein Bundesland lässt ein Viertel des Impfstoffs ungenutzt herumliegen, ein anderes impft die Partner von Rotkreuzmitarbeitern in der allerersten Gruppe, ein weiteres verliert die über 80-jährigen mit einem komplizierten Terminbuchungssystem. Da fehlt ein Gesamtkonzept."

Mehrere Impfzentren in Wien

Tatsächlich gehen die Länder allein bei der Organisation der Impfungen völlig unterschiedliche Wege: Wien setzt - nach dem Testlauf der Grippeimpfung im Herbst - auf sieben zentrale Impfzentren, drei weitere sind mit der ÖGK geplant. Weitgehend dezentral dagegen der Ansatz im größten Flächenbundesland Niederösterreich: Hier wird fast alles über Hausärzte in 340 Impfstellen abgewickelt, organisiert von den Gemeinden. Für die Zukunft plant Gesundheitslandesrätin Elisabeth Köningsberger-Ludwig (SPÖ) auch 30 Impfstraßen mit einer Kapazität von bis zu mehreren Tausend Menschen pro Tag.

Mischsystem in der Steiermark

Trotz aller Unterschiede: Die Durchimpfung der älteren Bevölkerung ab 85 war sowohl in Niederösterreich als auch in Wien zuletzt vergleichsweise gering. Besonders weit waren Kärnten und Vorarlberg. Wobei Vorarlberg sechs Impfzentren in Bregenz, Dornbirn, Feldkirch, Nenzing, Bezau und im Kleinwalsertal betreibt. Kärnten kooperiert wiederum - ebenso Tirol und Wien - mit der ÖGK, in deren Bezirksstellen Impfungen durchgeführt werden. Außerdem nutzt das Land seine Teststraßen am Wochenende für die Immunisierung. Und an der Peripherie (etwa im Lesachtal, in Bleiburg und in Mölltal) soll es eigene Impfstraßen geben. Die Kooperation mit niedergelassenen Ärzten ist in beiden Ländern geplant.

In der Steiermark gibt es schon jetzt ein Mischsystem: 22 Impfstraßen betreibt das Land. Zusätzlich sind Impfungen bei 760 niedergelassenen Ärzten möglich. Ähnlich im Burgenland: hier wurde die Testinfrastruktur gleich als "Impf- und Testzentren" deklariert. Außerdem gibt es 66 Impfärzte. In Summe sollen so 100.000 Impfungen pro Monat möglich sein - "wäre genügend Impfstoff vorhanden", wie Landesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) in Richtung Bund deponiert.

Impfstraßen und Hausärzte

Tirol impft in den Krankenhäusern und den Servicestellen der ÖGK. Außerdem sollen auch die schon bei den Corona-Tests eingebundenen über 600 niedergelassenen Ärzte mithelfen. Wie in der Steiermark heißt es übrigens auch in Tirol, dass sich die meisten für einen Termin bei einem Arzt haben vormerken lassen. Mit dem Roten Kreuz kooperieren dagegen Oberösterreich und Salzburg: In Oberösterreich gibt es derzeit sieben Impfstraßen, bis April soll es eine pro Bezirk sein. Auch in Salzburg ist eine pro Bezirk angedacht. Dazu sollen zwei mobile Impfstraßen kommen. Das "Rückgrat" der Immunisierungsaktion sollen aber 280 Hausärzte sein.

Verschiedene Ansätze bei Corona-Impfungen

Das Gesundheitsministerium sieht die unterschiedlichen Ansätze gelassen. Schließlich könne man die Impfung am Land nicht gleich organisieren wie in der Großstadt Wien. Außerdem tage drei Mal pro Woche die Steuerungsgruppe des Bundes, die sich mit den Impfkoordinatoren der Länder abstimme. Damit sei die Arbeitsteilung klar: "Der Bund kümmert sich um die Beschaffung, den Impfplan, den e-shop, die Logistik und die Auslieferung, die Länder um die organisatorische Umsetzung vor Ort."

Aufgerufen am 04.08.2021 um 08:30 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/termine-fuer-salzburger-sonder-impfaktion-im-maerz-fixiert-100744015

Kommentare

Mehr zum Thema