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Bewusste Entspannung

Thermenbesuch als "Mini-Kur"

Wärme und feuchte Luft helfen Lunge, Haut und Immunsystem

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Nicht nur die Sauna bietet gesundheitliche Vorteile bei einem Thermenbesuch. (SYMBOLBILD)

Der Herbst ist da und damit auch der Beginn der Thermen-Saison. Aber was bringt ein Thermenbesuch, außer Entspannung? Wir haben nachgefragt, wie Solebecken, Dampfbad und Sauna eurer Gesundheit helfen können.

"Thermen sind für viele der Ort der Wahl, wenn es um Entspannung geht", erklärt Wolfgang Foisner, Kurärztereferent der Ärztekammer Salzburg, im Gespräch mit SALZBURG24. Wärme, Wasserströmungen und Massage-Düsen helfen, Muskelverspannungen zu lösen und regen die Durchblutung an. Nach dem Sport könne man damit sogar das Entstehen eines Muskelkaters verhindern.

 

"Ein Thermenbesuch ist wie eine Kurz-Kur“, meint der Mediziner. Sich regelmäßig bewusst eine Pause zu gönnen sei wichtig. "Wenn man jahrelang wartet, bis man sich einmal erholt, reicht da ein Tag nicht mehr aus, dann werden daraus schnell Wochen.“

Luftfeuchtigkeit hilft bei Lungenproblemen

Auch bei Atemwegsproblemen, beispielsweise einer chronischen Bronchitis, kann ein Thermenbesuch helfen. Das liegt vor allem an der hohen Luftfeuchtigkeit, die teilweise über 60 Prozent beträgt. "So einen hohen Wert bekommt man zuhause niemals hin“, betont Foisner. Vor allem Dampfbäder seien deshalb besonders gut für die Lunge – gerade in den winterlichen "Heizungsmonaten“, wo die Luft in den Wohnungen oft sehr trocken wird.

Sauna unterstützt Zellerneuerung

Positive Effekte für die Haut habe vor allem das Thermalwasser. Die darin gelösten Mineralien unterstützen die Heilung bestimmter Hautkrankheiten. Da in Österreich allerdings allen Becken Chlor hinzugefügt werden muss, welches die Haut wiederum austrocknet und reizt, merke man davon nichts, meint der Kurarzt. "Da müsste man in einem Dermal-Schwimmteich baden, die sind frei von Chlor.“

 

Helfen könne stattdessen der Gang in eine "medizinische Sauna“, erklärt Sönke Eckl, Betriebsleiter des Paracelsus Bad. Die salzhaltige, feuchte Luft fördere Durchblutung und Stoffwechsel und damit auch die Zellerneuerung, was etwa Beschwerden bei Neurodermitis oder Schuppenflechte lindere.

Immunsystem trainieren durch Schwitzen

Zudem werde durch Hitze in der Sauna auch die Kerntemperatur des Körpers um ein bis zwei Grad erhöht. "Das signalisiert dem Körper, dass er vermehrt Abwehrstoffe bilden soll, wie das auch beim Fieber der Fall ist“, so Eckl. "So ist der Körper für den Ernstfall gewappnet." Saunieren kommt also einem Training des Immunsystems gleich. Wichtig sei aber, dass man nur gesund "Schwitzen geht", denn bei Krankheitssymptomen sei der Kreislauf mit der warmen Luft schnell überfordert.

 

Sauna-Knigge:

  • Vorher: Duschen
  • Ruhig verhalten und entspannen
  • Handtuch unter den Körper legen
  • Kein Plastik mitnehmen (z.B. Badelatschen), da sonst durch die Hitze Weichmacher ausgegast werden
  • Danach: An die kühlere Luft, Körper von unten nach oben mit kaltem Wasser duschen

Keine kalten Füße mehr

Auch das Problem von ständig kalten Füßen, Fingerspitzen und Ohren kann ein regelmäßiger Saunagang lösen, meint Eckl. "Die Wärmeregulierung wird verbessert, dadurch bleiben auch im Winter die Füße warm.“ Wichtig sei immer, es nicht zu übertreiben. "Zehn bis 15 Minuten reichen absolut aus, anfangs kann es auch ruhig noch kürzer sein."

Thermen in und um Salzburg

(Quelle: SALZBURG24)

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