Jetzt Live
Startseite Salzburg
Salzburg

Diplomaten-Tochter: Kein Hinweis auf Mord

SB, Gericht, Landesgericht, Verhandlung, Staatsanwaltschaft SALZBURG24/Wurzer
Die Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen ein (Archivbild).

Der Tod einer 61-jährigen Salzburgerin gibt weiter Rätsel auf. Die Frau wurde am 9. Dezember in Salzburg-Liefering tot aufgefunden, sie ist laut Obduktionsergebnis ertrunken. Sowohl ein Selbstmord, als auch ein mögliches Gewaltverbrechen konnten nicht ausgeschlossen werden. Nun hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen Unbekannt eingestellt.

Tote Diplomatentochter: Kein Hinweis auf Tötungsdelikt
 
Utl.: Staatsanwaltschaft Salzburg stellte Ermittlungen ein =
 
   Salzburg (APA) - Nach dem rätselhaften Tod einer 61-jährigen Frau im Jahr 2016 hat die Staatsanwaltschaft Salzburg ihre Ermittlungen gegen Unbekannt eingestellt. Wie der "Kurier" am Montag in seiner Online-Ausgabe berichtete, wurde die Familie der Diplomatentochter am Freitag über den Schritt informiert. Es bestehe "kein tatsächlicher Grund zur weiteren Verfolgung". Angehörige hatten ein Gewaltverbrechen vermutet.
 
   Der Leiche der Tänzerin war am 9. Dezember im Salzburger Stadtteil Liefering bei einer Suchaktion im Mühlbach gefunden worden. Sie lag rund 200 Meter vom Wohnhaus entfernt im rund 30 Zentimeter tiefen Wasser. Laut Obduktionsergebnis ist die 61-Jährige ertrunken. Zunächst gingen die Ermittler von Selbstmord aus. Die Frau soll an schwerer Osteoporose und Epilepsie gelitten haben und Diabetikerin gewesen sein, wie eine Befragung ihres Umfelds ergab.
 
   Eine Untersuchung an der Gerichtsmedizin Salzburg ergab, dass die Verletzungen aber nicht zweifelsfrei von einem Sturz stammen mussten. Einblutungen am Hals wiesen auf ein mögliches Gewaltverbrechen hin - die Frau könnte gewürgt worden sein. Allerdings konnte auch ein Ergänzungsgutachten keine Klarheit bringen: Laut der Expertise kamen als Todesursache weiterhin sowohl ein Selbstmord, ein Unfall, eine fahrlässige Tötung oder ein Mord infrage. Die Staatsanwaltschaft gab zwar beim Landeskriminalamt weitere Ermittlungen in Auftrag, neue Erkenntnisse hinsichtlich eines Verschuldens Dritter gab es jedoch nicht.
 
   Die Staatsanwaltschaft dürfte sich bei der Entscheidung für die Einstellung des Verfahrens letztlich auf ein Sachverständigengutachten gestützt haben, wonach sich keine Hinweise auf einen Mord gefunden hätten. Die Schwester der Toten hatte in der Vergangenheit immer wieder die "schlampigen" Ermittlungen kritisiert. So sei das Gutachten erst Monate nach einer Tatortbegehung erstellt oder Beweisstücke nicht sichergestellt worden - Vorwürfe, die von den Behörden aber stets zurückgewiesen wurden.
 
   Für die Angehörigen bleiben die Todesumstände damit weiter rätselhaft. "Es scheint, dass das finale Sachverständigungsgutachten so formuliert ist, damit die Ermittlung nun abgeschlossen werden kann. Nichtsdestotrotz muss ich mich damit abfinden, um meine Ruhe wieder zu finden", sagte die Schwester der Verstorbenen gegenüber dem "Kurier".

Wie der "Kurier" am Montag in seiner Online-Ausgabe berichtete, wurde die Familie der Diplomatentochter am Freitag über den Schritt informiert. Es bestehe "kein tatsächlicher Grund zur weiteren Verfolgung". Angehörige hatten ein Gewaltverbrechen vermutet.

Tote Diplomatentochter: Mord und Selbstmord möglich

Der Leiche der Tänzerin war am 9. Dezember im Salzburger Stadtteil Liefering bei einer Suchaktion im Mühlbach gefunden worden. Sie lag rund 200 Meter vom Wohnhaus entfernt im rund 30 Zentimeter tiefen Wasser. Laut Obduktionsergebnis ist die 61-Jährige ertrunken. Zunächst gingen die Ermittler von Selbstmord aus. Die Frau soll an schwerer Osteoporose und Epilepsie gelitten haben und Diabetikerin gewesen sein, wie eine Befragung ihres Umfelds ergab.

Eine Untersuchung an der Gerichtsmedizin Salzburg ergab, dass die Verletzungen aber nicht zweifelsfrei von einem Sturz stammen mussten. Einblutungen am Hals wiesen auf ein mögliches Gewaltverbrechen hin - die Frau könnte gewürgt worden sein. Allerdings konnte auch ein Ergänzungsgutachten keine Klarheit bringen: Laut der Expertise kamen als Todesursache weiterhin sowohl ein Selbstmord, ein Unfall, eine fahrlässige Tötung oder ein Mord infrage. Die Staatsanwaltschaft gab zwar beim Landeskriminalamt weitere Ermittlungen in Auftrag, neue Erkenntnisse hinsichtlich eines Verschuldens Dritter gab es jedoch nicht.

Todesursache bleibt rätselhaft

Die Staatsanwaltschaft dürfte sich bei der Entscheidung für die Einstellung des Verfahrens letztlich auf ein Sachverständigengutachten gestützt haben, wonach sich keine Hinweise auf einen Mord gefunden hätten. Die Schwester der Toten hatte in der Vergangenheit immer wieder die "schlampigen" Ermittlungen kritisiert. So sei das Gutachten erst Monate nach einer Tatortbegehung erstellt oder Beweisstücke nicht sichergestellt worden - Vorwürfe, die von den Behörden aber stets zurückgewiesen wurden.

Für die Angehörigen bleiben die Todesumstände damit weiter rätselhaft. "Es scheint, dass das finale Sachverständigungsgutachten so formuliert ist, damit die Ermittlung nun abgeschlossen werden kann. Nichtsdestotrotz muss ich mich damit abfinden, um meine Ruhe wieder zu finden", sagte die Schwester der Verstorbenen gegenüber dem "Kurier".

(APA)

(Quelle: APA)

Whatsapp

Aufgerufen am 22.08.2019 um 03:28 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/tote-salzburger-diplomaten-tochter-kein-hinweis-auf-mord-68846767

Kommentare

Mehr zum Thema