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Jahresbilanz

Überschwemmungen sorgen 2021 für Millionenschäden

Salzburger Katastrophenfonds schüttet aus

1.401 Schadensfälle wurden im Jahr 2021 bei der Salzburger Landesregierung eingereicht. Für die Opfer von Überschwemmungen, Lawinen oder Stürmen wurden aus dem Katastrophenfonds knapp 25 Millionen Euro ausgeschüttet.

Die meisten Schadensfälle wurden aus dem Pinzgau (416) und Pongau (406) gemeldet, wo Lawinen, Stürme sowie Schnee und vor allem das Hochwasser im Sommer für Zerstörung gesorgt haben. Die meisten Fälle waren im Pinzgau zu verzeichnen, meldet das Land Salzburg in einer Aussendung.

Aufraumarbeiten in Hallein APA/BARBARA GINDL
Aufräumungsarbeiten am Sonntag, 18. Juli 2021, in Hallein nach dem gestrigen Starkregen. Im Stadtgebiet von Hallein wurde Zivilschutzalarm ausgelöst, weil der Kothbach  über die Ufer getreten ist. Im Bereich der Altstadt kam es zu massiven Überschwemmungen. 

Zivilschutzalarm in Hallein beendet

Der Zvilschutzalarm für die Stadt Hallein (Tennengau) ist beendet. Das teilt der Katastrophenschutz der Bezirkshauptmannschaft in einer Aussendung mit. Die Auräumarbeiten laufen indes auf Hochtouren.

  • Pinzgau: 416 Fälle
  • Pongau: 406 Fälle
  • Tennengau: 288 Fälle
  • Lungau: 213 Fälle
  • Flachgau: 75 Fälle
  • Stadt Salzburg: 3 Fälle

Die häufigste Schadensursache war Hochwasser (458) gefolgt von Erdrutsch (342), Schneedruck (302), Vermurung (170), Orkan/Sturm (102), Lawine (20), Bergsturz (4) und Hagel (3). Die Gesamtschadenssumme der Umlaufbeschlüsse 2021 beträgt fast 25 Millionen Euro.

vidsturzflut.jpg Twitter/Screenshot
Unglaubliche Aufnahmen vom Hochwasser im Bundesland Salzburg stellten User in den Sozialen Medien online.

Alle Videos vom Hochwasser in Salzburg

Unglaubliche Aufnahmen erreichen uns vom Hochwasser im Bundesland Salzburg und im benachbarten Bayern. Alle Videos haben wir hier für euch zusammengefasst.

Härtefallregelung hat gegriffen

„Bei der Berechnung der Entschädigungen werden die Versicherungsleistungen sowie die Einkommenssituation und andere Faktoren wie Sorgepflichten berücksichtigt“, so Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP). Bei einer Vielzahl von zu gering Versicherten wurden seitens des Katastrophenfonds die Schäden mit eingeschränktem Abzug, wie es die Richtlinien ermöglichen, angerechnet. Betroffen waren davon Geringverdiener und Pensionisten sowie einige Ein-Personen-Unternehmen. Hierbei handelt es sich überwiegend um Summen unter 10.000 Euro. „In besonderen Fällen wird bei Bedarf auch schnell mittels Vorschuss geholfen“, fügt Schwaiger hinzu.

IMG_6668.jpg Land Salzburg/Franz Wieser
​Flugaufnahmen vom Hochwasser im Oberpinzgau zwischen Mittersill und Bramberg.

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Die Hochwasserlage in Salzburg war auch am Sonntag weiter angespannt. Während in Hallein (Tennengau) die Schäden der letzten Nacht nach und nach sichtbar wurden, versuchen die Einsatzkräfte in …

Hochwasser im Juli und August

An zwei Tagen im Jahr 2021 kam es durch Starkregenereignisse zu massiven Überschwemmungen. Besonders betroffen waren im Juli der Tennengau (Hallein) und der Oberpinzgau (Mittersill, Wald und Krimml). Im August war es der Pongau (St. Johann und angrenzende Gemeinden) der mit den Naturgewalten zu kämpfen hatte.

Enorme Schäden in Salzburg im Juli

  • 388 Wohngebäude wurden beschädigt, rund zwölf Millionen Euro Gesamtschaden.
  • 73 Firmen hat es getroffen, rund elf Millionen Euro Gesamtschaden.
  • 2.200 Hektar an landwirtschaftlichen Flächen betroffen, rund 5,6 Millionen Gesamtschaden.
  • Güter- und Forstwege, Brücken und Zufahrten haben ebenfalls gelitten, rund zwei Millionen Euro Gesamtschaden.

Unwetter im August

Mit den Unwettern im August 2021 kamen noch zirka 230 beschädigte Gebäude im Pongau hinzu. Ebenso waren Betriebe und landwirtschaftliche Flächen sowie die Infrastruktur stark betroffen. Sodass insgesamt noch einmal zirka 10,4 Millionen Euro an Schäden, die den Katastrophenfonds betreffen, hinzugekommen sind.

(Quelle: SALZBURG24)

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