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Vom Hintersee bis Pfarrwerfen

Voller Körpereinsatz für den Naturschutz

Jugendliche helfen bei Umweltbaustellen

Bereits zum vierten Mal in Folge leisten Jugendliche im Sommer in Salzburg auf sogenannten „Umweltbaustellen“ ehrenamtliche Arbeit. Derzeit schaffen sie am Hintersee (Flachgau) unter vollem Körpereinsatz Platz für aussterbende Arten. Drei weitere Baustellen stehen heuer noch an.

Initiiert wird das Projekt „Viel los im Moos Vol. 4“ von der Österreichischen Alpenvereinsjugend und der Salzburger Biotopschutzgruppe HALM (Heimisches Arten- und Lebensraum-Management). In einer Woche werden von den 13 Freiwilligen rund 500 ehrenamtliche Stunden geleistet.

„Dieses beeindruckende, freiwillige Engagement ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der heimischen Natur und ganz besonders der Pflanzenwelt“, sagt Landesrätin Maria Hutter (ÖVP) bei ihrem Besuch auf der Iriswiese am Hintersee (Flachgau). Dort befreien die Jugendlichen aktuell bei sommerlicher Hitze Flächen wie eine Streu- und Magerwiese, ein Hochmoor und eine Schotterbank händisch von Sträuchern und Bäumen. So können gefährdete Pflanzen wie die Sibirische Schwertlilie oder seltene Orchideenarten wieder besser wachsen und gedeihen.

Mehr Licht für die Sibirische Schwertlilie

Die Freiwilligen starteten die Umweltbaustelle unter dem Motto „Viel los im Moos“ auf einer Streuwiese am nördlichen Ufer des Hintersees, die einen der größten Bestände der Sibirischen Schwertlilie beherbergt, einer in Salzburg stark gefährdeten Pflanze. „Hier stehen zahlreiche Sträucher und Bäume, die die Wiese beschatten und auch beim Mähen Probleme machen. Deshalb werden diese entfernt beziehungsweise zurückgeschnitten. So bekommen die Lilien mehr Licht und die ökologische Qualität der Fläche wird verbessert“, erklärt Christian Eichberger von der Biotopschutzgruppe HALM.

Ehrenamtlich für den Naturschutz

Bereits zum zehnten Mal hilft Antonia Rothenanger aus Seefeld in Bayern auf einer Umweltbaustelle mit. „Man lernt neue Leute kennen und hilft der Natur sich zu entfalten. Ich finde, das ist wichtig, nicht nur für uns, sondern auch für alle anderen. Das ist mein Antrieb hier mitzumachen“, sagt die Bayerin, die sowohl in Salzburg als auch in Bayern ehrenamtlich im Naturschutz engagiert ist.

Im ganzen Land im Einsatz

Weiter gehen die Arbeiten für den Naturschutz in den nächsten Tagen auf einer Streuwiese in Faistenau, wo kleinere Nadelbäume entfernt werden. Eine Magerwiese in der Gemeinde Ebenau (Flachgau) wird von Sträuchern und Astmaterial befreit, und am Fritzbach in der Gemeinde Pfarrwerfen (Pongau) fällen die jugendlichen Freiwilligen Weiden auf einer Schotterbank, um mehr Platz für die Myricaria germanica, der Deutschen Tamariske, zu schaffen. Diese wurde in Salzburg wieder angesiedelt und ist in Österreich vom Aussterben bedroht. 

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 11.05.2021 um 07:30 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/umweltbaustelle-voller-koerpereinsatz-fuer-den-naturschutz-91369414

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