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Unwetter: 10.000 Haushalte in Kärnten ohne Strom

Schwere Regenfälle haben in Kärnten zu Überschwemmungen geführt. APA/EXPA/JOHANN GRODER
Schwere Regenfälle haben in Kärnten zu Überschwemmungen geführt.

Heftige Regenfälle und starke Windböen in der Nacht auf Dienstag sorgten dafür, dass 10.000 Haushalte in Kärnten zwischenzeitlich ohne Strom auskommen müssen. Die Situation in Möllbrücke bleibt in den frühen Morgenstunden weiterhin angespannt, zahlreiche Straßen im ganzen Land sind wegen Hochwassergefahr oder umgestürzten Bäumen gesperrt. In Osttirol war die Bezirkshauptstadt Lienz aufgrund des Unwetters am Straßenweg Dienstagfrüh nicht erreichbar.

Der Loiblpass war für die Nachtstunden wegen des Föhnsturms vorsorglich gesperrt worden, im Lauf der Nacht musste der Wurzenpass wegen Vermurungen gesperrt werden. Gesperrt war auch der Plöckenpass, der Seeberg- und der Paulitschsattel waren ebenfalls blockiert. Die Mölltalbundesstraße war in mehreren Abschnitten gesperrt, dazu kamen Dutzende Landes- und Gemeindestraßen in fast allen Bezirken Kärntens. Zur Gänze verschont blieben eigentlich nur die Bezirke St. Veit/Glan und Feldkirchen.

Polizeiauto von Baum getroffen

In Velden rückte eine Polizeistreife wegen eines umgestürzten Baums auf der Köttmannsdorfer Landesstraße aus, dabei wurde das Polizeiauto von einem weiteren umstürzenden Baum getroffen und schwer beschädigt. Die beiden konnten das Fahrzeug nur noch auf der Fahrerseite verlassen, eine 25 Jahre alte Polizistin musste verletzt im LKH Villach behandelt werden, ihr 58-jähriger Kollege erlitt leichte Verletzungen.

Unwetter in Kärnten: 15 Häuser evakuiert

In Rattendorf im Gailtal gab es in der Nacht Großalarm, weil ein Damm gebrochen war, 15 Häuser mussten evakuiert werden. Das Lesachtal war auch in der Früh wegen Vermurungen noch von der Außenwelt abgeschnitten. Die Bevölkerung des eigentlich als am gefährdetsten eingestuften Lavamünd blieben vorerst verschont. Laut Verbund-Sprecher Robert Zechner gelinge es vorerst, die Hochwasserwelle über den Völkermarkter Stausee abzupuffern. Derzeit lasse man rund 1.550 Kubikmeter Wasser pro Sekunde nach Lavamünd durch, ob die Kapazitäten des Stausees für die Wassermassen reichen würden, sei aber noch nicht ganz sicher.

Lienz nicht erreichbar

Die Bezirkshauptstadt Lienz war Dienstagfrüh nach Sturm und Starkregen vorerst am Straßenweg nicht erreichbar. Auch in zahlreichen kleineren Orten stellte sich die Situation ähnlich dar. In Arnbach im Gemeindegebiet von Sillian habe der Pegel der Drau in der Nacht die hundertjährliche Hochwassermarke überschritten, teilte das Land mit. Die Drau trat aber dennoch nicht über die Ufer.

17 Gemeinden in Osttirol ohne Strom

Bis dato gab es keine Informationen über Verletzte oder Vermisste. "Wir haben die Nacht den Umständen entsprechend gut überstanden", sagte Bezirkshauptfrau Olga Reisner. Die Wettersituation habe indes begonnen, sich zu entspannen. Nach wie vor waren 17 Osttiroler Gemeinden ohne Strom. An der Behebung wurde gearbeitet. Für den frühen Vormittag war die eine Einsatzbesprechung angesetzt.

(APA)

(Quelle: S24)

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