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Keine Entwarnung

Weiter Evakuierungen in Salzburg

Aufräumen nach Unwettern

Am Dienstag konnten im Lauf des Tages auch für Muhr (Lungau) und für Bad Hofgastein (Pongau) die Zivilschutzwarnungen aufgehoben werden. Die Aufräumarbeiten nach dem Strakregen gingen unvermindert weiter. Auch mussten noch vorsorglich Häuser evakuiert werden, da nach wie vor mit Hangrutschungen zu rechnen ist.

Im Gasteinertal sind nach wie vor mehr als 20 Häuser evakuiert, im Lungau nur noch ein Gebäude in Zederhaus. Die L211 Muhrer Straße ist ab 12 Uhr wieder frei befahrbar, die Gemeindestraße ab der Ortschaft Muhr bleibt weiterhin gesperrt.

Direkt von den Aufräumarbeiten in MuhrGepostet von Land Salzburg am Dienstag, 19. November 2019

49 Soldaten in Salzburg im Einsatz

In Salzburg helfen 49 Soldaten des Gebirgskampfzentrums Saalfelden zivilen Einsatzkräften in Bruck an der Großglocknerstraße und in Thumersbach (Pinzgau). Ab dem späteren Nachmittag werden weitere 23 Soldaten des Führungsunterstützungsbataillons St. Johann im Pongau zur Unterstützung der Einsatzkräfte in Bad Hofgastein eingesetzt. Aufgrund der prognostizierten Wettervorhersagen hält das Bundesheer 1.000 Soldaten für weitere Assistenzeinsätze bereit.

Bad Gastein: B167 kurz geöffnet

Die massivsten Schäden dürfte es neben dem Gasteinertal im benachbarten Großarltal gegeben haben, sagte der Pongauer Katastrophenreferent Norbert Paßrucker am Dienstag im APA-Gespräch. Bad Gastein war auch am Dienstag weder auf der Straße noch per Bahn erreichbar. Die Aufräumarbeiten auf der B167 laufen auf Hochtouren, am Mittwoch wird sie für Fahrten im "öffentlichen Interesse" von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Gänzlich freigegeben wird sie voraussichtlich am Freitag. Neben Bad Gastein war am Dienstag auch die Gemeinde Hüttschlag im Großarltal weiterhin nicht erreichbar.

Infrastruktur wiederherstellen 

"Wir arbeiten nun alle Schadensfälle nach Priorität ab. Wir schauen, dass zunächst die wichtigste Infrastruktur wiederhergestellt und die evakuierten Häuser wieder bewohnt werden können", so der Katastrophenreferent. Am Dienstagvormittag waren alleine im Pongau noch rund 20 Häuser aus Sicherheitsgründen evakuiert.  „Die Verbindung von Dienten nach Lend soll heute Abend noch freigegeben werden, jene nach Hintertal bleibt diese Woche noch gesperrt. Die B311 zwischen Schwarzach und Lend wird voraussichtlich am Donnerstagnachmittag wieder befahrbar sein“, berichtet Paßrucker. Der Pinzgau ist von Salzburg aus daher nur über das Kleine Deutsche Eck erreichbar. Für die Instandsetzung der B311 seien sehr mutige Baggerfahrer nötig, wenn alles gut laufe, könne die Straße am Donnerstag wieder freigegeben werden.

Im Lungau sind inzwischen alle Bundes- und Landesstraßen wieder befahrbar, als letztes konnte die B95 zwischen Tamsweg und Ramingstein freigegeben werden.

Aufräumarbeiten gehen zügig voran

Dank der guten Witterung gingen die Aufräumarbeiten am Dienstag überall gut voran. Neben den Arbeiten an beschädigten Straßen oder Wasserleitungen wurden vor allem die großteils randvollen Sperrbauwerke der Wildbach- und Lawinenverbauung geräumt, damit diese bei neuerlichen Niederschlägen und Rutschungen wieder aufnahmefähig sind.

Schulbetrieb im Pongau:

  • Bad Gastein: VS, NMS, BORG Teilbetrieb, PTS geschlossen
  • Bad Hofgastein: VS, ASO, NMS geschlossen, Tourismusschule Teilbetrieb
  • Dorfgastein: VS Normalbetrieb
  • Embach, Hüttschlag, Großarl: VS Normalbetrieb
  • St. Johann: HLW Elisabethinum geschlossen

Pinzgau:

  • Zell am See: VS, NMS, LBS, PTS Normalbetrieb
  • Saalfelden: HTL Normalbetrieb

Lungau:

  • Muhr: VS geschlossen
  • Tamsweg: BG Teilbetrieb

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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