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Abtenau teils unter Wasser

Zahlreiche Unwetter-Einsätze in Salzburg

Fast 750 Floriani rücken bei heftigem Gewitter aus

Zu zahlreichen Unwetter-Einsätzen rückten Salzburgs Freiwillige Feuerwehren am Dienstagabend aus. Insgesamt fast 750 Floriani standen im Einsatz. Besonders stark betroffen vom heftigen Gewitter waren Saalfelden (Pinzgau) und Abtenau (Tennengau). Die Salzachtal Straße (B159) zwischen Pass Lueg und Werfen (Pongau) ist wegen umgefallener Bäumen und Geröll voraussichtlich bis zum frühen Abend nicht befahrbar. Berichte über Verletzte lagen zunächst keine vor.

Das Gros der Alarmierungen fand laut Auskunft des Landesfeuerwehrkommandos zwischen 18.45 Uhr und 23 Uhr statt. Es kam zu kleineren Murenabgängen, Bäche traten über die Ufer, Keller und Tiefgaragen standen unter Wasser, Bäume wurden entwurzelt oder Dächer abgedeckt. Der Schwerpunkt der Ereignisse lag dabei entlang eines Streifens von Leogang über Saalfelden, Maria Alm und Mühlbach bis nach Filzmoos. Im Tennengau war das Lammertal besonders betroffen.

Insgesamt waren 748 Einsatzkräfte von 25 Feuerwehren bei 180 Einsätzen unterwegs, informierte das Landfeuerwehrkommando.

+++UNWETTER ÜBER SALZBURG+++ Am Abend des 28.07.2020 erreichte das Bundesland Salzburg eine Sturm- und Gewitterfront,...

Gepostet von Feuerwehrverband Salzburg am Dienstag, 28. Juli 2020

28.07.2020 - 18:57 Uhr Baum umgestürzt. www.ff-grossgmain.at

Gepostet von Freiwillige Feuerwehr Grossgmain am Dienstag, 28. Juli 2020

Teile von Abtenau überflutet

In Abtenau wurden etwa Niederschlagsmengen mit mehr als 40 Liter pro Quadratmeter gemessen. Wie die Feuerwehr mitteilte, rückten die Einsatzkräfte ab 19 Uhr zu 35 Einsatzstellen aus. Besonders betroffen waren die Ortsteile Markt, Kehlhof, Fischbach, Seetratten, Leitenhaus, Schratten und Au.

Hochwassereinsätze im gesamten Ortsgebiet 28.07.2020 Alarm um 19:05 Uhr mit Sirene Ausgerückte Fahrzeuge: Tank...

Gepostet von Freiwillige Feuerwehr Abtenau am Dienstag, 28. Juli 2020

"Der Wimmgraben sowie der Fischbach konnten die großen Wassermassen nicht mehr aufnehmen und gefährdeten mehrere Gebäude", schilderte Peter Bachler von der Feuerwehr. Der Bereich beim Tennisplatz sowie die Straße "Pfarrhofwiese" wurden überflutet. Die Straße musste für den Verkehr gesperrt werden. Bei der Firma Holzknecht ging eine Mure ab und verschüttete die Straße ca. einen Meter hoch.

Bei den meisten Einsätzen waren Keller auszupumpen. Im Bereich der "Kreuzung Promberger" bildete sich ein 70 Meter langer und 50 Zentimeter hoher See, dessen Wasser in Wohnhäuser eintrat. An dieser Einsatzstelle stand die Feuerwehr Abtenau mit den Hochleistungs-Tauchpumpen des Hochwasseranhängers im Einsatz.

Heftige Unwetter im Pinzgau

Auch im Pinzgau rückten die Einsatzkräften in mehreren Gemeinden – insgesamt zwölf Feuerwehren mit rund 400 Personen – aus: Speziell im Großraum Saalfelden haben Kanäle nicht mehr funktioniert, Keller und Tiefgaragen standen unter Wasser.

Unwetter und Starkregen in Leogang WLV/Gebhard Neumayr
In Leogang hat das neue Filterbauwerk seine Arbeit getan.

In Saalfelden wurden zusätzlich die Feuerwehren aus St. Martin bei Lofer und Weißbach zur Unterstützung im Unwetter-Einsatz angefordert.

+++Sturmeinsatz+++ Gegen 19:00 Uhr wurde die Feuerwehr Uttendorf informiert, dass ein Baum im Kreuzungsbereich "Alte...

Gepostet von Feuerwehr Uttendorf im Pinzgau am Dienstag, 28. Juli 2020

In Zell am See wurden Windspitzen von knapp 100 km/h gemessen. Hier wurde durch den Sturm das Blechdach eines unbewohnten Hauses teilweise abgedeckt. Es musste von den Florani gesichert werden. Außerdem waren mehrere Straßenzüge (Kaprunerstraße, Sonnbergstraße) durch umgestürzte Bäume teilweise blockiert und wurden wieder frei geräumt.

Einsatz 28.07.2020 20:11Uhr Die RK Leitstelle alarmierte die Wasserrettung Saalfelden aufgrund des starken Gewitters...

Gepostet von Wasserrettung Saalfelden am Dienstag, 28. Juli 2020

B159 bis 17 Uhr für Verkehr gesperrt

Durch das heftige Unwetter wurde die B159 bei Golling (Tennengau) und der dazugehörende Radweg im Teilstück vom Pass Lueg bis Stegenwald bei Werfen an mehreren Stellen von umgefallenen Bäumen und Geröll blockiert. Die Straße war auch am Vormittag noch nicht befahrbar. Aktuelle Verkehrsinfos findet ihr HIER.

 

Die Feuerwehr Golling und die Straßenmeisterei rückten an. Aufgrund der Vielzahl der umgeknickten Bäume konnten die Arbeiten vor Einbruch der Dunkelheit nicht abgeschlossen werden. Zudem wird auf dem Hang entlang der B159 noch loses Geröll vermutet. Schließlich wurde die B159 gesperrt. Ausweichen ist zwischen Golling und Stegenwald über die Tauernautobahn möglich. Wie Hermann Brückler von der Straßenmeisterei Tennengau am Mittwoch zur APA sagte, dürfte die Sperre noch bis 17 Uhr andauern. "Wir müssen neben Rodungsarbeiten noch die Fahrbahn säubern und eventuell loses Geröll aus den Hängen über der Straße räumen." Autofahrer können inzwischen zwischen Golling und Stegenwald über die Tauernautobahn (A10) ausweichen.

Schutzbauten verhinderten größere Überflutungen

Wie das Land Salzburg in einer Aussendung informiert, hätten auch die Schutzbauwerke ihre Funktionen erfüllt und Auswirkungen bis in besiedelte Gebiete verhindert.

(Quelle: SALZBURG24)

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Schwere Gewitter in ganz Österreich

Unwetter Oberösterreich APA/DANIEL SCHARINGER
Sturmschaden in St. Johann am Walde.

Nach dem bisher heißesten Tag des Jahres sind am Dienstag in den Abendstunden schwere Unwetter über ganz Österreich gezogen. Dächer wurden abgedeckt und Keller überflutet. Mehrere Straßen mussten gesperrt werden. Die örtlichen Feuerwehren standen im Großeinsatz. Hagel richtete in der Landwirtschaft Schäden in Millionenhöhe an.

Im Tiroler Zillertal ist in Ramsau ein Baum auf zwei Carports und einen Hundezwinger gestürzt, auf das Dach des Nachbarhauses stürzte ebenfalls ein Baum.

Unwetter Niederösterreich APA/GERHARD ZWINZ
Überschwemmung im Bezirk Neunkirchen. 

Fast 200 Unwetter-Einsätze im niederösterreichischen Zentralraum

In Niederösterreich wurde vor allem der Bezirk St. Pölten stark getroffen. Heftige Sturmböen und intensive Niederschläge hatten im Zentralraum fast 200 Einsätze von 50 Feuerwehren zur Folge, teilte ein Sprecher mit.

Bis weit nach Mitternacht waren überflutete Keller auszupumpen, nach Hangrutschungen vermurte Straßen zu reinigen und dutzende umgestürzte Bäume zu beseitigen, die auf Strom- und Telefonleitungen, aber auch auf Schienen von Bahnstrecken gekracht waren. Dachziegel von Häusern hatten sich ebenfalls gelöst.

Aufregung herrschte kurzfristig nach einem Notruf aus St. Pölten-Viehofen. Laut einem Anrufer war ein Baum auf ein Auto gestürzt, Insassen seien eingeklemmt. "Zum Glück eine Falschmeldung", berichtete ein Sprecher. Das Auto war leer, wurde jedoch stark beschädigt. Zwei Blitze schlugen in Trafoanlagen ein, daraus resultierende Kleinbrände wurden von der Feuerwehr rasch gelöscht. Verletzt wurde bei den zahlreichen Einsätzen niemand.

*** Unwetter Serie - 11 Einsätze *** Exakt 4 Tage sind in St. Georgen seit den letzten Unwettern vergangen. Am...

Gepostet von Feuerwehr St. Pölten-St. Georgen am Dienstag, 28. Juli 2020

Die FF St. Pölten-St. Georgen berichtete, dass innerhalb kürzester Zeit 60 bis 80 Liter pro Quadratmeter niedergegangen seien. "Diese Wassermassen brachten das Kanalsystem an seine Grenzen." Keller, u.a. auch in einem Industriebetrieb, wurden ebenso überflutet wie ein Pferdehof.

Alle anderen niederösterreichischen Regionen blieben von der Unwetterfront mehr oder weniger verschont. Lediglich der Bezirk Tulln wurde nach Feuerwehrangaben noch von den Ausläufern gestreift. 15 Bäume stürzten um.

Schäden in Millionenhöhe in Oberösterreich

Allein in Oberösterreich haben die Unwetter in der Landwirtschaft Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Laut ersten Erhebungen der Hagelversicherung dürfte dort ein Schaden von rund 2,5 Mio. Euro entstanden sein. Besonders betroffen waren demnach die Bezirke Braunau am Inn, Ried im Innkreis und Vöcklabruck.

Unwetter Oberösterreich APA/FOTOKERSCHI.AT/KERSCHBAUMMAYR
Sturmschaden in Ottnang.

Blitz schlägt in Vorarlberg in Wohnhaus ein

Unwetter mit Starkregen und Hagelschlag haben in Vorarlberg 15 Feuerwehr-Einsätze notwendig gemacht. In der Mehrzahl der Fälle mussten unter Wasser stehende Keller ausgepumpt werden, hieß es auf APA-Anfrage bei der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle in Feldkirch. Ein Blitzeinschlag in ein Einfamilienhaus in Altach (Bez. Feldkirch) ging glimpflich aus. Verletzt wurde niemand.

Etwa die Hälfte der Einsätze konzentrierte sich auf die Region Hohenems-Altach-Götzis. Im vom Blitz getroffenen Gebäude entstand laut Polizei zwar eine starke Rauchentwicklung, die Feuerwehr konnte jedoch verhindern, dass das Haus in Brand geriet. Es sei lediglich geringer Sachschaden entstanden, hieß es. Ebenfalls in Hohenems und Altach wurden Straßen überflutet bzw. durch umgestürzte Bäume verlegt.

Knapp 200 Unwetter-Einsätze in Wien

Auch in der Bundeshauptstadt Wien haben die schweren Unwetter zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr geführt. "Es ist gestern Abend ziemlich rund gegangen": So hat Gerald Schimpf, Sprecher der Wiener Berufsfeuerwehr, am Mittwoch die Einsätze zusammengefasst, die am Dienstagabend und in der Nacht auf Mittwoch aufgrund der Unwetter über der Stadt erforderlich waren. Knapp 200 Einsätze wurden absolviert, die den Gewittern zugeordnet wurden. Davon betraf fast ein Viertel den Bezirk Döbling.

"Ab 20.30 Uhr hatten wir erhöhte Einsatzbereitschaft", sagte Schimpf. "Es waren einige Fahrzeuge zusätzlich im Dienst." Neben Döbling waren die Bezirke Penzing, Ottakring, Hernals und Brigittenau am stärksten betroffen. In Döbling erwischte es besonders das Gebiet Krottenbachstraße und Umgebung.

Die meisten Einsätze waren "Unwetter-typisch": Umgestürzte Bäume, Wassereintritt über Dächer, oder auszupumpende Räume. "Es gab zum Glück kaum Einsätze mit Personengefährdung", betonte Schimpf. Bis 6.00 Uhr waren die Arbeiten abgeschlossen.

Bereits zuvor hatte die Hitze am Dienstag für erhöhtes Arbeitsaufkommen bei der Feuerwehr gesorgt. Es gab mehrere CO-Zwischenfälle. "Zum Glück ist alles glimpflich ausgegangen", sagte Schimpf.

Unwetter nach heißestem Tag des Jahres

Der Dienstag war der bisher heißeste Tag des Jahres. 37,2 Grad wurden an der ZAMG-Wetterstation Wien Innere-Stadt gemessen. Dahinter lagen Innsbruck Universität, Hohenau an der March (NÖ) und Wien Donaufeld mit 36,3 Grad. An rund 200 der insgesamt 280 Wetterstationen der ZAMG wurden heute mehr als 30 Grad gemessen, berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.

Aufgerufen am 03.08.2020 um 01:49 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/unwetter-sorgt-in-salzburg-fuer-zahlreiche-einsaetze-90787780

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