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Vanlife

"Die Leute wollen wieder raus in die Natur"

Salzburger über das Reisen mit dem Kleinbus

Das Reisen mit dem Van ist in letzter Zeit wieder in Mode gekommen: Die Kombination aus Fortbewegung und Campen steht dank neuer Medien gerade bei der jüngeren Generation wieder hoch im Kurs. Der Salzburger Stefan Pappernigg hat sich mit seiner Firma Qubiq auf den Innenausbau von VW-Bus & Co spezialisiert. Wir haben ihn zum Interview getroffen.

Um das Reisen mit dem Bus hat sich ein regelrechter Lifestyle gebildet. Das zeigen Millionen von Einträgen in sozialen Medien wie Instagram, die unter dem Hashtag #Vanlife – oftmals durchaus gestellte – Aufnahmen vom Camping in der freien Natur auflisten. Früher den Hippies und Aussteigern der 1969er-Generation vorbehalten, scheint der Kleinbus, oder eben der Van, nun eine Renaissance zu erleben.

"Es ist die Chance, improvisieren zu dürfen"

All-Inclusive-Urlaube und Fünf-Sterne-Hotels haben offenbar an Reiz verloren: "Die Leute wollen wieder raus in die Natur. Es sind einfach die Flexibilität und die Chance, improvisieren zu dürfen, die den Reiz ausmachen", erklärt Stefan Pappernigg im Gespräch mit SALZBURG24 das Interesse am wiederentdeckten Outdoor-Vergnügen.

Erste Impressionen von der Caravan Salon Austria in Wels

Gepostet von QUBIQ - Camping Module am Freitag, 19. Oktober 2018

Qubiq: Bus wird zum Camping-Mobil

Der Salzburger hat sich mit seiner Firma Qubiq in Jadorf in der Gemeinde Kuchl (Tennengau) schon vor sechs Jahren auf den Innenausbau von Vans aller Marken spezialisiert. Gemeinsam mit drei weiteren Kollegen stellt er qualitativ hochwertige Module her, die einen Bus kurzerhand in ein Camping-Mobil verwandeln – inklusive Bett, Küchenzeile und Dusch-Möglichkeit. Zum Einsatz kommen die Module in allen gängigen Minivans und Vans. "Hoch im Kurs stehen nach wie vor die VW-Modelle California Beach und Multivan", weiß der Salzburger.

Erfahrungen auf langen Reisen gesammelt

Bis Pappernigg sich selbstständig machte, sammelte er bei ausgedehnten Reisen durch Mexiko und Südamerika Erfahrung. Als er wieder nach Salzburg zurückkam, tüftelte der Bastler an seinem eigenen Fahrzeug, um es für künftige Expeditionen einsatzbereit zu machen. Dabei stellte er fest, dass sich ein modulares System am besten eignet: „Viele Leute verwenden ihren Van auch als Alltagsfahrzeug. Da will man eben nicht immer das gesamte Camping-Equipment spazieren fahren“, so der 41-Jährige. Die Flexibilität steht also im Vordergrund. Je nach Bedarf können die einzelnen Qubiq-Module ohne Zuhilfenahme von Werkzeug ein- oder ausgebaut werden.

Tipps für Neueinsteiger

Für alle, die vor ihrer ersten Reise mit dem Bus stehen, hat Pappernigg einen Tipp: "Nicht zu viel mitnehmen. Weniger ist oftmals mehr." Davon abgesehen müsse natürlich jeder seinen eigenen Weg finden und erst einmal Erfahrungen sammeln. Das Schöne am Reisen mit dem Kleinbus ist laut Pappernigg allerdings "nicht alles vorgesetzt zu bekommen, wie das oftmals im Alltag der Fall ist. Einfach draußen sein und ausprobieren."

Pappernigg: Reisen fernab der Zivilisation

Um die Natur mit dem eigenen Fahrzeug erkunden und genießen zu können, muss es aber nicht die Reise auf einen anderen Kontinent sein. "Ich bin gerne am Mondsee. Da kann man auch nach der Arbeit noch schnell hinfahren und dort entspannen", so Pappernigg, der sonst gerne in Slowenien oder den Dolomiten unterwegs ist. Eine große Reise schwebt dem 41-Jährigen aber dennoch vor. "Ich will in den Osten – weit entfernt von der Zivilisation, wo sonst niemand hinfährt. Denn das ist nach wie vor das, was mich am Reisen mit dem Bus reizt."

Persönlich treffen kann man Stefan Pappernigg und Qubiq ab 19. Oktober bei der Caravan-Messe in Wels. 

(Quelle: SALZBURG24)

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