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Psychische Erkrankung

Messerstecher wird eingewiesen

Pinzgauer hat Vater für Dämon gehalten

Landesgericht SALZBURG24/WURZER
Der Beschuldigte leidet seit Jahren an paranoider Schizophrenie. (SYMBOLBILD)

Im Prozess um den Messerangriff eines psychisch kranken Mannes auf seinen Vater im März dieses Jahres haben die acht Geschworenen am Freitag in Salzburg einstimmig den versuchten Mord bejaht, genauso einstimmig aber auch die Unzurechnungsfähigkeit des 27-Jährigen festgestellt. Er wird in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der 27-Jährige gab keine Erklärung ab, teilte Gerichtssprecher Peter Egger der APA mit.

Vater für Dämon gehalten: Messerattacke

Der Pinzgauer soll am 17. März seinen Vater im Keller des Elternhauses von hinten mit einem Küchenmesser attackiert haben, weil er glaubte, dieser sei ein Dämon. Der Vater kam mit leichten Verletzungen davon, hatte aber wohl großes Glück.

Der Beschuldigte leidet seit Jahren an paranoider Schizophrenie. Einher mit seiner Erkrankung gehen Halluzinationen, Verfolgungswahn und Aggressionshandlungen, die sich besonders gegen seine Eltern richten. Wäre er zum Zeitpunkt der Tat zurechnungsfähig gewesen, würde die Anklage laut Staatsanwaltschaft auf versuchten Mord lauten.

(Quelle: APA)

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