Jetzt Live
Startseite Salzburg
Südafrikanische Mutation

So gehen Salzburgs Behörden im Verdachtsfall vor

Juhasz appelliert an Bevölkerung

Contact-Tracing, Contact Tracing APA/BARBARA GINDL
Mittels Contact-Tracing werden Kontaktpersonen aufgespürt (Archivbild).

Bisher 177 Fälle der britischen Coronavirus-Variante wurden in Salzburg bestätigt, am Dienstag kam der erste Verdachtsfall der südafrikanischen Variante in der Stadt Salzburg dazu. Ein Überblick, wie die Behörden aktiv gegen die weitere Ausbreitung vorgehen.

„Aufgrund der frühen Vorbereitung haben wir einen guten Überblick über die Verbreitung der Mutationen und können entsprechend handeln. Ich appelliere aber eindringlich an die Menschen im Land bei der Kontaktpersonenerhebung aktiv und ehrlich mitzuwirken, sonst sind die Anstrengungen der Behörden zur Eindämmung des Virus vergebens“, betont Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz.

Salzburgs Behörden reagieren auf Entwicklung

Die Mutationen des Coronavirus wie unter anderem die südafrikanische, britische und brasilianische Variante sind nach derzeitigem Erkenntnisstand weitaus ansteckender als die bisher bekannten. Die Gesundheitsbehörden haben daher in Salzburg schon vor Wochen auf diese neue Entwicklung der Pandemie reagiert. 

Die Maßnahmen im Überblick

  • Gezielte Voruntersuchung aller positiven PCR-Tests auf Mutationen durch die Partnerlabore des Landes. Ob ein Verdacht auf eine Mutation besteht, oder nicht, steht innerhalb von 48 Stunden fest.
  • Ganzgenomsequenzierung der verdächtigen Proben durch die AGES in Wien
  • Alle Kontaktpersonen der Kategorie 1 (enge Kontakte) werden wie gewohnt mittels PCR-Methode getestet.
  • Alle Kontaktpersonen der Kategorie 1 (enge Kontakte) - auch wenn vorerst kein Verdacht auf Mutation vorliegt - werden automatisch ab dem fünften Tag nach dem positiven PCR-Test der Indexperson erneut auf Covid-19 getestet.
  • Kontaktpersonen der Kategorie 2 von Mutations-Verdachtsfällen werden ab dem fünften Tag einem PCR-Test unterzogen.
  • Haushaltsangehörige von Kontaktpersonen 1 werden angehalten, außerhalb des Haushalts eine FFP2-Maske tragen.
  • Das Contact Tracing wurde in Salzburg auf die Mutationen abgestimmt. Nach wie vor sind die Teams in den Bezirkshauptmannschaften, das zentrale Team des Covid Boards, die Soldaten des Bundesheeres sowie die Contact Tracer in den Gemeinden flexibel je nach Aufkommen der Fälle oder Cluster einsetzbar.

Juahsz mit Appell an Salzburger

Ganz wesentlich bei der Unterbrechung der Infektionsketten und zur Eindämmung der Pandemie ist nach wie vor das Contact-Tracing. „Dieses verliert allerdings seine Wirkung, wenn die Menschen bei der Auskunft über ihre Kontaktpersonen nicht genau sind, absichtlich oder unabsichtlich. Ich weiß und mir ist sehr bewusst, dass die Bedenken vor einer Quarantäne oder anderen Unannehmlichkeiten groß sind", so Juhasz.

Eine wahrheitsgetreue Auskunft sei für die Gemeinschaft aber ungleich größer, so die Expertin weiter: "Ich appelliere daher an alle: Bitte helfen Sie den Behörden, Ihre Kontakte möglichst genau anzugeben. Eine ehrliche Antwort kann hier sehr viel für alle bewirken, ganz besonders jetzt, da sich die Virus-Mutationen weiter ausbreiten und nachgewiesen ansteckender sind“, so Juhasz. 

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 24.09.2021 um 01:32 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/verdachtsfall-mit-suedafrikanischer-mutation-so-gehen-die-behoerden-vor-99883945

Kommentare

Mehr zum Thema