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Zwischenbilanz

Heuer mehr Verkehrstote in Salzburg

Verkehrstote, Kreuz, Straße, SB APA/dpa/UNBEKANNT
Die Zahl der Verkehrstoten ist in Salzburg 2019 bisher angestiegen. (SYMBOLBILD)

25 Menschen sind in Salzburg seit Jahresbeginn bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Damit sind zwei Menschen mehr als letztes Jahr zur gleichen Zeit im Verkehr gestorben. Außer Salzburg haben auch Oberösterreich und das Burgenland mehr Tote zu beklagen.

Österreichweit wurden laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) bereits 315 Menschen im Straßenverkehr getötet. Im Vorjahr gab es zu dieser Zeit laut vorläufiger Unfallbilanz 311 Todesopfer, nach endgültigen Daten verschlechterte sich die Unfallbilanz auf 317 Verkehrstote.

Im Bundesländer-Vergleich weist Salzburg gemeinsam mit Tirol und dem Burgenland die vierthöchste Opferzahl auf.

Ursachen: Zu hohes Tempo, Ablenkung

Die Hauptursachen der tödlichen Unfälle waren zu hohes Tempo sowie Ablenkung und Unachtsamkeit. Wie hoch die Opferzahl in Österreich ist, zeigt der Vergleich mit der Schweiz, wo im gesamten Vorjahr 233 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen. "In der Schweiz gibt es niedrigere Tempolimits. Tempo 80 auf Freilandstraßen, Tempo 120 auf Autobahnen und im Ortsgebiet erhöhen zahlreiche Begegnungszonen und Verkehrsberuhigung die Verkehrssicherheit", erklärt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Zudem gibt es beim Überschreiten von Tempolimits in der Schweiz keine Toleranzgrenze. Maßnahmen, die auch in Österreich viele Menschenleben retten würden, findet der Verkehrsclub.

Die Schweiz profitiert zudem vom dichten Bahnnetz. Das Unfallrisiko im Auto ist um ein Vielfaches höher als mit der Bahn. "Ein dichteres Öffentliches Verkehrsnetz mit häufigeren Verbindungen bringt Österreich nicht nur seinen Klimazielen näher, sondern auch seinen Verkehrssicherheitszielen", betont Gratzer.

Österreich droht Ziele zu verpassen

Derzeit droht Österreich seine Verkehrssicherheitsziele weit zu verfehlen. Im kommenden Jahr soll die Zahl der Verkehrstoten um mindestens 50 Prozent niedriger sein als im Schnitt der Jahre 2008 bis 2010. Das bedeutet weniger als 312 Verkehrstote – und damit weniger als heuer in den ersten neun Monaten.

Die Todeszahlen der Vorjahre

  • 1.1. bis 30.9. 2019: 25 Verkehrstote  (vorläufige Daten)
  • 1.1. bis 30.9. 2018: 23 Verkehrstote  (endgültige Daten)
  • 1.1. bis 30.9. 2017: 36 Verkehrstote
  • 1.1. bis 30.9. 2016: 27 Verkehrstote
  • 1.1.-30.9. 2015: 35 Verkehrstote
  • 1.1.-30.9. 2014: 19 Verkehrstote

Die Bundesländer im Vergleich

  • Niederösterreich: 73 (84 Verkehrstote 2018)
  • Oberösterreich: 71 (66 Verkehrstote 2018)
  • Steiermark: 57 (57 Verkehrstote 2018)
  • Burgenland: 25 (8 Verkehrstote 2018)
  • Salzburg: 25 (23 Verkehrstote 2018)
  • Tirol: 25 (30 Verkehrstote 2018)
  • Kärnten: 19 (23 Verkehrstote 2018)
  • Vorarlberg: 11 (13 Verkehrstote 2018)
  • Wien: 9 (13 Verkehrstote 2018)
(Quelle: SALZBURG24)

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