Jetzt Live
Startseite Salzburg
Verzicht auf "Knallerei"

Feuerwerk ist für Wildtiere die Hölle

Schwaiger2018 (3).jpg Land Salzburg/Büro Schwaiger
Josef Schwaiger (Rechts) und Hubert Stock machen auf die Initiative „Respektiere deine Grenzen“ aufmerksam.

Bunt. Traditionell. Und leider laut: Das Silvesterfeuerwerk gehört für uns Menschen zum Jahreswechsel dazu, für die Wildtiere kann der Lärm sogar lebensbedrohend sein. Nicht zuletzt deshalb verzichten unter anderem die Ostpreußen- und Kleinarlerhütte auf die Knallerei.

Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) und Hubert Stock von der Initiative „Respektiere deine Grenzen“ jedenfalls sind sich in diesem Punkt einig: "Man kann auch ohne Feuerwerk feiern, vor allem, wenn einem die Tiere am Herzen liegen." Vor allem in Waldnähe und auf den Bergen gefährden Lärm, die Helligkeit und auch der Geruch das Wild. Es flüchtet in Panik und verbraucht daher viel Energie, was im Winter tödliche Folgen haben kann. "In dieser Zeit leben die Tiere am Limit, reduzieren ihren Stoffwechsel auf ein Minimum. Eine panische Flucht geht da an die Substanz", weiß Landesrat Schwaiger.

Von Futterstellen verscheucht

Dazu kommt, dass die Wildtiere durch Lichtblitze und Lärm von angestammten Futterstellen verscheucht werden, "und oft wochenlang nicht dorthin zurück kehren", beschreibt Stock das Problem. Auf der Suche nach anderen Nahrungsquellen entstehen dann häufig Schälschäden an den Rinden der Bäume.

Freiwilliger Verzicht auf Feuerwerk

Aber: Einige Hüttenwirte haben genau diese Gefahr erkannt und verzichten freiwillig auf das nur vermeintlich obligatorische Feuerwerk. "Ostpreußen- und Kleinarlerhütte gehen da seit Jahren mit gutem Beispiel voran. „Die Ruhe in den Bergen genießen und dabei die Tiere schützen, das geht in einem", betonen Schwaiger und Stock.

Tipps für ein "tierliebes" Silvester

  • Auf den Hütten, in Waldnähe und allgemein in der freien Natur auf Feuerwerk verzichten.
  • Schilder, Markierungen und „Ruhezonen“ zum Beispiel im Rahmen von „Respektiere deine Grenzen“ beachten.
  • Fütterungsstellen und Äsungsflächen großräumig meiden.
  • In der Dämmerungs- und Nachtzeit im Wald und in den Bergen keinen Lärm machen.
  • Auf Wiederaufforstungsflächen achten. Die Skiabfahrt nach der Silvesterfeier durch diese sensiblen Bereiche, kann großen Schaden anrichten.

Whatsapp

Aufgerufen am 23.03.2019 um 01:33 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/verzicht-auf-knallerei-feuerwerk-ist-fuer-wildtiere-die-hoelle-63180244

Kommentare

Mehr zum Thema