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Wahlen in Salzburg: SPÖ seit Machtwechsel 2004 Erste

2004 holte Gabi Burgstaller für die SPÖ den LH-Sessel und somit den Machtwechsel. APA
APAHDS31 - 07032004 - SALZBURG - OESTERREICH. ZU APA-TEXT II - Landtagswahlen am Sonntag, 07. Maerz 2004, in Salzburg: Im Bild SPOE-Spitzenkandidatin Gabi Burgstaller (m) , Gatte Anton Holzer (re) und SP-Vorsitzender Alfred Gusenbauer (li) jubeln in der SPOE-Parteizentrale in Salzburg ueber den Sieg der SPOE. Die SPOE konnte bei den Wahlen die OEVP ueberholen ist somit staerkste Kraft im Land. APA-FOTO. FRANZ NEUMAYR

Fast 60 Jahre lang - von 1945 bis 2004 - war im Bundesland Salzburg durchgehend die ÖVP stimmenstärkste Partei und stellte den Landeshauptmann. 2004 gelang der SPÖ unter der jetzigen LH Gabi Burgstaller der Machtwechsel. Fünf Jahre später konnten die Sozialdemokraten den ersten Platz - trotz starker Stimmenverluste - verteidigen.

Im Sog des Finanzskandals witterte die ÖVP jetzt die Chance, den "Thron" zurückzuerobern und beantragte vorgezogene Neuwahlen. Statt im März 2014 wird nun schon am 5. Mai 2013 gewählt.

Salzburg ein "schwarzes Kernland"

Schwarzes "Kernland" war Salzburg allerdings nie; so gelang es der ÖVP dort nur zweimal (1945 und 1984), bei Landtagswahlen die absolute Mehrheit zu erobern. Und bei der Wahl 1969 - als im Bund die ÖVP-Alleinregierung am Ruder war - lag die SPÖ fast schon gleichauf mit der ÖVP. 2004 gelang es den Roten - unter der schwarz-blauen Bundesregierung - dann, die intern zerstrittene ÖVP mit ihrem geschwächten Chef LH Franz Schausberger zu überholen, und das mit 45,4 zu 37,9 Prozent sehr deutlich.

SPÖ profitierte 2004 von FPÖ

Die SPÖ profitierte damals auch vom Einbruch der FPÖ, die 2004 - als sie noch der Bundesregierung angehörte - auf ihren historischen Tiefstwert fiel. Den konnte sie fünf Jahre später allerdings mit 13,02 Prozent wieder weit hinter sich lassen - was vor allem für die SPÖ Stimmeinbußen bedeutete. So hat sich der Abstand zwischen SPÖ und ÖVP 2009 auf 2,82 Prozentpunkte verringert.

Den Grünen ist es zuletzt bei drei Urnengängen hintereinander nicht gelungen, ein drittes Mandat im Landesparlament zu erringen. Dieses würde der Ökopartei den Klubstatus und damit eine Reihe von Vorteilen - etwas bei der finanziellen wie personellen Ausstattung - bringen.

Das BZÖ schaffte in Salzburg 2009 den Einzug in den Landtag nicht. Damit blieb der Landtag ein Vier-Parteien-Parlament - was er seit dem Einzug der Grünen 1989 ist. Heuer wird das BZÖ gar nicht mehr eigenständig kandidieren, sondern versucht es mit Wählergemeinschaften gemeinsam. (APA)

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