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Urlaub in der Natur

Salzburger Wald soll Touristen locken

Wald bedeckt nicht nur mehr als die Hälfte der Fläche Salzburgs, sondern dominiert nun auch die neue Tourismus-Kampagne des Bundeslandes. Es geht zurück zur Natur. Entschleunigung und Nachhaltigkeit lautet die Devise.

Rund 53 Prozent der Fläche Salzburgs ist von Wald bedeckt. So steht etwa der höchste vollständig bewaldete Berg Europas im Bundesland: Der Hahneckkogel auf 1.857 Meter Seehöhe in Zell am See (Pinzgau). Der größte Zirbenwald in Europa beginnt des Weiteren im Lungau. Rund 10.000 Familien in Salzburg sind Waldbesitzer.

Breitenebenhaus, Großarl, Alm, Salzburg, Pongau SALZBURG24/WURZER
Urlaub in den Gebirgsregionen wird immer beliebter. Im Bild: Das Breitenebenhaus in Großarl.

Wald steht für Heimat und Erholung

Nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch Salzburgs Identität ist untrennbar mit der Natur verbunden. Wie Motiv- und Meinungsforscherin Sophie Karmasin am Donnerstag bei einem Pressetermin des SalzburgerLand-Tourismus erklärte, verbindet laut einer aktuellen Umfrage ein Großteil den Wald mit dem Schlagwort "Heimat" (76 Prozent). 80 Prozent sehen darin einen Erholungsraum. "Der Wald als Kraftquelle liegt voll im Trend": Dem trägt nun auch das Tourismusland Salzburg Rechnung.

Es wurden neue Angebote entwickelt: So können die Gäste in einem fliegenden Zelt im Wald übernachten, Ausflüge mit Waldpädagogen unternehmen oder in Waldschaukeln entspannen. Man wirbt mit Waldsujets, Wandermotiven, alpiner Kulinarik und Zirbenduft. Leo Bauernberger, Geschäftsführer des SalzburgerLand Tourismus, ließ beim Medientermin Zirbenstücke austeilen und bat um "Einamten. Ausatmen.", dazwischen wurde Vogelgezwitscher eingespielt.

Leo Bauernberger, Zirbenduft SalzburgerLand Tourismus SALZBURg24/WURZER
Leo Bauernberger lud zur gedanklichen Reise in einen Zirbenwald.

Großer Anstieg bei Sommertourismus in Salzburg

Generell steigen die Nächtigungszahlen im Sommer in Salzburg seit Jahren. Im vergangenen Jahr gab es in der Sommersaison 13,3 Mio. Nächtigungen, um 17 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor. Bei den Ankünften betrug das Plus in diesem Zeitraum 25 Prozent. Im Sommer gebe es stärkere Zuwächse als im Winter, sagte Tourismusreferent Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). "Die Entwicklung läuft touristisch in unsere Richtung", verwies er auch auf globale Veränderungen wie den Klimawandel, die gemäßigte Destinationen in Mitteleuropa bei Gästen noch attraktiver machten. Neben Österreich sind Deutschland und die Niederlande für Salzburg die wichtigsten Märkte. Aber auch die Buchungen aus Tschechien haben sich in den letzten Jahren nahezu verdoppelt.

 

Tourismus in der Natur lenken

Dass das Zusammentreffen von Mensch und Natur allerdings nicht immer einfach ist, machte erst kürzlich das viel diskutierte Kuh-Urteil in Tirol deutlich. Man müsse den Tourismus auf den Almen und in den Wäldern lenken, ist Rudolf Rosenstatter, Obmann des Salzburger Waldbesitzerverbandes, überzeugt: "Wir werden dabei ohne Frage zum Schutz von Jungwald oder -wild auch temporäre Ruheräume aussprechen müssen". Es gelte "Schützen durch Erleben", ergänzte Bauernberger.

Schneemassen: Schäden im Wald noch unklar

Wie hoch die Schutzwirkung des Waldes für die Bevölkerung ist, bewies der vergangene Winter. Dieser hinterließ allerdings auch enorme Schäden am heimischen Baumbestand. Wie hoch dieser ist, konnte Haslauer am Donnerstag noch nicht beziffern. Dies werde sich erst nach der Schneeschmelze zeigen. Gerade in höheren Lagen – wie etwa in Hintersee – liege noch über einen Meter Schnee.

(Quelle: SALZBURG24)

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