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Waldbrandgefahr sinkt

Wasser-Situation weiter angespannt

Lange Trockenheit in Salzburg

Herbst APA/BARBARA GINDL

Der trockene Sommer und Herbst haben in Salzburg ihre Spuren hinterlassen. Die Grundwasserpegel sind weiterhin niedrig, in manchen Gegenden sind private Brunnen überhaupt nicht mehr nutzbar. Der Regen der vergangenen Tage hat geholfen, die Situation bleibt aber angespannt.

Normalisiert hat sich die Lage in Salzburg noch nicht: „Verringert hat sich die Waldbrandgefahr, die Trinkwasserversorgung muss jedoch weiter beobachtet werden. Aber grundsätzlich gilt: Jeder Tropfen Wasser zählt und hilft“, fasst Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) zusammen.

Grundwasserstände sehr niedrig

Denn so schnell kann das über Monate entstandene Niederschlagsdefizit nicht abgebaut werden. „Die Niederschläge sind noch nicht im Grundwasser angekommen. Das dauert normalerweise mindestens vier bis acht Wochen. Die Grundwasserstände sind nach wie vor sehr niedrig“, weiß Bernhard Niedermoser von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

 

Wasser-Situation bleibt kritisch

Niedermoser erwartet bis Mitte nächster Woche eine Niederschlagsmenge von 50 bis 80 Liter pro Quadratmeter, hauptsächlich entlang der Nordalpen. Das wird immerhin zur Stabilität beitragen. Danach wird es wieder trockener. „Die Gesamtsituation muss daher weiterhin aufmerksam beobachtet werden“, betont Schwaiger. „Für Einzelwasserversorgungsanlagen bleibt es weiterhin angespannt, in manchen Gegenden kritisch.“

Gefahr von Waldbränden verringert

Zumindest verringert hat sich die Gefahr von Waldbränden. Feuer breitet sich oft über die Bodenstreu aus. „Je feuchter diese oberste Bodenschicht ist, desto geringer ist dann natürlich auch die Brandgefahr“, erläutert Schwaiger.

Weiße Weihnachten erwünscht

Die Niederschläge helfen zwar dem Boden, aber die trockenen Vegetationsschichten, die es im Herbst immer gibt, sind leicht entzündlich. „Lediglich eine geschlossene Schneedecke ist der Garant dafür, dass brennende Elemente nicht mit der trockenen Vegetation in Berührung kommen. Ein Grund mehr, auf weiße Weihnachten zu hoffen“, sagt Schwaiger.

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