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Was muss ich beim Fahrrad kaufen beachten?

Hier finden Sie zehn Tipps für den Radkauf. APA/Schlager
Hier finden Sie zehn Tipps für den Radkauf.

Alleine in Salzburg gibt es sage und schreibe 425.000 Fahrräder, das macht pro 1.000 Einwohner 795 Räder. Nur in Vorarlberg gibt es pro 1.000 Einwohner noch mehr Fahrräder. Wir haben für Sie zehn Tipps zusammengefasst, die Sie beim Kauf eines neues Drahtesels beherzigen sollten.

Das Fahrrad ist nicht nur ein beliebtes Verkehrsmittel, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria kommt zum Ergebnis, dass in Salzburg für Fahrräder und Zubehör mehr als 27 Millionen Euro pro Jahr ausgegeben werden.

Sprit sparen durch Fahrrad fahren

In den vergangenen Jahren ist auch die Bereitschaft gestiegen, mehr Geld für ein Fahrrad auszugeben. So gibt es mehr Elektro-Fahrräder und mehr (Qualitäts)Fahrräder im oberen Preissegment. "In Zeiten von in Zukunft weiter steigenden Erdölpreisen ist es clever, in ein gutes Fahrrad zu investieren. Mit jeder Radfahrt steigt die Rendite. Denn wer kürzere Strecken radelt statt mit dem Auto fährt, spart sich einiges an Spritkosten", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest.

Mit dem Frühlingsbeginn nimmt auch die Zahl der Fahrradkäufe zu. Der VCÖ empfiehlt, sich vor dem Kauf des Fahrrads genau zu überlegen, für welche Zwecke das Fahrrad gebraucht wird, ob man kurze oder längere Distanzen zurücklegt, ob man das ganze Jahr über fährt oder nur in der warmen Jahreszeit. In der Stadt werden Falträder immer beliebter, weil diese auch in öffentlichen Verkehrsmitteln leicht mitzunehmen sind. Ebenso können sie leicht in die Wohnung oder ins Büro mitgenommen werden, wodurch sie vor Diebstahl sicherer sind.

Zehn Tipps für den Fahrradkauf

  1. Das richtige Fahrrad für den richtigen Zweck: Unbedingt vor dem Kauf überlegen, wofür das Fahrrad gebraucht wird. Stadt oder Überlandfahrten, kurze oder lange Strecken, wie viel Kilometer legt man im Jahr zurück? Gerade in der Stadt kann ein Faltrad ideal sein, weil es leicht mitgenommen werden kann (etwa auch in öffentlichen Verkehrsmitteln).
  2. Das Rad nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen anpassen: Das Fahrrad ist den eigenen Bedürfnissen anzupassen: Aufrechte oder sportliche Sitzhaltung; Nabenschaltung mit Rücktrittbremse oder Kettenschaltung mit großem Übersetzungsbereich; Möglichkeit, einen Anhänger zu verwenden; rückenschonende Federung etc. Oft ist der serienmäßig eingebaute Sattel nicht der passende oder der Lenker nicht ideal. Gute Fachgeschäfte zeichnen sich besonders durch diese individuelle Beratung aus.
  3. Vor dem Kauf eine Probefahrt machen: Bevor ein Fahrrad gekauft wird, unbedingt eine Probefahrt machen. Wie ist die Sitzhaltung, passt die Rahmenhöhe, wie sind die Fahreigenschaften?
  4. Den richtigen Rahmen wählen: Viele Details der Ausstattung lassen sich verändern (Schaltung, Bremsen usw.), die Sitzposition und die Laufraddimension sind aber mit dem gewählten Rahmen fixiert. Die Rahmengeometrie bestimmt letztlich den Einsatzzweck.
  5. Hohe Qualität der Bremsen: Nicht jede Bremse ist für jeden Einsatzzweck optimal. So zuverlässig im Stadtverkehr eine Rücktrittbremse ist, so ungeeignet ist sie für sehr lange Bergabfahrten durch die drohende Überhitzung. So wirkungsvoll eine kräftige V-Bremse im Gelände ist, so gefährlich kann sie (ohne Antiblockiereinrichtung) für einen ungeübten Fahranfänger sein. Die Wartungsintensität der verschiedenen Brems-Typen ist unterschiedlich.
  6. Auf gute Lichtanlage achten: Die Wahl der Lichtanlage ist davon abhängig, wann und wie oft man Rad fährt. Wer öfters am Abend oder das ganze Jahr über fährt, ist mit einer gute Dynamolichtanlage am besten unterwegs. Zu empfehlen sind dynamobetriebene LED-Rücklichter mit eingebautem Standlicht (das heißt beim Stehen an der Kreuzung leuchtet das Rücklicht auch noch im Stand nach).
  7. Diebstahlschutz und Spezialzubehör: Ein gutes Fahrrad-Schloss ist unverzichtbar. Teilediebstahl ist durch geeignete Vorkehrungen vermeidbar, wie Inbus-Schrauben oder Spezialadapter statt Schnellspanner für die Laufrad- und Sattelbefestigung.
  8. Das Rad vor dem Kauf überprüfen: Bei der korrekten Radübergabe darf die mündliche und schriftliche (= Bedienungsanleitung) Erklärung aller Radfunktionen und Einstellmöglichkeiten nicht fehlen. Vor dem Kauf auch die Funktionsprüfung aller Radbestandteile sein (Glocke, Licht, Bremse, Ständer, Luftdruck der Reifen etc.). Vor allem beim Kauf von gebrauchten Fahrrädern unbedingt überprüfen, ob das Fahrrad gemäß der Fahrradverordnung ausgerüstet ist. Reflektoren (weiß nach vorne; rot nach hinten; Speichenreflektoren oder reflektierende Reifen; Pedalreflektoren oder ähnliches) und eine Glocke für alle Räder zu allen Tageszeiten vorgeschrieben. Vor dem Kauf auch die Funktionsprüfung aller Radbestandteile sein (Glocke, Licht, Bremse, Ständer, Luftdruck der Reifen etc.).
  9. Ein Erst-Service sollte angeboten werden: Jedes gute Fachgeschäft bietet ein Erst-Service nach dem Radkauf an. Speichen, Seilzüge von Bremsen oder Schaltung und Schrauben können sich durch die Beanspruchungen nach den ersten Kilometern lockern und sollten deshalb unbedingt nach einer kurzen Einfahrzeit (spätestens nach 200-300 km) kontrolliert werden.
  10. Längerfristige Sicherheit durch regelmäßiges Service: Für die regelmäßige Überprüfung der Sicherheitsstandards ist zumindest ein jährliches Service anzuraten. Aber spätestens nach 3.000 km sollte jedes Rad durch eine Fachwerkstatt überprüft werden. Dieses Service verlängert auch die Lebensdauer der Bestandteile (eine rechtzeitig - nach 2.000 - 3.000 km - getauschte Kette verhindert den vorzeitigen Verschleiß an Zahnkranz und Kettenblättern),
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 25.02.2021 um 12:03 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/was-muss-ich-beim-fahrrad-kaufen-beachten-44987674

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