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Weitere Wolfsangriffe in Salzburg bestätigt

In Salzburg wurden inzwischen sechs Wolfsangriffe bestätigt. APA/AFP/Aris MESSINIS
In Salzburg wurden inzwischen sechs Wolfsangriffe bestätigt.

Gleich vier weitere Wolfsattacken in Salzburg: Das hat die Veterinärmedizinische Universität in Wien nun bestätigt. In St. Johann Urreiting und Einöden (Pongau) waren die Ergebnisse der DNA-Untersuchungen eindeutig, ebenso in Hüttau und Eben (alles Pongau). Am Dienstag tagte zudem zum ersten Mal das Expertengremium bei Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP). 

Nach Pfarrwerfen und Tenneck (beides Pongau) zählt man inzwischen sechs bestätigte Vorfälle in Salzburg. Insgesamt sind 17 tote Tiere zu beklagen, weitere wurden verletzt.

Bei zwei Verdachtsfällen in Faistenau (Flachgau) und Mitterberghütten (Pongau) handelte es sich nicht um einen Wolf. Zwei weitere mögliche Angriffe in Bischofshofen (Pongau) und Maria Alm (Pinzgau) werden noch untersucht. Dort wurde jeweils ein Lamm getötet. HIER findet ihr die detaillierte Auflistung des Landes.

Wolf in Salzburg: Erste Ergebnisse der Experten

Beim ersten Zusammentreffen des neugegründeten Expertengremiums wurde festgelegt, dass das Land Salzburg Herdenschutzzäune und -hunde fördern wird. "Wir sind heute weggekommen von einer Diskussion, bei der es nur noch Schwarz oder Weiß gab. Es gab eine Annäherung der Interessensgruppen, wir verfolgen jetzt das selbe Ziel“, kommentierte Landesrat Schwaiger nach der Sitzung das Gesprächsklima.

Das Expertengremium tagte am Dienstag erstmals./Land Salzburg/Melanie Hutter Salzburg24
Das Expertengremium tagte am Dienstag erstmals./Land Salzburg/Melanie Hutter

Sinnvolle Herdenschutzmaßnahmen werden gefördert

Herdenschutzzäune werden in Zukunft mit bis zu 35 Prozent der Kosten gefördert. "Dabei gibt es eine Bedingung: Sie müssen sinnvoll und für den Betroffenen in der Umsetzung zumutbar sein. Ich werde in dieser Hinsicht jeden einzelnen Fall individuell prüfen“, versichert Wolfsbeauftragter Hubert Stock. Ähnliches gilt für Herdenschutzhunde, die außerdem nachweislich ausgebildet sein müssen. Schwaiger ist bei den Schutzzäunen noch ein anderer Aspekt wichtig: "Das Problem darf nicht zum Nachbarn geschoben werden. Beim einen sind Zäune umsetzbar, beim anderen nicht. Deswegen darf Zweiterer aber keinen Nachteil haben“, so Schwaiger.

Nächstes Treffen sobald wie möglich

In naher Zukunft wird sich das Expertengremium erneut treffen. Hauptfokus wird dann auf der Definition liegen, was ein "Problemwolf“ ist und welche Maßnahmen bei einer entsprechenden Einstufung ergriffen werden können.

(Quelle: S24)

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