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Weltglückstag

Warum wir Traurigkeit brauchen, um glücklich zu sein

Der heutige, 20. März, ist der internationale Tag des Glücks. Doch was bedeutet Glück überhaupt? Wie wird man wirklich glücklich, warum ist die Melancholie entscheidend, um Glück zu empfinden und welche Rolle spielen Religion und Spiritualität?

Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich der Theologe und Erziehungswissenschaftler Anton Bucher von der Universität Salzburg seit vielen Jahren. „Glück ist eine Sehnsucht, die nicht altert“, sagt der gebürtige Schweizer, der seit über 25 Jahren in Salzburg lebt und sich auch als Buchautor dem Thema voll und ganz verschrieben hat. Wir haben ihn bereits im vergangenen Jahr zum Interview getroffen. Anlässlich des Weltglückstages wollen wir dem Interview nochmals Raum verschaffen.

Melancholie und Traurigkeit seien wichtig, um glücklich zu sein und gehören dazu – ist der Glücksforscher überzeugt.

„Wir wissen aus der Emotionspsychologie, dass jene Menschen, die am glücklichsten sind, bei jeweils angemessenen Anlässen auch traurig, nachdenklich oder melancholisch sein können“, sagt Buchner im Interview. Und weiter: „Die faszinierendsten Emotionen, die wir erleben dürfen, sind für mich die gemischten Emotionen. Das ist zu Beispiel dann der Fall, wenn wir glücklich und traurig gleichzeitig sind. Diese Gefühle sind sehr intensiv. Menschen, die in Melancholie geraten – das ist häufiger im Herbst, bei trister Stimmung oder trauriger Musik – erkennen plötzlich die Grenzen des Lebens. Und wenn wir uns unserer Sterblichkeit bewusst sind, wird der jetzige Augenblick viel mehr wert, als wenn man permanent im gleichen Trott steckt. Deswegen braucht es manchmal auch die Traurigkeit und die Melancholie, um das Glück zu erkennen.“

Das gesamte Interview mit Anton Buchner zum Nachlesen findet ihr HIER.

 
(Quelle: SALZBURG24)

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