Jetzt Live
Startseite Salzburg
Salzburger Schlafstudie

So gut oder schlecht schlafen wir

SB, Schlaf, Schlafen, Nacht APA/HELMUT FOHRINGER
Laut der Studie kämpft etwa ein Drittel der Bevölkerung mit Schlafproblemen. (Symbolbild)

Rund ein Drittel schläft schlecht, Frauen häufiger als Männer: Das legen die neuesten Ergebnisse der Salzburger Studie „Wie schläft Österreich?“ nahe, die am Weltschlaftag, dem 15. März, präsentiert wurden. Wir haben für euch die spannendsten Fakten.

Überraschend ist für die Forscher rund um Manuel Schabus und Kerstin Hödlmoser vom Labor für Schlaf- und Bewusstseinsforschung der Uni Salzburg, dass sich die wenigsten Befragten von der jährlichen Zeitumstellung belastet fühlen. Exakt vor einem Jahr wurde die Studie "Wie schläft Österreich?" gestartet. Eintausend Personen zwischen 18 und 90 Jahren haben inzwischen an der Online-Erhebung zu Schlafgewohnheiten, Schlafproblemen, Zeitumstellung und digitale Medien teilngenommen.

 

Unfälle durch schlechten Schlaf

Ein Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gibt an, schlecht zu schlafen (ziemlich schlecht: 28,1 Prozent; sehr schlecht: 2,9 Prozent)  "Beunruhigend ist für mich die Tatsache, dass als Grund für den schlechten Schlaf meist Stress bei der Arbeit genannt wird". 20 Prozent der Männer haben durch schlechten Schlaf sogar schon einen Unfall oder Beinahe-Unfall erlebt. Bei den Frauen sind es nur rund zwölf Prozent.

Schlafprobleme: Frauen mit zunehmendem Alter besonders betroffen

Schlecht schaut es hingegen für Frauen mit dem Schlaf besonders im Alter aus. Mit den Jahren steigen ihre Schlafprobleme auf mehr als das Doppelte an: Von 34 Prozent bei Unter-Dreißigjährigen auf 72 Prozent bei Über-Sechzigjährigen (Bei Männern von 31 Prozent auf 45 Prozent) Noch ein Detail: Während jeder zehnte Mann über 60 sehr gut schläft, trifft das nur auf jede zwanzigste Frau zu. "Frauen sind mit zunehmendem Alter subjektiv belasteter", resümiert Schabus.

Großteil leidet nicht an Zeitumstellung

Interessant ist bei der aktuellen Diskussion um die Abschaffung der jährlichen Zeitumstellung, dass bei der Salzburger Befragung 87 Prozent angeben durch das Vor- und Nachstellen der Uhr nicht oder nur leicht zu leiden und daher aus diesen Daten wenig Not für die geplante Abschaffung der Zeitumstellung in der EU ab 2021 abzuleiten sei, meint Schabus.

 

Blaulichtfilter bei abendlicher Handy-Nutzung

Zuletzt haben die Forscherinnen und Forscher die Smartphone-Nutzung vor dem Schlafengehen abgefragt. Fast die Hälfte gibt an, das Handy weniger als zehn Minuten vor dem Licht-Ausschalten noch zu verwenden und sich so - ungewollt- um das ungestörte Einschlafen zu bringen "Die starken Blauanteile des Lichts, mit dem die Leuchtdioden diese Geräte beleuchten, sind wahre Schlafräuber. Blaulicht signalisiert der inneren Uhr, dass es Tag ist. Es unterdrückt das Hormon Melatonin, das den Körper zur Ruhe kommen lässt", sagen Hödlmoser und Schabus. Allerdings verwenden junge Männer, die das Handy besonders oft mit ins Bett nehmen, als Gegenmaßnahme sehr oft Blaulichtfilter (90 Prozent der Männer unter 29; 41 Prozent der Frauen unter 29).

(Quelle: SALZBURG24)

Whatsapp

Aufgerufen am 22.07.2019 um 01:54 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/weltschlaftag-salzburger-forscher-praesentieren-schlafstudie-67287898

Kommentare

Mehr zum Thema