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Westbahn bietet für 10 Mio. Euro Taktverkehr Salzburg-Graz an

Die private Bahngesellschaft Westbahn, die ab Dezember zwischen Wien und Salzburg in Konkurrenz zu den ÖBB fahren wird, würde auch auf der Strecke Salzburg-Graz einen Zwei-Stunden-Taktverkehr aufziehen - wenn sie die gleiche Subvention erhielte, die die ÖBB für die Strecke verlangen.

Dabei biete die ÖBB nur ein "Rumpfangebot" an, kritisiert die Westbahn in einer Aussendung vom Sonntag. Nach Berechnung der Westbahn erhalten die ÖBB von der öffentlichen Hand 5 Mio. Euro für eine Grundversorgung der Strecke zwischen den beiden Landeshauptstädten. Dabei sei ab 11. Dezember ein Kürzung der InterCity-Verbindungen von sieben auf drei geplant. Nun verlangten die ÖBB weitere knapp fünf Mio. Euro dafür, "am Freitag und Sonntag zwei zusätzliche Zugpaare, am Samstag eines, sowie einige REX-Züge zwischen Graz und Bischofshofen während der Pendlerzeiten" zu führen, bleiben aber bei ihrer angekündigten Kürzung der Grundversorgung, so die Westbahn.

Westbahn: "2-Stunden-Takt-Verkehr"

Für knapp 10 Mio. Euro an Förderungen würde die Westbahn "rasch einen Zwei-Stunden-Taktverkehr auf der Strecke Salzburg - Graz aufbauen" schreibt die Westbahn in ihrer Aussendung. Dabei würden "wie schon auf der Strecke Wien - Salzburg Züge in Top-Qualität mit einem Top-Service einsetzen. Ein Kundenbegleiter pro Wagen, Tickets am Zug ohne Aufpreis und gratis Wlan würden die Bahn wieder zu einer echten Alternative zum Auto auf dieser Strecke machen". Das Verkehrsministerium habe die Westbahn nicht gefragt, ob sie ein besseres Angebot machen könnte. "Das BMVIT setzt die Strategie der Freihandvergabe an den Monopolisten fort" kritisiert der private Konkurrent.

ÖBB weist Berechnung der Westbahn zurück

Die ÖBB weisen die Berechnung der privaten Westbahn, wonach der Bahnbetrieb auf der Strecke Graz-Salzburg mit rund 10 Mio. Euro subventioniert werde zurück. Dieser Betrag sei "deutlich überhöht" und entspreche nicht den tatsächlichen Zahlen. Genaue Zahlen gab es am Sonntagabend auf Anfrage der APA nicht. Grundsätzlich zeigen sich die ÖBB gesprächsbereit mit dem Konkurrenten: "Wenn die Westbahn ernsthaft meint, ab 11.12.2011 ein annähernd gleiches Angebot wie die ÖBB für die Strecke Graz-Salzburg stellen zu können, sind wir gerne bereit in die Gespräche einzutreten" heißt es in einer Aussendung der ÖBB. (APA)
(Quelle: S24)

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