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Wieder in die Pedale treten

Radfahren stärkt Körper, Geist und Seele

Biken schont Gelenke und fördert Wohlbefinden

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Radfahren eigent sich für alle Altersgruppen.(SYMBOLBILD)

Fit, gesund und frei – Radfahren bringt einige positive Eigenschaften mit sich. Warum Radeln gesund ist, den Geist stärkt und Balsam für die Seele ist, verrät der Salzburger Sportmediziner Bernd Hiller im Gespräch mit SALZBURG24.

„Wenn man kurze Radstrecken in den Alltag integriert, fördert das bereits die Gesundheit und die Fitness“, erklärt Hiller. Darum empfiehlt der Sportmediziner regelmäßig in die Pedale zu treten, um nicht nur gesund und fit zu bleiben, sondern auch Geist und Seele zu pflegen.

 

Gelenkschonendende Ausdauersportart

Der gesundheitliche Aspekt des Radfahrens ist unumstritten. Radfahren ist für Hiller die ideale Ausdauersportart um das Herz-Kreislaufsystem zu stärken und das Erkrankungsrisiko zu senken. Zusätzlich wirke es gegen Diabetes und Bluthochdruck und minimiere die Gefahr eines Herzinfarktes.

Hiller führt weiter aus, dass das Radfahren keine Extrembelastung und daher sehr gelenkschonend sei. „Durch gleichmäßig runde und gelenkschonende Bewegungen entsteht keine Stoßbewegung wie beim Laufen", betont Sportmediziner Hiller gegenüber S24. Es tauchen somit keine Abnützungen der belastenden Gelenke auf.

Radfahren als Reha-Maßnahme

Dank der gelenkschonenden Bewegung wird dem Radfahren auch in der Rehabilitation große Bedeutung zugeschrieben. „Die Muskulatur wird gekräftigt, die Gelenke aber geschont, weil keine Schubbelastung stattfindet“, erklärt Hiller. Vor allem bei Knieverletzungen finde sich das Radfahren als gezielte Reha-Maßnahme wieder. „Bei einem Kreuzbandriss schicke ich meine Patienten bereits nach zwei, drei Wochen aufs Ergometer, Laufen kommt erst nach vier Monaten.“

Abnehmen durch Ganzkörpertraining

Das Radfahren trainiert nicht nur die unteren Extremitäten. Laut Hiller findet eine Kräftigung in Bein-, Bauch-, Rücken- und Schultermuskulatur statt. Auch wenn die Belastung vermehrt in den Beinen wahrgenommen wird, arbeite der Oberkörper ebenfalls mit. Diese Bewegung führe folglich auch zu einer Gewichtreduzierung. „Fürs Abnehmen bietet sich das Radfahren auf jeden Fall an. Die Herzfrequenz ist entscheidend und die Fettverbrennung abhängig von Dauer und Intensität der Belastung.“ Empfehlenswert ist auch mehrmals pro Woche aufs Rad zu steigen und dafür kürzere Strecken zu fahren. Drei Mal in der Woche für 30-40 Minuten zu radeln reicht für den Einstieg.

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Sportmediziner Bernd Hiller sieht das Radfahren als schonendes Ganzkörpertraining.

Gleicher Effekt bei einem E-Bike?

Eine Alternative zum normalen Rad stellt das motorisierte Bike dar. Auch der Sportmediziner steht dem E-Bike-Trend sehr positiv gegenüber. „Es hat auch eine positive Auswirkung auf den Körper, die Motor-Unterstützung macht den Unterschied.“ Das bedeutet, je weniger Motorhilfe desto anstrengender und wirkungsvoller für den Körper.

„Radfahren verbessert die Motorik"

„Radfahren verbessert die Motorik und stärkt den Gleichgewichtssinn“, führt Hiller weiter aus. Deshalb sei es für Kinder wichtig, früh mit dem Radfahren zu beginnen. Seine Tochter startete auf mit drei Jahren auf dem Laufrad, sammelte dort bereits gute motorische Erfahrungen und konnte somit das Radfahren ohne Stützräder lernen.

Doch nicht nur für Kinder, sondern auch auf den Geist der älteren Generation wirkt sich die Ausdauersportart positiv aus. „Das Gedächtnis wird durch das Radfahren gestärkt.“ Das Gehirn werde durch die Bewegung besser durchblutet und erhöhe somit die Leistung des Gedächtnisses.

 

Der Kopf wird frei

Der Körper wird trainiert, der Geist gestärkt – doch was ist mit der Seele? Diese bleibt beim Radfahren im wahrsten Sinne des Wortes nicht auf der Strecke, ganz im Gegenteil. Die Bewegung an der frischen Luft führt zu einem Freiheitsgefühl und lädt zum Energie tanken ein. „Man kann dem stressigen Alltag entfliehen und auf andere Gedanken kommen.“ Zusätzlich setze das Radeln Glückshormone frei und beuge Depressionen vor.

Für alle Altersgruppen geeignet

„Das Radeln bietet sich für alle an, egal in welchem Alter“, bestätigt Sportmediziner Hiller. Um das Verletzungsrisiko sowie die Sturzgefahr zu minimieren solle unbedingt ein Helm getragen, vorrausschauend gefahren und die Geschwindigkeit der Umgebung angepasst werden.

(Quelle: SALZBURG24)

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