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Wie Salzburgs Weihnachtsmärkte heuer Energie sparen

"Hellbrunner Adventzauber" ohne Heizschwammerl

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Beim "Hellbrunner Adventzauber" soll heuer Energie eingespart werden. (ARCHIVBILD)

Energiesparlampen, kürzere Beleuchtungszeiten, keine Heizschwammerl: Viele Advent- und Weihnachtsmärkte in Stadt und Land Salzburg verringern wegen der hohen Preise den Energieverbrauch – und wollen dennoch für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgen.

Die Veranstaltenden in Salzburg sind erleichtert, den Advent vorerst ohne behördliche Corona-Auflagen traditionsgemäß wie zu Zeiten vor der Pandemie gestalten zu können – mit dem Fokus auf Brauchtum, heimisches Kunsthandwerk und kulinarische Schmankerl. Beim Salzburger Christkindlmarkt wird die Beleuchtungszeit angesichts hoher Energiekosten um ein Drittel gesenkt.

 

In der Salzburger Altstadt erstrahlt die Weihnachtsbeleuchtung bis 21 Uhr. Auch die Stadt Salzburg will Energie sparen. Ihre 19 stadtweit aufgestellten Christbäume leuchten erstmals nur bis 22 Uhr statt bis Mitternacht.

Keine Heizschwammerl beim "Hellbrunner Adventzauber"

Beim "Hellbrunner Adventzauber" von 17. November bis 24. Dezember wird Energie gespart. Weniger Lichterketten und der Verzicht auf Stromfresser wie Heizschwammerl soll insgesamt rund 20 Prozent an Strom reduzieren. "Wir haben zahlreiche Einsparungspotenziale gefunden, ohne das Flair unseres Hellbrunner Adventzaubers zu gefährden", erzählt Veranstalter Stephan Gassner.

Alle Adventmärkte in ganz Salzburg

Die Christbaumbeleuchtungen werden erst mit der Dämmerung gegen 16 Uhr eingeschalten. "Bisher haben wir das Licht schon um 13 Uhr aufgedreht. Allein das spätere Einschalten bringt fünf Prozent Stromersparnis." Kein einziges Heizschwammerl wird diesmal aufgestellt, das spart nochmals rund 15 Prozent an Strom. Und 90 Prozent der Beleuchtungskörper sind bereits mit den verbrauchsarmen LED-Lampen ausgestattet. Die Ausstellerinnen und Aussteller beheizen ihre Marktbuden mit Infrarot, so wurde der Stromverbrauch bereits im Vorjahr um zehn Prozent verringert.

"Wenns dumpa wird" in Wolfgangsee

Energiesparen ist auch ein Thema beim Wolfgangseer Advent in den Orten St. Wolfgang, St. Gilgen und Strobl. Unter dem Motto "Wenns dumpa wird im Dorf" erlischt jeden Mittwoch in St. Wolfgang im gesamten Ort für einige Stunden das elektrische Licht. Die Gassen werden vom Kerzenschein in ein romantisches Licht getaucht. "In Strobl wurden alte Heizstrahler durch neue Energiespargeräte ersetzt und in den Adventhütten wird auf eine gesonderte Produktbeleuchtung verzichtet", verweist Valentin Hödlmoser von der Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft auf weitere Sparmaßnahmen. Auch Dämmerungsschalter helfen beim Stromsparen.

In St. Gilgen besitzt ebenfalls jede Hütte eine separate Zeitschaltuhr. Die drei Adventmärkte verwenden bereits seit einigen Jahren neue, stromreduzierende LED-Lampen. Die Märkte sind von 18. November bis 18. Dezember von Freitag bis Sonntag geöffnet, in St. Wolfgang von Mittwoch bis Sonntag.

LED-Beleuchtung auch in St. Johann

Der "Licht Advent" in St. Johann im Pongau, geöffnet von 17. November bis 23. Dezember von Donnerstag bis Sonntag, hat wie viele andere Adventmärkte auf LED-Beleuchtung umgerüstet und keine elektrischen Heizschwammerl in Verwendung. "Wir sind kurz davor, ein Green Event Christkindlmarkt zu werden", sagt Klaus Horvat-Unterdorfer, Geschäftsführer der Werbegemeinschaft SBS. Der Strom kommt von der gemeindeeigenen Photovoltaik-Anlage. "Wir sind schon fast energieautark." Die Bäume im Stadtpark werden ebenso wie der Adventmarkt nur im Rahmen der Öffnungszeiten von 15 bis 21 Uhr beleuchtet. Die kürzere Beleuchtungszeit wird "eher als ein symbolischer Akt" gesehen, auch wenn die Kostenersparnis 150 Euro beträgt.

Stromsparen beim Salzburger Bergadvent

Der Salzburger Bergadvent (25. November bis 18. Dezember) im Großarltal in den Gemeinden Großarl und Hüttschlag setzt bereits seit Jahren auf Stromsparmaßnahmen, "weil wir ohnehin wirtschaftlich denken", betont Tourismusverbandschef Thomas Wirnsperger. Der Strom für die Adventmärkte war bis vor der Corona-Pandemie an die Straßenbeleuchtung gekoppelt. Jetzt gibt es dafür einen eigenen Schaltkreis. Die Leuchtkörper werden ab der Dämmerung eingeschaltet, "das machen wir schon seit Jahren so". Auf unnötige Stromverbraucher wird verzichtet, und die Öfen werden mit Holz beheizt.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 27.11.2022 um 07:15 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/wie-salzburgs-adventmaerkte-strom-und-energie-sparen-129886291

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