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Wofür Salzburgs Sport Geld braucht

Landes-Budget war noch nie so hoch

SB: Eisarena Volksgarten, Eisfläche Stadt Salzburg / J. Killer
Braucht das Land Salzburg mehr Eisflächen für Vereins-, Breiten- und Schulsport? (SYMBOLBILD)

Noch nie gab es so viel Geld für Salzburgs Sport wie heuer. Doch wohin mit dem ganzen Zaster? Von Leuchtturm-Projekten für den Neu- bzw. Ausbau von Sportstätten über die Trainerausbildung bis zu mehr finanziellen Mitteln für den Nachwuchs – die Liste der Wünsche ist lang.

"Heuer werden insgesamt 9.421.320 Euro in den Sport investiert", heißt es auf SALZBURG24-Anfrage aus dem Büro von Sport-Landesrat Stefan Schnöll (ÖVP). Das entspricht einem Anteil von 0,31 Prozent des Landes-Gesamtbudgets. Damit sollen 2020 "zahlreiche Sportstätten gebaut bzw. saniert werden". Welche Projekte im Detail gefördert werden, wird in einer Sitzung des Sportstättenausschusses mit Vertretern der Landessportorganisation (LSO) im März zum Thema gemacht.

Leuchtturm-Projekte für Salzburgs Sport

In diesem Ausschuss unter dem Vorsitz von Landesrat Schnöll sitzen jeweils drei Vertreter der Dach- und drei Vertreter der Fachverbände. "Bei diesem Termin werden alle von den Gemeinden eingereichten Projekte behandelt und darüber beraten", zeigt Fabian Scharler, Sportreferent im Büro Schnöll auf. Man sei in ständigem Austausch, wo aus Sicht der Verbände weiterer Bedarf in der Sportstätten-Infrastruktur bestehe.

Nordisches Zentrum in Saalfelden

Fix im Budget 2020 sei ein größerer Geldbetrag für den Ausbau des Nordischen Zentrums in Saalfelden (Pinzgau) reserviert. Am Plan steht auch der viel diskutierte Neubau eines neuen Hallenbads in Seekirchen (Flachgau). Über die weiteren Projekte werde das Gremium im März beraten.

Ein Vorhaben, das sowohl den Leistungs-, als auch Nachwuchs- und Breitensport betrifft, sind die Eisflächen im Ballungsraum rund um die Landeshauptstadt. Aktuell sei man deswegen mit mehreren Salzburger Gemeinden in Kontakt, die großes Interesse zeigen würden. "Mittelfristig wollen wir in jedem Bezirk eine Kunsteisfläche haben, die der Norm entspricht", heißt es dazu vom Land. Mit der Stadt Salzburg sei man bereits in guten Gesprächen, was eine Öffnung den Sommer hindurch und einer zusätzlichen Fläche betreffe. Zuletzt forderten die Spitzen der Stadtpolitik gegenüber S24 den Ausbau der Eis-Arena am Volksgarten.

Salzburgs "Eisflächen hoffnungslos überfüllt"

Ins gleiche Rohr bläst auch ASKÖ-Präsident Gerhard Schmidt: "Die Eisflächen im Ballungsraum sind hoffnungslos überfüllt, hier herrscht ein absoluter Engpass und damit dringender Handlungsbedarf." Neben Eishockeyteams müssen sich Eiskunstläufer die spärlichen Nutzungszeiten mit Eisstockschützen, Schulklassen und Breitensportlern teilen. 

 

Außerdem wünscht sich Schmidt mehr Geld für die Trainerausbildung für Verbände und Vereine im Leistungssport. "Der Bedarf für die Nachwuchsausbildung ist längst nicht gedeckt", mahnt der Salzburger ASKÖ-Präsident, der die Interessen des Dachverbandes im Sportstättenausschuss vertritt. In Bischofshofen (Pongau) und Zell am See (Pinzgau) sollen außerdem zwei Fußball-Kunstrasenplätze in den Leistungszentren entstehen und fertig ausgearbeitete Pläne für ein Beachvolleyball-Leistungszentrum in der Landeshauptstadt habe man auch in der Schublade liegen.

Finanzielle Mittel für den Nachwuchssport?

Bei der Salzburger Sportunion ortet man benötigte Investitionen im Nachwuchssport: "Mit den Mitteln des Landes organisieren wir als Landesverband vorrangig Jugendförderprojekte wie das 'Talente Service' für junge Nachwuchstalente, 'Sports for Fun' oder unsere Kooperationen mit Bildungseinrichtungen", erklärt Geschäftsführer Bernhard Frey auf S24-Anfrage. Für den Neubau oder die Sanierung bestehender Sportstätten sieht er hier Gemeinden und Vereine in der Verantwortung, die direkt beim Land Salzburg um Unterstützung ansuchen können.

Träume von den Olympischen Spielen 2024

Ein selbsterklärtes Ziel von Landesrat Schnöll ist es zudem, mehr Salzburger Sportlerinnen und Sportler bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris dabei zu haben. Ein eigenes Projekt dafür sei schon in Planung. Wie dieses im Detail aussehen soll, ist noch völlig unklar.

Etliche Wünsche gibt es, aber auch genauso viele offene Fragen. Doch was ist davon realistisch umsetzbar, welche Projekte könnten rasch umgesetzt werden und was wird auf die lange Bank geschoben? Wir müssen uns wohl noch bis März gedulden, bis die Sitzung des Sportstättenausschusses ihre Entscheidungen präsentiert.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 14.04.2021 um 10:58 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/wofuer-salzburgs-sport-das-geld-braucht-82694266

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