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Das bringt 2020

Wohnen wird nachhaltiger

Mit dem Jahreswechsel findet in so manchen Wohnungen und Häusern ein Tapetenwechsel statt. 2020 erwarten uns nicht nur neue Farben und Formen, sondern auch mehr Nachhaltigkeit. Diese Trends bestimmen, wie wir im neuen Jahr wohnen werden.

Die vorherrschende schlichte Eleganz und der Minimalismus verabschieden sich noch nicht ganz im nächsten Jahr, werden aber aufgeweicht. Das beginnt schon bei den Farben. Es wird wieder kräftiger, Pastelltöne sind nicht mehr vorherrschend. "Man versucht, Mut zur Farbe zu haben. Außerdem geht es weg vom sehr dezenten Wohnen", weiß Katharina Schmid, Geschäftsführerin des Salzburger Inneneinrichtungs- und Designunternehmens AREA.

Wohntrends 2020 AREA
Katharina Schmid ist Geschäftsführerin und Interiorexpertin.

Blau gibt 2020 den Ton an

Trotzdem bleibt es bei den Farben der Natur. Das US-amerikanische Farbunternehmen Pantone kürt jährlich die Farbe des Jahres. 2020 wird das Jahr von "Classic Blue". "Blautöne sprechen in allen Nuancen an, sie sind sehr dominant und werden wohl auf den Messen 2020 zu sehen sein", sagt Schmid im Gespräch mit SALZBURG24. Mit den Farben des Meeres sind Trendjünger auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Pantonefarbe 2020, Classic Blue ASSOCIATED PRESS
Classic Blue wird laut Pantone die Wohnlandschaften 2020 prägen.

Prägende geometrische Formen

Der skandinavische Stil ist weiterhin beliebt und wird kombiniert mit japanischem Minimalismus. Dabei setzen nicht nur Farben knallige Akzente, auch Muster sorgen für mehr Kontrast. Geometrische Formen – also Quadrate, Rauten und Kreise – sind auf Stoffen sehr stark im Kommen. Richtig in Stile lasse sich das neue Jahr aber nicht einteilen, betont Schmid. Neben skandinavischem Design wird uns wohl ebenso Art Déco ein Stück weit begleiten, mit floralen Mustern, Schnörkeln und Goldtönen.

Trendwende: Möbel aus Recycling-Plastik

Immer mehr Hersteller springen zudem auf den Nachhaltigkeits-Zug auf. "Eine Trendwende ist definitiv da", bestätigt die Interior-Expertin. Auf herkömmliche Kunststoffe werde immer öfter verzichtet. Dafür gäbe es etwa Stühle, die komplett aus recyceltem Haushaltsplastik gefertigt sind. Oder Möbel, die aus Plastikabfall gemacht werden, der aus dem Meer gefischt wird. "Die Hersteller wissen, dass sie etwas tun müssen. Die Kunden verlangen das." Wert wird auch auf die Herkunft des Möbelstücks gelegt sowie auf natürliche Materialien: "Gerade Holz ist nach wie vor in Österreich gefragt."

Beim Möbeldesign bleibt es ebenfalls naturnah. Rundliche, organische Formen sorgen für Gemütlichkeit und laufen ihren kantigen Gegenstücken weiterhin den Rang ab.

Revival der Tapete

Schmid schildert außerdem, dass Tapeten wieder beliebter werden. Mittlerweile ist die Handhabung um einiges leichter als in den 70er-Jahren und durch die große Auswahl an Mustern, Farben und Materialien erlebt sie ein Revival. Zudem gibt es Tapeten, die wasserfest sind und im Badezimmer für Akzente sorgen.

Multitalente sind im Außenbereich gefragt. Laut Schmid werde intensiv an Stoffen getüftelt, die sowohl im Wohnzimmer als auch auf Terrasse und Balkon eine gute Figur machen. "Da gibt es bei den Polstern fast keinen Unterschied mehr, man möchte es draußen gemütlich haben."

Bei aller Liebe zu Trends gelte jedoch immer: "Was gefällt, soll in den Wohnraum einziehen."

(Quelle: SALZBURG24)

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