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Online-Abzocke in Salzburg

So erkennt ihr falsche Wohnungs-Inserate

Wohnung, wohnen, SB APA/GEORG HOCHMUTH/SYMBOLBILD
Mit vermeintlichen Schnäppchen locken Betrüger Wohnungssuchende in die Falle (Symbolbild).

Eine schöne, große Wohnung in bester Lage zu unglaublich günstigen Konditionen. Ein Angebot, bei dem man als Wohnungssuchender in Salzburg praktisch zuschlagen muss. Doch aufgepasst: Häufig entpuppt sich die Wohnungs-Annonce als Betrug und Abzocke. Wir haben Tipps für euch gesammelt, wie ihr falsche Wohnungsangebote entlarvt.

Die horrenden Wohnungspreise machen die Suche nach einem Zuhause in Salzburg häufig zu einem komplizierten Unterfangen. Wer ein vermeintliches Schnäppchen entdeckt hat, sollte Vorsichtig walten lassen. Häufig handelt es sich dabei um Fake-Inserate, mit denen Interessierte abgezockt werden sollen.

Versuchter Wohnungsbetrug in Salzburg

Eine jüngst Betroffene wandte sich nun an SALZBURG24. Sie stieß bei ihrer Suche auf der Wohnungsbörse der ÖH Salzburg auf eine „sehr schöne“ und sofort bezugsbereite Dreizimmer-Wohnung in der Franz-Martin-Straße in der Stadt Salzburg. Der Mietpreis sollte 700 Euro betragen – ein Schnäppchen für Salzburger Verhältnisse.

„Sie werden nichts mit mir riskieren“

Angeboten wurde die Wohnung von einer „Lisa Fellner“. Nachdem eine Anfrage der Betroffenen per Mail eingegangen war, wurde diese aufgefordert, einige persönliche Daten wie Adresse, Nationalität und Beruf preiszugeben. Ein Besuch der Wohnung sei allerdings erst möglich, wenn die Interessentin eine Zahlung per Banküberweisung in Höhe von 1.400 Euro vorab leistet. Das sei notwendig, „aber ich versichere Ihnen hundertprozentig, dass Sie nichts mit mir riskieren werden“, heißt es von „Frau Fellner“ in der Mail.

Die Betroffene witterte den Betrug und erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei in diesem und einem weiteren Fall. Auch die ÖH Salzburg, auf deren Website die beiden Fake-Wohnungen entdeckt wurden, wurde informiert.

Tipps zum Erkennen von Fake-Wohnungen

Expertise bei Thema Fake-Wohnungen hat Bernd Ellmauer, der Leiter der Abteilung immo.sn.at. „Die Fake-Annoncen haben sich mittlerweile weiterentwickelt. Als diese falschen Wohnungsanzeigen vor gut zehn Jahren aufgekommen sind, waren diese zumeist komplett realitätsfern. Da wurden Dreizimmer-Wohnungen um 450 Euro angeboten. Mittlerweile sind die Preise viel näher an den Realität.“ Der Experte hat folgende Tipps, wie man falsche Wohnungsangebote frühzeitig erkennen kann:

  • Fake-Inserate betreffen in nahezu 100 Prozent der Fälle Mietwohnungen
  • Die Wohnobjekte weichen mehr oder weniger stark von den marktüblichen Preisen ab, sind aber immer unterhalb des Durchschnitts angesiedelt
  • Betrüger haben meist Mail-Accounts auf hotmail.com oder gmx.com (z.B. eduard.larisch774@hotmail.com, ppeterseiter@hotmail.com)
  • Die Betrüger wollen alles unpersönlich abwickeln und erfinden dafür abenteuerliche Ausreden
  • Keine Vorauszahlungen für nicht erbrachte Leistungen leisten
  • Bei Verdacht das Bild der Wohnung kurz herunterladen und in der Google-Suche abgleichen. Bei Fake-Inseraten wird dieselbe Wohnung oft zu unterschiedlichen Preisen mit unterschiedlichen Ansprechpartnern angeboten

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(Quelle: SALZBURG24)

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