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Wohnungsmarkt

Salzburg Spitzenreiter bei Mietpreisen

Mieten in der Landeshauptstadt seit dem Jahr 2000 um rund 62 Prozent gestiegen

Miete, Mietvertrag APA/BARBARA GINDL
Wohnen in Salzburg wird immer teurer. (SYMBOLBILD)

Während eine 70 Quadratmeter-Wohnung in der Stadt Salzburg vor 20 Jahren durchschnittlich 677 Euro Miete kostete, waren es im Jahr 2020 bereits rund 1.094 Euro, wie eine Erhebung der Arbeiterkammer zeigt. Auch am Land stiegen die Mieten stark an.

Mietkosten am stärksten erhöht

Mit der Inflation könne das nur zum Teil in Zusammenhang gebracht werde, sagt Edith Steidl, Konsumentenberaterin für Wohn- und Mietrecht der Arbeiterkammer Salzburg. „Die Mietpreise haben wesentlich stärker angezogen als die wesentliche Teuerung.“ Die Mietpreise seien in der Stadt Salzburg um 16,6 Prozent mehr gestiegen als die Inflation. Im ländlichen Raum sogar um über 18 Prozent.

Kein Bundesland so teuer wie Salzburg

Durchschnittlich kostet ein Quadratmeter Wohnraum in Salzburg 9,90 Euro inklusive Betriebskosten. Knapp dahinter liegt Vorarlberg mit 9,57 Euro und Tirol mit 9,20 Euro pro Quadratmeter. „Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass Salzburg bei den Einkommen keineswegs im Spitzenfeld zu finden ist, sondern im Bundesländervergleich im unteren Drittel rangiert“, gibt Peter Eder, Präsident der Arbeiterkammer, zu bedenken.

Rückstand bei gefördertem Wohnbau

Um dennoch leistbaren Wohnraum für die Salzburger zu schaffen, braucht es aus Sicht der AK deutlich mehr geförderte Mietwohnungen. Von rund 1.000 geförderten Wohnungen, deren Bau vergangenes Jahr in Aussicht gestellt wurde, wurden nur rund 700 errichtet, kritisiert Eder. Von den Einnahmen des Landes durch die Wohnbauförderung wurde laut Eder lediglich ein Drittel wieder für den Wohnbau verwendet. Der Rest sei im Salzburger Landesbudget versickert.

Intransparente Mietgesetze

Die Wohn - und Mietrechtsexpertin Steidl sieht die Notwendigkeit für ein einheitliches Mietrechtsgesetz. „Das aktuelle Mietrechtsgesetz ist in sehr unterschiedlichem Umfang anwendbar und damit für die Mieterinnen und Mieter kaum transparent.“ Auch eine Änderung des gesetzlichen Betriebskostenkataloges sei überfällig, so Steidl. Ein häufiges Problem sei, dass Vermieter sämtliche Kosten auf die Mieter abwälzen, das sei aber nur bei den direkt zurechenbaren Kosten wie Wasser, Abwasser und Müllentsorgung, zulässig. Grundsteuer, Verwaltungs- und Versicherungskosten seien von den Eigentümern zu tragen.

Lieber Eigentum?

Auch bei Eigentumswohnungen sind die Preise gestiegen. In der Stadt Salzburg ist ein Quadratmeter im Vergleich zum Jahr 2000 um rund 160 Prozent teurer. Am Land sieht es ähnlich aus: Hier beträgt die Preissteigerung rund 122 Prozent.

(Quelle: SALZBURG24)

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