Jetzt Live
Startseite Salzburg
Salzburg

Zigarre bleibt für Terminator ohne Folgen

Anscheinend hat die Anzeige des "Rauchersherriffs" keine weiteren Folgen für Arnold Schwarzenegger.

Die Anzeige des "Rauchersheriffs" Dietmar Erlacher gegen Arnold Schwarzenegger, weil dieser am 21. Juni bei seiner Ankunft am Flughafen Salzburg geraucht haben soll, scheint nun selbst in Rauch aufzugehen. Bisher sind beim Strafamt des Magistrats Salzburg noch keine genauen Angaben eingelangt, die für die Abwicklung eines Verfahrens nötig sind. "Ich glaube, die Geschichte ist gegessen", sagte am Montag der zuständige Referent Josef Goldberger zur APA.

Die Tatumstände seien in Erlachers Anzeige zu ungenau. "Zeitpunkt: ca. bzw. rund um den 21.6.2011, Salzburg", heißt es in dem Schreiben, genauere Angaben, wann oder wo der frühere Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien geraucht haben sollen, finden sich darin nicht. "Sobald eine konkrete Anzeige vorliegt, kann man als nächstes den Anzeigenleger als Zeuge befragen", so Goldberger. Möglich ist dies noch bis 21. Dezember, weil die Sache nach einem halben Jahr verjährt.

Dessen ungeachtet habe er schon Flughafensprecher Alexander Klaus kontaktiert, der bei der Ankunft "Arnies" in Salzburg dabei gewesen ist. "Klaus hat gesagt, dass er (Schwarzenegger, Anm.) schon eine Zigarre im Mund hatte, die aber nicht brannte." Darüber hinaus ist für den Strafreferenten äußerst fraglich, ob sich der Vorfall überhaupt im öffentlichen Bereich abgespielt hat. Denn der Ex-Politiker sei ganz am Rande des Flughafengeländes gelandet, der für die allgemeine Öffentlichkeit gar nicht zugänglich sei. "Da ist eher das Luftfahrtrecht anzuwenden als das Tabakgesetz."

Und noch aus einem weiteren Grund erscheint eine Strafverfolgung Arnies unwahrscheinlich: Denn bei Anzeigen, die von Privatpersonen erstattet werden, müsse laut Verwaltungsstrafrecht dem Beschuldigten auf jeden Fall Recht zur Stellungnahme eingeräumt werden. "Sicher kann ich ihm eine Aufforderung schicken, aber wenn er diese zerreißt, dann war's das. Es gibt kein Rechtshilfeabkommen mit den USA", hatte Goldberger schon vor Einlangen der Anzeige Anfang August erklärt. Ohne Rechtfertigung könne es aber keinen Bescheid geben, und erst mit einem rechtskräftigen Bescheid in den Händen könnte man eine Verfolgung des gebürtigen Steirers in die Wege leiten. (APA)

Links zu diesem Artikel:

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 03.03.2021 um 01:16 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/zigarre-bleibt-fuer-terminator-ohne-folgen-59264449

Kommentare

Mehr zum Thema